Studierende in Niedersachsen müssen trotz der Corona-Pandemie an Präsenzprüfungen teilnehmen, wenn die Hochschule dies verlangt. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg entschieden. Es wies damit die Beschwerde eines Master-Studenten der Leuphana Universität Lüneburg gegen eine Entscheidung der Vorinstanz ab.
Die Hochschule hatte zuvor den Antrag des Mannes abgelehnt, eine Klausur angesichts der Pandemie nicht als Präsenzprüfung, sondern online von zu Hause schreiben zu dürfen. Zur Begründung verwies die Universität auf die Niedersächsische Corona-Verordnung, die es unter bestimmten Voraussetzungen wieder erlaube, Präsenzprüfungen abzuhalten. Die Hochschule habe ihre internen Regelungen entsprechend angepasst und ein Hygienekonzept entwickelt. In dem konkreten Fall hätten die Prüfer entschieden, dass von der nach wie vor bestehenden Möglichkeit der Online-Prüfung kein Gebrauch gemacht werden solle.
Das Oberverwaltungsgericht hält diese Entscheidung für rechtens. Die Beurteilung, in welcher Form die Klausur im Grundsatz zu erbringen sei, obliege den Prüfern, hieß es. Das angesichts überschaubarer Infektionszahlen in Norddeutschland und aufgrund wirksamer Schutzmaßnahmen eng begrenzte Gesundheitsrisiko einer Präsenzklausur rechtfertigte keine gegenteilige Einschätzung. Dass der Antragsteller als Raucher einer der vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogruppen angehöre, wertete das Gericht als nicht relevant.
fx
Bischof Heiner Wilmer hat diese Woche 18 Flaschen Weißwein der Sorte Müller-Thurgau bekommen - den "Weinzehnt" des Hildesheimer Weinkonvents. Die Flaschen sind die Pacht dafür, dass das Bistum dem Konvent den bischöflichen Weinbergs im Magdalenengarten zur Bewirtschaftung überlässt. Wilmer sagte, er freue sich immer diebisch, wenn er den Bischöfen aus dem Süden sagen könne, was für einen hervorragenden Wein es hier im Norden gebe.
Der Weinberg im Magdalenengarten wurde 1010 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Hobby-Winzer des Weinkonvents bewirtschaften ihn seit 1995. Dort wachsen Stöcke der kälteunempfindlichen Sorten Müller-Thurgau und Phoenix. Der Rebensaft wird bei einem Winzer im rheinhessischen Alzey professionell gekeltert und abgefüllt.
fx
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält dieses Jahr Weihnachtsmärkte trotz der Corona-Pandemie für möglich. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass er zum jetzigen Zeitpunkt eine Totalabsage für zu früh befände. Die Infektionsgefahr werde dadurch reduziert, dass die Märkte an der frischen Luft stattfänden. Er halte es deshalb für möglich, dass es Veranstaltungen unter der Überschrift Weihnachtsmarkt geben wird.
Weil sagte weiter, dass die Landesregierung für die nächste Stufe der Corona-Lockerungen im Oktober großzügigere Regelungen für private Feiern besprechen wird. Zugleich verteidigte er, dass sich die Regierung jetzt noch bei Corona-Lockerungen zurückhalte. Das Infektionsgeschehen im Land sei moderat, man liege immer deutlich unter dem Bundesdurchschnitt - das spreche dafür, dass der eingeschlagene Kurs so falsch nicht gewesen sei.
fx
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) weist mit Sorge auf den massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen hin. Dies gehe aus den kürzlich veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Über ein Viertel (28,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr sei die Jugendarbeitslosigkeit demnach gestiegen. Aktuell sind damit über 35.200 junge Niedersachsen ohne berufliche Perspektive.
Die wesentlichen Gründe für den starken Anstieg seien laut DGB eine wachsende Zahl von Auszubildenden, die nach ihrer Abschlussprüfung nicht übernommen wurden, und eine Verringerung der Ausbildungsangebote.
Die Politik müsse Unternehmen durch deutlich höhere öffentliche Investitionen Planungssicherheit bieten, damit diese alle jungen Fachkräfte übernehmen könnten, sagte Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB in Niedersachsen. Das nächste Ausbildungsjahr dürfe weder im Lebenslauf der Jugendlichen noch für die Betriebe verloren gehen.
sk
Am kommenden Sonntag findet in der Hildesheimer Innenstadt ein verkaufsoffener Sonntag statt. Unter dem Motto „Ein Sommertag in Hildesheim“ erwarten Besucherinnen und Besucher in der Zeit von 13 bis 18 Uhr neben geöffneten Geschäften auch verschiedene Aktionen, teilt Hildesheim Marketing mit.
Zudem eröffnet an dem Wochenende die vierte Kunstmeile in der Osterstraße und im Ostertor. Diese will bis zum 2. Oktober eine Plattform zwischen Kulturszene, Besuchenden und Händlerschaft bieten.
sk
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