Ein Rechtsstreit zwischen dem Landkreis Hildesheim und dem Land Berlin kommt nun doch noch vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Wie der Kreis berichtet, konnte man das Gericht von der grundsätzlichen Bedeutung des Falles überzeugen. Der Fall war zuvor vom Verwaltungsgericht Hannover und dann in zweiter Instanz dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg verhandelt worden - danach war eigentlich keine Revision mehr möglich.
Inhaltlich geht es um die Kostenerstattung von Jugendhilfeausgaben. Zentral ist dabei die Frage, wer für diese Erstattung zuständig ist, wenn die Eltern des betroffenen Kindes im Ausland sind und das Kind nach Deutschland gebracht wird. Wenn es eine Leistung der Jugendhilfe im Ausland ist, wäre Berlin zuständig, handelt es sich dagegen um eine Leistung der Jugendhilfe im Inland, muss sie der Landkreis bezahlen. Es geht im konkreten Fall um Kosten in Höhe von rund 270.000 Euro plus Zinsen.
Das Verwaltungsgericht Hannover hatte dem Landkreis Recht gegeben, das Oberverwaltungsgericht Lüneburg dagegen dem Land Berlin. Das Bundesverwaltungsgericht muss nun insbesondere festlegen, ab wann aus einer Jugendhilfe im Ausland eine Jugendhilfe im Inland wird. Beim Landkreis hält man das Ergebnis dieser Entscheidung für offen und erwartet ein großes Interesse daran - der Fall dürfte auch für andere Kommunen und den Niedersächsischen Landkreistag von großer Bedeutung sein.
fx
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat das gescheiterte Verbotsverfahren gegen die NPD als richtigen Schritt bezeichnet. Er sagte als Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, der Antrag der Bundesländer sei ein Paradebeispiel für den Föderalismus, den Zusammenhalt und eine gute Abstimmung insbesondere innerhalb der Sicherheitsbehörden der Länder gewesen.
Zum Urteil sagte Pistorius, es habe eine klar Linie aufgezeigt. In Parteien dürfe kein Platz für Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit sein – das sei ein wichtiger Erfolg für die Verfassung und Demokratie. Die Richter hätten die NPD nur wegen ihres eigenen politischen Misserfolgs nicht verboten.
Außerdem sollte in Reaktion auf das Gerichtsurteil die Parteienfinanzierung für verfassungsfeindliche Parteien so weit wie möglich eingeschränkt werden, so Pistorius.
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In Niedersachsen hat eine Grippewelle begonnen. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, wurden in der letzten Woche in mehr als einem Viertel der untersuchten Proben aus Arztpraxen Influenzaviren nachgewiesen. Der Präsident des Amts Dr. Matthias Pulz sagte, dass dieses Jahr der Influenza-Subtyp A H3N2 dominant sei. Er könne besonders für Menschen über 65 Jahren zum Problem werden. Gerade in diesem Alter sei deshalb eine Schutzimpfung sinnvoll. Da die Grippewelle oft bis April andauere, lohne sich die Impfung auch jetzt noch - selbst wenn sie 14 Tage brauche, um wirksam zu werden.
Das Landesgesundheitsamt fasst den Stand der Dinge bei den Grippe-Erkrankungen wöchentlich in einem Bericht zusammen, der im Internet auf der Seite www.nlga.niedersachsen.de heruntergeladen werden kann.
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Bei der evangelischen hannoverschen Landeskirche entwickelt sich ein Problem mit den Klingelbeuteln. Wie ein Pressesprecher sagte, nähmen mittlerweile viele Banken Münzgeld nur noch gegen Gebühr an - dies könne auch Einnahmen aus dem Klingelbeutel oder Sammelbüchsen treffen. Die Gemeinden seien verpflichtet, die Gelder aus der Kollekte umgehend zur Bank zu bringen und dabei dem vorgesehenen Spendenzweck zuzuführen. Die Landeskirche suche jetzt nach Wegen, wie dies auch künftig auf unkomplizierte und flexible Weise geschehen könne. Im Einzelfall müssten die Pfarrerinnen und Pfarrer vor Ort eine Regelung mit den jeweiligen Banken aushandeln.
Hintergrund des Problems ist eine Verordnung der EU. Banken müssen seit Anfang 2015 mit Spezialgeräten prüfen, ob Hartgeld echt und unbeschädigt ist. Die Sparda-Bank Hannover hatte in dieser Woche erklärt, als erste deutsche Bank in 23 ihrer 25 Filialen überhaupt kein Münzgeld mehr anzunehmen oder auszugeben. Bei der Sparkasse und den Volksbanken der Region Hildesheim ist die Münzgeldverweigerung bisher kein Thema.
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Das Projekt „NeSt - Network for Studying Health and Care“ der HAWK bekommt 162.000 Euro an Fördergeldern von Landesministerium für Wissenschaft und Kultur. Es ist als eines von sechs geförderten Projekten am HAWK-Standort Göttingen angesiedelt. Ziel von „NeSt“ ist, Geflüchtete und Migranten bei ihrem Weg zu gesundheitsbezogenen Studiengängen zu unterstützen. Viele Flüchtlinge strebten in medizinische Studiengänge, in denen es aber nur geringe Aufnahmekapazitäten für Menschen aus dem Ausland gebe, sagte Dr. Frauke Drewes. Man wollen ihnen zeigen, dass es im Gesundheitsbereich aber auch viele Alternativen gebe.
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