Auch am zweiten Abend des "Tags der Niedersachsen" in Hildesheim sind gestern wieder zeitweise Teile der Innenstadt wegen Überfüllung abgesperrt worden. Polizei und Sicherheitsdienste riegelten nach 21 Uhr Marktplatz und Lilie ab, nachdem die Menschenmenge vor den Bühnen dort zu groß geworden war. Auch vor der Bühne am Kennedydamm gab es zeitweise kaum noch ein Durchkommen. Bereits am Freitag abend hatte es an beiden Stellen einen riesigen Andrang gegeben. Zu größeren Zwischenfällen kam es allerdings nicht.
fx
Mitglieder der Gruppe „Antimilitaristische Aktion Hildesheim“ haben am Samstag in der Innenstadt mit Straßentheaterimprovisationen und Flugblättern die Umsetzung des „Tags der Niedersachsen“ kritisiert.
Das Fest werde „Fest des Ehrenamtes“ genannt. Stattdessen dominierten bei den Ausstellern aber Werbestände für staatliche Institutionen und Konzerne, so die Gruppe in einem Schreiben. Auch die Anwesenheit von kritischen NGOs und tatsächlich ehrenamtlichen Akteuren könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass Staat und Wirtschaft diese Veranstaltung instrumentalisierten. Darauf aufmerksam zu machen sei Anlass der Aktionen gewesen. Die Stadt Hildesheim reagierte als Veranstalterin gelassen: Man lebe in einer Demokratie, so Sprecher Helge Miethe.
cw
Der Terroranschlag auf das Hotel "Imperial Marhaba" im tunesischen Badeort Sousse löst auch in Niedersachsen Bestürzung aus.
Bei dem Attentat waren am Freitag mindestens 39 Menschen getötet worden. Noch ist nicht klar, wie viele deutsche Touristen unter den Opfern sind. Sousse ist seit 30 Jahren Partnerstadt von Braunschweig. Dessen Oberbürgermeister Ulrich Markuth (SPD) sagte Samstag in einer Reaktion im Internetauftritt der Stadt, er hoffe, dass die gerade aufkommende Demokratie keinen Schaden nehme. Er rief zur Unterstützung des nordafrikanischen Landes auf. Terror und Gewalt dürfen keine Chance erhalten, "nirgendwo in der Welt". Unterdessen hat der Reisekonzern TUI begonnen, erste Urlauber aus der Region zurückzuholen. Das betroffene Hotel gehört der spanischen Hotelkette RIU, von der der TUI-Konzern aus Hannover die Hälfte der Anteile hält.
cw
Hildesheimer Politiker zeigen sich von Peiner Absage zur Fusion zwischen den Landkreisen Peine und Hildesheim nicht überrascht.
Wie der SPD Kreisfraktionsvorsitzende Klaus Bruer sagte, habe Peines Bürgermeister Michael Kessler der Fusion von Anfang an skeptisch gegenüber gestanden. Er verstehe nicht, warum man sich im Peiner Stadtrat vor einer Veränderung der Verwaltungsform fürchte.
Christian Berndt - Kreisfraktionsvorsitzender der CDU – unterstützte dagegen die Entscheidung Peines. Es gäbe im Falle einer Fusion viele Probleme aufgrund historische gewachsener Strukturen. Peine sei in vielerlei Hinsicht nach Braunschweig ausgerichtet.
Eine Fusion mit Hildesheim müsste für alle Seiten von Vorteil sein. Die Gutachten in dieser Sache hätten dies aber nicht bestätigt. Außerdem sei der Landkreis Hildesheim seiner Meinung nach mittelfristig groß genug, so Berndt.
bjl/fx
Der Tag der Niedersachsen ist in Hildesheim gut gestartet.
Wie City Manager Boris Böcker von Marketing gegenüber Tonkuhle bestätigt, waren allein Gestern rund 80 000 Besucher in der Stadt unterwegs – rund 10 000 davon waren mit der Bahn angereist. Böcker freute sich besonders darüber dass viele junge Besucher gekommen sind.
Gestern hatten Sicherheitskräfte und Polizei kurzfristig die Bühne am Marktplatz wegen Überfüllung schließen müssen. Es sei aber alles reibungslos verlaufen, so Böcker. Zu anderen Zwischenfällen kam es laut Polizei abgesehen von einem Vorfall in einer Spielhalle nicht.
Von Seiten einiger Besucher waren gegenüber Tonkuhle allerdings Bedenken über zu enge Wege und wenige Feuerwehrzufahrten geäußert worden.
bjl/fx
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