Heute abend ist es in der Hildesheimer Innenstadt zu zwei Demonstrationen mit Bezug zur Corona-Pandemie gekommen. Zunächst wurde ab 17 Uhr auf dem südlichen Andreasplatz eine angemeldete Demo gegen das so genannte "Querdenken" mit über 400 Personen abgehalten, die laut Polizei störungsfrei verlief.
Ab 18 Uhr versammelten sich dann bis zu 250 Personen aus dem Querdenker-Milieu nicht angemeldet auf dem nördlichen Andreasplatz. Hier verhielten sich die Anwesenden der Polizei gegenüber unkooperativ und hielten sich nicht an die Aufforderungen, Abstand zu halten und eine Maske aufzusetzen. Auch eine Versammlungsleitung zeigte sich nicht. Sie zogen durch die Stadt bis zum Domhof, wobei die Polizei an verschiedenen Orten verhindern musste, dass es zu Konfrontationen mit Gegendemonstranten kam. Die nicht angemeldete Demo wurde auf Video aufgezeichnet, um Identitäten und Ordnungswidrigkeiten auch im Nachhinein feststellen zu können; die Ermittlungen liegen beim Staatschutzkommissariat der Polizeiinspektion Hildesheim.
Der Einsatz wurde durch den Landrat des Landkreises Hildesheim, Bernd Lynack, und den Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, den Leitenden Polizeidirektor Michael Weiner, persönlich begleitet. Insgesamt waren im Stadtgebiet 65 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen und die Diensthundführerstaffel der Polizeidirektion Göttingen.
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Die Silvesternacht ist für die Polizei und die Feuerwehr Hildesheim insgesamt ruhig verlaufen.
Den Einsatzberichten nach gab es für die Polizei einige Ruhestörungen und auch Hinweise auf vermeintlich unzulässiges "Böllern", wobei ein Verbot allerdings nur für bestimmte Plätze galt - tatsächliche Verstöße gab es hier nur wenige. Im Bereich von Bernwardstraße/Friedrichstraße wurde eine größere Personengruppe gemeldet, aus der heraus eine Schreckschusswaffe abgefeuert worden sollte, es wurde aber keine Waffe gefunden. Vor Ort wurde aber ein Beamter bei einer Widerstandshandlung leicht verletzt. In der Mozartstraße wurde ein Feuerwerkskörper vermutlich absichtlich auf die Terrasse eines Wohnhauses geworfen, auch kam es zu wenigen Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss.
Auch die Feuerwehr hatte kleinere Einsätze, vor allem mussten Hecken und Sträucher gelöscht werden. Auch lösten einige Rauchmelder aus, ohne dass es zu Bränden kam.
Gestern Nachmittag und heute am frühen Morgen kam es allerdings zu zwei schweren Verkehrsunfällen: Auf der B6-Nordtangente kam eine 28 Jahre alte Frau von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Sie wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, an ihrem Hyundai entstand Totalschaden. Heute gegen 7 Uhr fuhr dann ein Mann beim Abbiegen vom Römerring auf die Schützenallee einen zu weiten Bogen und sein Wagen stürzte in den Liebesgrund. Auch er wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
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Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat in seiner Predigt zum Jahreswechsel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt aufgerufen. Viele Auswirkungen der Corona-Pandemie konfrontierten die Menschen so stark wie Weniges zuvor mit Leid, Einsamkeit, Verlust und Tod, sagte er heute im Mariendom. Alle hofften, dass es bald besser werde, doch dabei hälfen weder Gleichgültigkeit noch ein gesellschaftliches Gegeneinander. Es reiche nicht, wenn jeder nur sich selbst der Nächste sei.
Dies gelte auch für andere Fragen wie etwa den Klimawandel oder Flucht. Man müsse das Leid Anderer wahrnehmen und solidarisch miteinander sein, so Wilmer. Mit Blick auf die Lage an der Außengrenze der Europäischen Union sagte er, dass in den Wäldern zwischen Polen und Weißrussland Migranten in der Hoffnungslosigkeit verharren müssten, sei skandalös. Derart großes Leid zu sehen und nicht zu helfen, widerspreche der christlichen Botschaft und den europäischen Idealen.
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Das niedersächsische Gesundheitsministerium bereitet sich auf einen steilen Anstieg der Infektionszahlen mit der Omikron-Variante des Coronavirus vor. Damit die Krankenhäuser weiterhin alle Patientinnen und Patienten gut behandeln können, würden alle zur Verfügung stehenden Mittel zur Eindämmung genutzt, sagte der Leiter des Krisenstabs der rot-schwarzen Landesregierung, Heiger Scholz. Dabei sei die bis zum 15. Januar verlängerte Weihnachtsruhe ein wichtiger Schritt. Ob bundesweit weitere Maßnahmen notwendig seien, würden die nächsten Tage zeigen.
Der Leiter des Landesgesundheitsamts, Fabian Feil, sagte, dass Omikron im Januar das Infektionsgeschehen beherrschen werde. Diese Variante sei deutlich ansteckender als die Delta, wenn auch jüngste Erkenntnisse über weniger schwere Verläufe vorsichtig optimistisch stimmten. Doch auch wenn dies zutreffe, stelle die zu erwartende große Anzahl der Infektionsfälle das Gesundheitssystem erneut vor eine große Herausforderung.
Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor fast zwei Jahren haben sich dem Ministerium zufolge 440.376 Menschen in Niedersachsen mit dem Virus infiziert. 6.814 Menschen seien an den Folgen des Virus gestorben, davon 4.045 allein in diesem Jahr.
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Eine neu gegründete Initiative ruft am kommenden Montag in Hildesheim zu einer Versammlung unter dem Titel "Unsere Stadt hat Querdenken satt" auf. Sie soll um 17 Uhr auf dem Andreasplatz beginnen, unter Berücksichtigung von Abstandsregeln und mit FFP2-Masken. In dem Aufruf heißt es, man sei ein loser Zusammenschluss von Azubis, Studis, Arbeitenden und Schüler*innen aus Hildesheim, die "die montägliche Propaganda der Querdenker satt habe". Man rufe alle Hildesheimer*innen dazu auf, zu zeigen, dass die bisher schweigende Mehrheit dieser "gefährlichen und unsolidarischen Hetze" widerspricht.
Die Polizei hat unterdessen angekündigt, bei den sogenannten „Spaziergängen“ von Querdenkern härter gegen Rechtsverstöße durchzugreifen. Dazu würden bereits ab nächster Woche „in größtmöglichem Umfang“ Kräfte der Bereitschaftspolizei bereitstehen, die zusätzlich von Bundespolizisten unterstützt würden, sagte Landespolizeipräsident Axel Brockmann. Das Innenministerium kündigte an, die Versammlungsbehörden aufzufordern, Beschränkungen wie das Abstandsgebot und die Maskenpflicht für Versammlungen per Allgemeinverfügung zu regeln. Verstöße dagegen würden geahndet, auch, wenn die Anzeigepflicht für Versammlungen missachtet werde.
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