Das Land Niedersachsen drängt in der Bekämpfung und Prävention von Geldautomaten-Sprengungen auf Tempo. Innenminister Boris Pistorius sagte heute bei der Vorstellung des Lageberichts zur Organisierten Kriminalität, die Banken als Betreiberinnen der Geldautomaten seien hier in der Pflicht - und die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen gehe ihm zu langsam. Bisher habe man in der Sache auf Freiwilligkeit gesetzt, bis April müsste ein Maßnahmenpaket entwickelt werden. Für den Fall, dass sich nicht schnell etwas ändere, solle die Politik das Heft in die Hand nehmen, Niedersachsen bereite dafür eine Vorlage für den Bundesrat vor.
Den Tätern, die insbesondere aus den Niederlanden heraus in Deutschland agieren, müsse ihr Handeln so schwierig oder nutzlos wie möglich gemacht werden. Möglich sei etwa, Automaten über Nacht zu leeren und Banken zu schließen - dass jetzt viele solche Straftaten in Deutschland verübt würden, läge daran, dass die Banken in den Niederlanden ihre Automaten inzwischen besser gesichert hätten. Die Täter gingen mit extremer Brutalität vor und nähmen auch in Kauf, dass Unbeteiligte verletzt oder getötet würden, sowohl durch das Sprengen der Automaten an sich als auch bei der anschließenden Flucht in mitunter extrem PS-starken Autos - mit Geschwindigkeiten, die bis zu 300 km/h reichen könnten. Zur Verfolgung dieser Straftaten gebe es inzwischen im Land eine Zentralstelle bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück. Diese habe, auch durch die Nähe zu den Niederlanden, eine große Kompetenz in dieser Sache.
In der Region Hildesheim gab es zuletzt einen Fall bei der Volksbank in Bockenem, hier ermittelt die Polizeidirektion Göttingen. Im Raum Hildesheim hatte die Sparkasse im August vorübergehend einige unter Wohnungen gelegene Filialen vorübergehend gesperrt.
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Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne, mit dem Fahrplanwechsel auch wieder ICEs in Hildesheim halten zu lassen, kurzfristig verändert. Nun heißt es, erst ab nächster Woche Freitag würden die hiesigen Fernverkehrsverbindungen wieder fahren. Grund dafür sei, dass wichtiges Personal von der Weddeler Schleife wegen des Güterzugunglücks bei Gifhorn zwischenzeitlich abgezogen wurde.
Auch der enno fährt erst ab dem 16. wieder von Hildesheim bis Wolfsburg durch, teilt der Betreiber mit.
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Aktualisiert 13:30 Uhr: Informationen über den enno im letzten Satz.
Unbekannte haben zwischen Dienstagnachmittag und gestern früh auf einer Baustelle in der Straße Lappenberg in Sarstedt ein Toilettenhäuschen beschädigt. Wie die Polizei mitteilt, entstand Sachschaden in Höhe von 3.500 Euro. Wer in der Sache Hinweise geben kann, wird gebeten sich beim Kommissariat Sarstedt unter der Telefonnummer 0 50 66 - 9850 zu melden.
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Nach einem Spiel auf Augenhöhe hat in der 3. Handball-Bundesliga der HC Eintracht Hildesheim einen hauchdünnen Sieg über die Sportfreunde Söhre erreicht: Das Spiel in der ausverkauften Volksbank Arena endete am Abend 26:25 für die Hildesheimer. Dabei entwickelte sich dieses zweite Derby beider Teams weitgehend so wie das erste im Oktober, welches 25:25 unentschieden ausgegangen war: Nach einem ausgeglichen Start konnten die Sportfreunde zunächst einen Vorsprung herausspielen und lagen zur Halbzeit 14:10 vorn. Dann aber spielte sich der HC wieder bis zum Ausgleich, und in der letzten Phase des Spiels lieferten sich beide Mannschaften ein Kopf an Kopf-Rennen. Den Siegtreffer verwandelte Lothar von Hermanni per Strafwurf.
Söhre spielt bereits am Samstag wieder beim zweiten Team des SC DHFK Leipzig, die Eintracht hat dagegen nun einige Tage spielfrei und tritt erst am 17. Dezember beim HaSpo Bayreuth an.
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Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Hildesheim hat sich in seiner Sitzung gestern Abend erste mögliche Pläne für eine Bebauung des Wasserkamps in Itzum angesehen. Diese wurden vom zuständigen Planungsbüro vorgelegt - sie sehen jeweils etwa 700 Wohneinheiten vor, unter Berücksichtigung der Begebenheiten vor Ort. So hieß es etwa, es seien grundsätzlich so genannte Quartiersgaragen geplant, die auch als "Mobilitätszentrum" dienen sollen, etwa als Standort auch von anderen Fortbewegungsmitteln. Tiefgaragen seien dagegen wegen der schwierigen Bodenbeschaffenheit des Wasserkamps nicht angedacht. Weitere Herausforderungen bei der Planung bestünden etwa durch die Nähe des besonders geschützten FFH-Gebiets und des örtlichen Wasserabflusses.
Dem voraus ging die Vorstellung von Umfrageergebnissen zum Wasserkamp. 630 Personen hatten an dieser Umfrage teilgenommen, wobei sich fast die Hälfte kritisch zum Projekt äußerten - insbesondere in Itzum sprechen sich seit längerem zwei Bürgerinitiativen vehement gegen eine Bebauung des Gebiets aus.
Eine inhaltliche Diskussion zu den Präsentationen im Ausschuss gab es nicht - die Fraktionen wollen das Thema zunächst intern weiter beraten. Am 14. Januar soll es - wahrscheinlich in Itzum - einen öffentlichen Workshop zum weiteren Vorgehen im Wasserkamp geben, und auch die Ortsräte werden sich Anfang nächsten Jahres damit befassen, bevor der Stadtentwicklungsausschuss im Februar wieder tagt.
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