Eine Hildesheimer Initiative will mit einer Demonstration am kommenden Samstag Solidarität mit der iranischen Frauenbewegung zeigen. Die Demo soll um 14 Uhr am Angoulêmeplatz beginnen, heißt es in dem Aufruf. Initiatoren sind sowohl iranisch-stämmige Menschen als auch die Students for Future sowie die Parteien Die Linke, Die Partei und die Grünen.
Hintergrund des Protests ist der Tod der 22-Jährigen Zhina (Mahsa) Amini im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei im September. Dieser hat im Iran eine große Protestbewegung ausgelöst, die sich gegen die Unterdrückung der Frauen durch das Regime in Teheran richtet. Während Deutschland weiterhin der wichtigste Handelspartner in der EU mit dem Iran sei, lasse dieses Regime Soldaten und Polizisten mit scharfer Munition auf Protestierende schießen und massenhaft Internetzugänge sperren, um die Gewalt gegen seine eigene Bevölkerung zu verbergen. Man wolle auch in Hildesheim auf die Straße gehen, weil die Frauen und Männer im Iran Unterstützung und Aufmerksamkeit brauchen, so einer der Initiatoren. Gleichzeitig fordere man von der Bundesregierung "maximale Sanktionen" für diejenigen, die direkt und indirekt an der Gewalt beteiligt sind.
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Vom morgigen Donnerstagabend bis Sonntagabend ist Hildesheim wieder Austragungsort des Lichtkunstfestivals EVI LICHTUNGEN. An verschiedenen Orten der Innenstadt - und im Schloss Derneburg - sind dann visuelle Installationen verschiedenster Art zu sehen, so die Veranstalter. Auch dieses Jahr gebe es wieder die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen: Diese "Streifzüge" starten je um 19, 19:30 und 20 Uhr am Marktplatz, und spezielle Familien-Führungen je um 19:15 Uhr. Sie dauern jeweils etwa 75 Minuten und besprechen vier bis fünf Kunstwerke. Vorab-Anmeldungen nimmt die tourist Information entgegen.
Für Menschen mit Behinderungen bietet das Projekt KulTouren der Malteser die Möglichkeit, sich von Ehrenamtlichen mit einer Rikscha zu den Kunstwerken fahren zu lassen. Dies ist kostenfrei, weitere Infos gibt es bei den Maltesern unter 0 51 21 – 606 9862 bzw.
Die LICHTUNGEN beginnen jeweils um 19 Uhr und enden um 23 Uhr. Die Orte in Hildesheim sind:
- Angoulêmeplatz: daems van remoortere, Belgien
- Dom, Annenkapelle: Yvonne Goulbier, Hildesheim
- Domhof: Edwin van der Heide, Niederlande - eine 15 Minuten lange Performance jeweils 20 und 21 Uhr
- Dommuseum: Yasuhiro Chida, Japan
- Glashalle der Sparkasse, Speicherstraße 11: Collectif Scale, Frankreich
- Marktplatz-Tiefgarage: Xavi Bové & Onionlab (Spanien)
- St. Andreas, Versöhnungshalle: Yasuhiro Chida, Japan
- St. Michaelis, Sakralraum: Penique Productions, Spanien
- Stammelbachspeicher, Keller: Esther Mathis, Österreich
- Sültepark, gegenüber der Volksbank: Vanessa Hafenbrädel, Deutschland
Weitere Infos zum Programm gibt es unter evilichtungen.de.
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Die Bahnübergänge Linnenkamp, Im Krugfeld und Obere Dorfstraße in Himmelsthür sind ab dem nächsten Mittwoch gesperrt. Wie die Stadt mitteilt, werden dann vor Ort Gleisbauarbeiten durchgeführt. Der Übergang Linnenkamp sei voraussichtlich bis zum 31. Oktober gesperrt, die beiden anderen bis einschließlich 9. November - wobei diese beiden nie gleichzeitig gesperrt seien, jeweils einer sei geöffnet. Darauf würden dann auch Schilder vor Ort hinweisen.
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Menschen mit einem sogenannten subsidiären Schutzstatus in Deutschland haben das Recht auf einen Reiseausweis für Ausländer, wenn ihr Herkunftsland die Ausstellung eines Passes an eine so genannte „Reueerklärung“ knüpft. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Einen subsidiären Schutz erhalten Asylsuchende, die weder einen Flüchtlingsschutz noch eine Asylberechtigung erhalten, denen im Herkunftsland aber z.B. die Todesstrafe oder Folter droht.
Hintergrund der Entscheidung ist ein Fall aus dem Landkreis Hildesheim. Die Ausländerbehörde hatte den Antrag eines Eritreers auf Ausstellung eines Reiseausweises abgelehnt, weil es ihm zuzumuten sei, bei der Botschaft Eritreas einen Passantrag zu stellen. Dies hätte aber eine „Reueerklärung“ zur Voraussetzung gehabt: Der Mann sollte schriftlich eingestehen, seine „nationale Pflicht“ verletzt zu haben und eine mögliche Strafe zu akzeptieren. Daraufhin klagte der Mann gegen die Ausländerbehörde und gewann in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Hannover, woraufhin in zweiter Instanz das niedersächsische Oberverwaltungsgericht anders entschied und der Ausländerbehörde rechtgab.
Diese Entscheidung wurde nun vom Bundesverwaltungsgericht gekippt. Es könne nicht verlangt werden, dass der Mann eine „Reueerklärung“ abgebe. Der Flüchtlingsrat Niedersachsen begrüßte die Entscheidung. Man habe „die fragwürdige Kollaboration der Bundesregierung mit der eritreischen Diktatur bei der Passbeschaffung" bereits vor Jahren scharf kritisiert, sagte der Geschäftsführer Kai Weber.
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Das ehemalige "Tagungshaus Priesterseminar" an der Neuen Straße in Hildesheim trägt jetzt wieder seinen alten Namen "Lüchtenhof". Das teilt das Bistum mit. Passend dazu gebe es jetzt die neue Internetseite www.luechtenhof.de, unter der diverse Veranstaltungen und Tagungsräume sowie Gästezimmer gebucht werden könnten. Der Name gehe darauf zurück, dass hier vor 700 Jahren die Kerzen, oder "Lüchten", für die religiösen Prozessionen gezogen wurden.
Der Lüchtenhof gehe mit einem vielfältigen Programm an den Start, hieß es weiter. So beginne am 25. November die Reihe „Lüchtspiele“ mit einer Veranstaltung rund um gesellschaftlichen Wandel. Zahlreiche Experten sollen im Rahmen dieser "Inspirationstage" ihre Erfahrungen und Strategien rund um Lebenswandel und Gesellschaftswandel teilen. Fest im Programm verankert seien auch jahreszeitlich inspirierte Rückzüge ("Retreats") für Reflektion und Rekreation. So soll ab dem 8. Dezember das erste "Winterlücht" stattfinden - ein verlängertes Wochenende, um die Jahreszeit wahrzunehmen und das eigene Leben darin zu verorten.
Neben solchen Angeboten werde der Lüchtenhof auch weiter für Aus-, Fort- und Weiterbildungen für die Mitarbeitenden und Engagierten der verschiedensten Berufe und Aufgaben in Caritas, Schule und Pastoral im Bistum genutzt, und auch Tagungen und Übernachtungen für Gruppen und Einzelgäste aus Organisationen rund um Bildung, Kultur und Gesellschaft fänden dort weiterhin statt.
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