Algermissen ist gestern mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ ausgezeichnet worden. Der im Dezember 2015 entwickelte „Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune Algermissen“ fand laut der Gemeinde viel Anklang bei den Sachverständigen des vom Kinderhilfswerk und der UNESCO getragenen Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“. Mit Erhalt des Siegels verpflichtet sich Algermissen die im Aktionsplan beschlossenen Punkte: Vorrang des Kindeswohls, Kinderfreundliche Rahmengebung, Partizipation von Kindern und Jugendlichen und Informationen über Kinderrechte zu verwirklichen und sich von einer Kommission regelmäßig evaluieren zu lassen. Das Siegel wird mit der Möglichkeit auf Verlängerung vorerst für drei Jahre vergeben. Algermissen ist die zweite niedersächsische Kommune, welche mit dem Siegel ausgezeichnet wurde.
jsl
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen sowie auch die CDU sprechen sich gegen den rot-grünen Beschluss einer Pflegekammer zur Interessenvertretung und Weiterbildung des Bereichs Pflege aus. Laut Vorsitzender des LAG Birgit Eckhardt, könne eine berufsständische Vertretung dieser Art die bestehenden Probleme im Pflegedienst nicht lösen, da sie zu wenig Einfluss in Gremien habe. Vielmehr würden die Pflegekräfte durch die Einrichtung einer Pflegekammer und dem verpflichtenden Beitrag von bis zu acht Euro im Monat finanziell zusätzlich belastet. Es sind rund fünf Millionen Euro für den Betrieb der Pflegekammer kalkuliert, laut Eckardt sei unsicher ob das Budget überhaupt ausreiche. Das Geld solle besser in zufriedenstellende Tarifverträge und gut ausgebildetes Personal investiert werden.
Auch der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhold Hilbers äußerte Kritik am „aufgeblähten Verwaltungsapparat“ einer Pflegekammer, die die Interessen der rund 70.000 Beschäftigten kaum wirksam vertreten könne.
Filiz Polat, pflegepolitische Sprecherin der Grünen, sagte hingegen, mit dem Beschluss werde das Votum der Mehrzahl der Pflegekräfte umgesetzt. Am Dienstag ist der Gesetzesentwurf zur umstrittenen Pflegekammer von der Landesregierung beschlossen worden und geht nun an den Landtag.
jsl
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Karin Jahns, wünscht sich für Hildesheim mehr Betriebs- oder 24-Stunden-Kitas.
Sie sei davon überzeugt, dass das den Wünschen und Vorstellungen zahlreicher Eltern und vieler Arbeitgeber vor Ort entspreche, sagte Jahns zu Tonkuhle. Eine zeitlich verbesserte Betreuungssituation bringe den Familien Entlastung. Dass durch Kindertagesstätten mit flexiblen Betreuungszeiten Angebote wie die Elternzeit für Väter zurückgedrängt werden, glaube sie nicht, so Jahns. Städte mit einem guten Betreuungsangebot profitierten davon offensichtlich – so wiesen Potsdam oder Dresden hohe Geburtenzahlen auf und seien praktisch schuldenfrei. Hildesheim soll Mitte 2017 an der Goslarschen Landstraße die erste Betriebskindertagesstätte bekommen. Träger ist die Johanniter-Unfall-Hilfe.
cw
Timo Rittgerodt ist neuer Geschäftsführer des Kinder- und Jugendbereichs bei der Diakonie Himmelsthür in Sorsum.
Der 34-Jährige ist bereits Geschäftsführer des medizinischen Dienstes der Diakonie Himmelsthür. In den vergangenen anderthalb Jahren unterstützte er zudem seinen Vorgänger Burghard Guschel in der Leitung des Kinder- und Jugendbereichs, teilte die Einrichtung mit. Der Kinder- und Jugendbereich befindet sich den Angaben nach zurzeit im Umbruch: Um den Inklusionsanforderungen der jungen Menschen gerecht zu werden, soll das Wohn- und Schulangebot dezentralisiert und wohnortnah angeboten werden. Die Diakonie Himmelsthür ist mit über 2.000 Wohnangeboten und fast ebenso viele Arbeits- und Beschäftigungsangeboten für Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen der größte Träger von Leistungen der Eingliederungshilfe in Niedersachsen.
cw
Noch bis Montag können sich Bürger und Bürgerinnen an der Umfrage Zukunftsstadt beteiligen. An dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufenen Projekt nimmt auch die Stadt Hildesheim teil.
Ziel der Initiative ist es, anhand der ausgewerteten Umfrage Entwürfe für die Gestaltung der Wohn- und Lebenssituation in der Stadt voranzubringen. Die so ermittelten Handlungsempfehlungen werden daraufhin dem Oberbürgermeister vorgelegt, hieß es. Noch bis zum 15.Februar können Angaben zur Wohnzufriedenheit, Wünsche und Anregungen auf der Seite www.hildesheim.de/zukunftsstadtwohnen oder per Fragebogen im Stadtbüro aufgenommen werden. Mit der Teilnahme werde auch an der Verlosung zahlreicher Preise teilgenommen, meldet die Stadt.
jsl
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