Bei Bauarbeiten in der Göttinger Innenstadt sind vor rund einem Jahr mehr als 70 Skelette gefunden worden. Archäologen zufolge stammen diese wahrscheinlich auch von Nonnen.
Erste Untersuchungen haben ergeben, dass es sich bei rund der Hälfte der Knochen um Überreste von weiblichen Körpern handelt. Damit sind die ersten Vermutungen, dass es sich bei dem Fund nur um Franziskanermönche handelt, widerlegt. Die Forscher waren aufgrund der Tatsache, dass es vom 13. bis zur 16. Jahrhundert ein Franziskanerkloster in der Nähe des Fundortes gegeben hatte, auf die falschen Annahmen gekommen, erklärt die Göttinger Anthropologin Birgit Großkopf dem evangelischen Pressedienst.
Da in der Grabstelle nur vier Skelette von Kinder gefunden wurden, könne es sich jedoch auch nicht um einen gewöhnlichen Friedhof handeln, so Großkopf. Damals sei die Kindersterblichkeitsrate erheblich höher gewesen.
Die erste Untersuchung der Skelette sei nun abgeschlossen, berichtete die Wissenschaftlerin. Weitere Überreste würden vermutlich bis zum Jahresende von dem Universitätsgelände geborgen und sollen im nächsten Jahr untersucht werden.
bjl
Der zuletzt wieder als realistisch bezeichnete, geplante Ausbau des Hildesheimer Stichkanals wird von der Kreistagsfraktion der Grünen skeptisch gesehen. In einer Mitteilung heißt es, man sehe keine ausreichende Auslastung, die den Ausbau rechtfertige – auch wenn der Güterverkehr auf dem Wasserweg grundsätzlich eine ökologisch vernünftige Lösung sei und Straße und Bahn entlaste.
Ein neues Gutachten sehe eine Steigerung der Gütermenge von 800.000 auf 2,4 Millionen Tonnen vor, diese Zahlen seien aber für die Grünen im Kreistag bisher schwer nachvollziehbar. K + S würde maximal 250.000 Tonnen per Schiff transportieren, und auch die Firmen im nahe liegenden Gewerbegebiet Nord seien keine Nutzer der Wasserstraße.
Alle aktuellen Zahlen und Fakten sollten deshalb jetzt auf den Tisch kommen und erklärt werden, so die Grünen. Der Ausbau des Stichkanals würde massive Eingriffe in das Leben der Anrainer bringen: Wichtige Brücken würden ersatzlos verschwinden und die Naturräume entlang des Kanals auf Jahrzehnte zerstört.
fx
Die Präsidentin der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Christiane Dienel verliert die Rückendeckung an der HAWK.
Laut Medienberichten, haben Dienel jetzt interne Gremien die Unterstützung versagt. Am kommenden Mittwoch solle es eine Sondersitzung des Senats geben, in der die aktuelle Situation und Dienels Rolle im Konflikt um das angeblich antisemitische Seminar zur Lage der Jugendlichen in Israel thematisiert werden soll.
Dienel war im Mai diesen Jahres vom Senat mit einfacher Mehrheit als Präsidentin der HAWK wiedergewählt worden. Die Wahl muss allerdings noch von der niedersächsischen Wissenschatsministerin Gabriele Heinen-Kljajić bestätigt werden. Ob Dienel die neue acht-jährige Amtszeit im Januar 2017 antreten wird, hängt nun auch mit dem Ergebnis der Untersuchung des Antisemitismusvorwurfes zusammen. Das Gutachten hierzu soll am 15. November vorliegen.
bjl
Im Rahmen des Wettbewerbs „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auch ein Projekt der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) zur Förderung ausgewählt.
Wie die Hochschule mitteilt, wird das Projekt „Plasmatechnologien aus Südniedersachsen – Impulse für ein gesundes Leben“ (Plasma for life) jetzt mit einer vierjährigen Aufbauphase gefördert. Insbesondere auf medizinischer Ebene würden mithilfe dieser Technologie enorme Erfolge erzielt, heißt es. Durch die gezielte Dosierung elektronischer Energie könnten Bakterien und Keime zerstört und so eine schnelle Wundheilung ermöglicht werden. Auch Amputationen sollen hierdurch verhindert werden können. An weiteren Einsatzgebieten, wie beispielsweise der Behandlung von Neurodermitis, werde zur Zeit geforscht, bestätigt die HAWK. Neben Einsätzen im medizinischen Bereich würden aber auch andere Bereiche geprüft, so beispielsweise Einsätze in der Lebensmittelindustrie und der Gebäudesanierung, insbesondere im Rahmen der Schimmelbekämpfung.
An dem Projekt seien auch regionale mittelständische Unternehmen beteiligt, heißt es.
bjl
Die Niedersächsischen Landesforsten haben die Fichte zum Baum des Jahres 2017 gewählt.
Der Nadelbaum habe die niedersächsischen Mittelgebirge in den vergangenen zwei Jahrhunderten wie keine andere Baumart geprägt, begründet ein Sprecher der Landesforsten die Wahl. Nach der Kiefer ist sie die zweithäufigste Baumart Niedersachsens.
Aufgrund der naturnahen Waldwirtschaft sei der Anteil der Fichten in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, so Peter Wollborn, Abteilungsleiter bei den Landesforsten. Man setzte auf stabile und artenreiche Wälder, die den künftigen Herausforderungen des Klimawandels gewachsen seien, heißt es. Trotzdem werde die Fichte auch in Zukunft auf geeigneten Standorten und in Mischung mit anderen Baumarten eine wichtige Rolle in niedersächsischen Wäldern spielen.
Der Titel "Baum des Jahres" wird seit 27 Jahren von der Stiftung Niedersächsische Landesforsten vergeben.
bjl
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