Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hat sich am Wochenende zu den jüngst bekannt gewordenen Missbrauchs-Vorwürfen gegen seinen Amtsvorgänger Heinrich Maria Janssen geäußert. Er sagte am Samstagabend in einem Gottesdienst in Barsinghausen, er stehe „mit zitterndem Herzen“ vor den Gläubigen. Die Vorwürfe erfüllten ihn mit tiefer Trauer. Trelle sagte weiter, man werde den Fall weiter untersuchen und dem Verdacht entgegentreten, etwas verbergen zu wollen. Er bat darum, „beieinander zu bleiben“ und um die „unterstützende Kraft des Gebets“.
Am heutigen Sonntag ging ein Brief mit ähnlichem Inhalt an alle Gemeinden des Bistums. Trelle erinnert darin an den Entschluss vor fünf Jahren, bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch „mit Transparenz und Klarheit“ vorzugehen. Diesem Grundsatz fühle er sich auch in diesem Fall verpflichtet.
Janssen ist der erste deutsche katholische Bischof, dem mehrfacher sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen wird. Diese Vorwürfe kommen von einem früheren Messdiener und beziehen sich auf die Jahre 1958 bis 1963. Das Bistum hat sie geprüft und hält sie für glaubwürdig, hieß es am Freitag in einer Pressekonferenz.
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Die niedersächsische Ärztekammer hat das vom Bundestag beschlossene Verbot von Sterbehilfe-Organisationen begrüßt. Die Präsidentin Martina Wenker sagte in der „Neuen Presse“, sie sei sehr erfreut, dass es in dem Bereich nun keine Liberalisierung gebe. Ärztliche Hilfe bedeute konkrete Hilfe und nicht, Patienten einen „Giftbecher auf den Nachttisch zu stellen". Mit deren Angst und Krankheit Geschäfte zu machen, sei „das Allerletzte“.
Befürworter der Sterbehilfe sprachen stattdessen von einem schweren Schlag für die Patienten und verwiesen auf Umfragen, nach denen die Mehrheit der Bevölkerung Sterbehilfe befürwortet. Ärzte hätten nun in der Sache keine Rechtssicherheit mehr. Die Organisation „Dignitas“ mit Sitz in Hannover kündigte an, den Bundestagsbeschluss anzufechten, und das nötigenfalls auch vorm Bundesgerichtshof.
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Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat seine Wochenendpartie gegen Hertha BSC Berlin mit 1:3 verloren. Im eigenen Stadion geriet das Team in der 33. Minute durch einen Treffer von Salomon Kalou in Rückstand - der Berliner Stürmer schoss in der 60. Minute auch das zweite und drei Minuten vor Spielende das dritte Berliner Tor. Hannovers Hiroshi Kiyotake konnte in der 70. Minute nach einem Foul-Elfmeter auf 1:3 verkürzen.
Trainer Michael Frontzeck bezeichnete das Ergebnis als "bitter". Man habe den Schwung aus dem letzten Sieg gegen Hamburg mitnehmen wollen, Hertha aber habe sehr effektiv gespielt. Man werde aber den Kopf weiter oben behalten und sich für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag neu aufstellen.
fx
Der angekündigte Flugbegleiter-Streik trifft auch Norddeutschland.
In Hannover fallen zwei Verbindungen nach Frankfurt aus, um 14 Uhr 15 und um 19 Uhr 05. In Bremen entfallen die Verbindungen um 14 Uhr 30 und um 18 Uhr 50 nach Frankfurt. In Hamburg sollen laut der Flughafen-Internetseite sieben Flüge nach Frankfurt ausfallen.
Gestern war die Verhandlung zwischen der Gewerkschaft Ufo und der Lufthansa gescheitert. Die Flugbegleiter hatten daraufhin erklärt, heute ab 14 Uhr zunächst in Frankfurt und Düsseldorf streiken zu wollen. Fluggäste müssten sich für eine ganze Woche auf Flugausfälle einrichten, hieß es.
cw
Der ehemalige Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen soll Ende der 1950er Jahre bis Anfang der 1960er Jahre einen damaligen Ministranten sexuell missbraucht haben.
In einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bestätigte das Bistum Hildesheim einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, äußerte sich jedoch nicht zu Detailfragen. Dem Bericht nach soll der Bischof das Opfer zwischen dessen zehnten und 15. Lebensjahr durch Masturbation, Oral- und Analverkehr missbraucht haben. Weihbischof Heinz-Günter Bongartz sagte, nach interner Prüfung sei der Fall an die Zentrale Koordinierungsstelle der Deutschen Bischofskonferenz weitergeleitet worden. Dem Opfer wurden 10.000 Euro Entschädigung gezahlt. Bischof Norbert Trelle und Weihbischof Bongartz zeigten sich bestürzt: Der Fall sei im Frühjahr 2015 mit dem Wunsch des Opfers an das Bistum herangetragen worden, den Missbrauch vertraulich zu behandeln. Offenbar reichte dem heute knapp 70-Jährigen die gezahlte Summe nicht – er forderte eine Mehrzahlung, wendete sich dann doch an die Presse. Der Mann fordert zudem die Entfernung der Überreste Janssens aus der Bischofsgruft. Heinrich Maria Janssen war von 1957 bis 1982 Bischof von Hildesheim. Er starb im Oktober 1988. Nach ihm wurde auch die unmittelbar an das Kirchengelände angrenzende Bischof-Janssen-Straße benannt.
cw
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