In Baddeckenstedt ist heute von Niedersachsens Regionalministerin Wiebke Osigus ein weiteres "Regionales Versorgungszentrum" eröffnet worden. Es ist eines von insgesamt fünf Modellprojekten in Niedersachsen und neben dem RVZ Leinebergland in Alfeld das zweite in der Region. Die Laufzeit dieser Modelle wurde zwischenzeitlich bis Ende 2024 verlängert. Regionale Versorgungszentren sind eine Antwort auf die besonderen Herausforderungen sozialer und medizinischer Angebote in ländlichen Bereichen. Sie sollen diese zentral und gut zugänglich zusammenfassen - in Baddeckenstedt etwa gibt es nun auf dem Campus des RVZ ein medizinisches Versorgungszentrum sowie u.a. einen sozialpsychiatrischen Dienst, eine Sozialberatung für Zugewanderte, aber auch etwa Angebote für Chorproben oder Yoga.
Der Wolfenbütteler Kreis-Sozialdezernent Bernd Retzki sagte, es sei für alle Beteiligte kein einfacher, aber ein erfolgreicher Weg gewesen: Das Regionale Versorgungszentrum solle ein lebendiger, inklusiver Begegnungsort für alle Menschen in der Samtgemeinde Baddeckenstedt werden.
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Die Polizei Alfeld ermittelt nach einer Spritztour zweier 16 Jahre alter Jugendlicher. Laut Bericht hatte die Mutter des einen jungen Mannes gestern Vormittag festgestellt, dass jemand unbefugt ihren Ford Fiesta benutzt hatte - auch, weil der Wagen nun einen Unfallschaden hatte. Der Verdacht fiel schnell auf den Sohn und seinen Freund. Beide bezichtigen sich gegenseitig, den Wagen gefahren und dabei verschiedene Verkehrsdelikte begangen zu haben, darunter erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen und schließlich auch den Unfall.
Das zweite daran beteiligte Fahrzeug ist derzeit noch nicht bekannt. Es soll sich um einen weißen Pkw mit "WL"-Kennzeichen handeln, an dem vermutlich das Heck beschädigt ist. Beide Jugendliche haben keinen Führerschein und mussten wegen des Verdachts auf Betäubungsmitteleinfluss Blutproben abgeben. Hinweise, insbesondere auch zum geschädigten Pkw, nimmt die Alfelder Polizei unter der Telefonnummer 0 51 81 - 807 30 entgegen.
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Der Autozulieferer Bosch will Teile seiner erst vor wenigen Jahren gegründeten Geschäftseinheit "Building Technologies" verkaufen. Dies wurde inzwischen vom Konzern bestätigt. Es geht dabei um Videosysteme, Zutrittskontrollsysteme und Einbruchmeldeanlagen sowie Kommunikationssysteme. In diesen drei Bereichen arbeiten den Angaben rund 4.300 Mitarbeitende an mehr als 90 Standorten weltweit, darunter auch einige in Hildesheim. Diese Bereiche sollen nach Möglichkeit als Paket verkauft werden.
Bosch will sich künftig auf Lösungen und Dienstleistungen für Gebäudesicherheit, Energieeffizienz und Gebäudeautomation konzentrieren. Der Bereich "Building Technologies" mit seinen insgeamt fast 11.000 Mitarbeitenden erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro.
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Ein Hund hat gestern am späten Abend einen Einbruch in der Nordstraße in Bockenem verhindert. Laut Meldung hatte er gegen 23:40 Uhr auf einmal zu bellen begonnen, so dass sein Besitzer nach dem Rechten sah und so zwei dunkle Gestalten bemerkte, die davonliefen. An der Haustür fand er zudem frischen Spuren eines Aufhebel-Versuchs, und rief umgehend die Polizei. Eine Suche in der Umgebung blieb aber erfolglos. Wer in der Sache Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter 0 50 63 - 90 10 mit dem Kommissariat Bad Salzdetfurth in Verbindung zu setzen.
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Der Antisemitismus-Forscher und Professor an der Hochschule Hannover, Wolfram Stender, sieht derzeit einen wieder wachsenden Antisemitismus an deutschen Schulen. Zwar sei die Situation an Schulen wie in Berlin-Neukölln nicht verallgemeinerbar, aber dennoch sei er sich ziemlich sicher, dass jüdische Schülerinnen und Schüler seit Jahrzehnten nicht mehr so stark in Gefahr waren wie aktuell, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dass jüdische Eltern ihre Kinder aus Sorge vor Angriffen nicht mehr in die Schule schicken, sei absolut nachvollziehbar.
Stender forderte die Schulleitungen deshalb auf, deutlich Position für ein Existenzrecht Israels zu beziehen und ebenso deutlich die Terrorakte der Hamas zu verurteilen. Wenn über Israel gesprochen werde, sei viel Unwissen und Halbwissen im Spiel und noch mehr Fake News, Lügen und absichtliche Falschdarstellungen. Dabei seien es keineswegs nur rechte oder bestimmte muslimische Milieus, die den Staat Israel dämonisierten. Gleiches geschehe auch von links und aus der Mitte der Gesellschaft. So werde etwa in den jüngsten Äußerungen der „Fridays for Future“-Bewegung israelbezogener Antisemitismus "in ein pseudokritisches, postkolonial-antirassistisches Gewand gekleidet", so dass sich die Israel-Kritiker dann auf der vermeintlich moralisch richtigen Seite der Unterdrückten wähnten.
Lehrerinnen und Lehrer seien gefordert, bei antisemitischen Vorfällen sofort einzugreifen, so Stender. Lehrer und Lehrerinnen müssten in der Lage sein, den Schülerinnen und Schülern zu erklären, was genau an ihrer Äußerung oder Handlung antisemitisch ist und warum dies keine Meinung, sondern ein Gewaltakt ist. Wenn ein solches Eingreifen nicht ausreiche, seien Sanktionen bis hin zu rechtlichen Ordnungsmaßnahmen unverzichtbar.
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