Anfang nächster Woche soll auch in Hildesheim ein eigenes Diagnosezentrum für das neue Corona-Virus den Betrieb aufnehmen. Das sagte Harald Jeschonnek von der Kassenärztlichen Vereinigung Hildesheim heute gegenüber Radio Tonkuhle.
Wenn es in Betrieb ist, werden Patienten mit entsprechenden Symptomen vom Hausarzt dorthin überwiesen. Dort findet dann ein Rachenabstrich und gegebenenfalls eine weitere Untersuchung statt. Die Abstriche werden dann gesammelt ans Labor geschickt und ausgewertet, so dass die Patienten wahrscheinlich erst einen Tag später das Ergebnis erhalten. Bis dahin sollten sie sich nicht in die Öffentlichkeit begeben, so Jeschonnek. Das weitere Vorgehen koordiniere dann wiederum der Hausarzt. In keinem Fall sollten potentielle Patienten ohne Termin im Diagnosezentrum erscheinen - dies würde die Arbeitsabläufe stören.
Zunächst war geplant, in Hildesheim zwei solche Zentren einzurichten. Auch weil die Ausstattung mit der notwendigen Ausrüstung derzeit schwierig sei, werde man sich vermutlich zunächst auf das eine Zentrum konzentrieren, so Jeschonnek weiter.
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Die Agentur für Arbeit hat angesichts der derzeitigen Situation ihre Online-Dienstleistungen hingewiesen. Damit könnten KundInnen größere Menschengruppen vermeiden. Zwar müsse man für eine Arbeitslos-Meldung einmal persönlich vorstellig werden, aber der anschließende Antrag auf Arbeitslosengeld könne ebenso online gestellt werden wie eine Arbeitssuchend-Meldung oder etwa eine Krankmeldung.
Die entsprechenden Angebote finde man gebündelt unter der Adresse www.arbeitsagentur.de/eservices.
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Die Reihe von Absagen verschiedener Veranstaltungen wegen des neuen Corona-Virus geht weiter.
So sagte heute die Kulturfabrik alle Veranstaltungen für den März ab.
Die HAWK kündigte gestern an, dass alle Veranstaltungen des Sommersemesters mit externen Gästen ausfallen. Dazu gehören auch die Abschlussveranstaltungen der Fakultäten. Ausnahmen müssen mit dem HAWK-Präsidium abgestimmt werden.
Auch an der Universität Hildesheim gibt es Absagen, etwa für einen am 27. März angekündigten Infotag für Studieninteressierte. Diese sollten sich stattdessen für kleinere Themenveranstaltungen anmelden, die auf www.uni-hildesheim.de gelistet sind.
Ebenfalls abgesagt wurde die für Samstag geplante Anmeldung für das OlympiaCamp. Das Camp selbst soll stattfinden, die OrganisatorInnen arbeiten an einer Lösung.
Die Musikschule sagte das Konzert "Auf nach Angouleme" ab.
Von Seiten der Hildesheimer Landkreisverwaltung hieß es am Mittwoch, wegen der aktuellen Lage würden grundsätzlich alle eigenen Veranstaltungen mit mehr als 100 TeilnehmerInnen vorsorglich abgesagt. Bei Veranstaltungen mit unter 100 Personen werde individuell entschieden. Diese Regelung gelte zunächst vier Wochen lang. Bei Veranstaltungen von Dritten in den Räumen der Kreisverwaltung müssten diese entscheiden.
Auch im Kreis selbst werden Veranstaltungen vorsichtshalber verschoben, etwa die Frühjahrstagung der Heimatpflege in Bornum am Samstag, oder der 1. Hobbymarkt in Algermissen, der am Sonntag stattfinden sollte und nachgeholt werden soll - ein neuer Termin steht aber noch nicht fest.
Die Landesregierung hat außerdem gestern verfügt, dass dieses Jahr der Zukunftstag (früher auch Girls Day und Boys Day) ausfällt. Er war für den 26. März geplant. Man wolle - voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte - einen Ersatztermin ansetzen, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Die Gesundheit der Kinder und der Mitarbeitenden in den teilnehmenden Betrieben habe jetzt Priorität.
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Anmerkung: Die Situation verändert sich derzeit schnell - diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Zuletzt aktualisiert um 13:40 Uhr. Siehe auch unsere Meldung zu Ausfällen von Mittwoch.
Das Land Niedersachsen richtet einen Krisenstab ein, der dabei helfen soll, die weitere Ausbreitung des neuen Corona-Virus einzudämmen. Das sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem Gespräch mit dem Politikjournal "Rundblick". Dieser ersetzt die bisherige Koordinierungsstelle und stehe unter der Leitung des Sozialministeriums. Untergebracht werde der Krisenstab im Lagezentrum des Innenministeriums. Weil sagte, dass man eine stabsmäßige Organisation brauche, wenn die Zahlen steigen - und das werde geschehen. Einen genauen Zeitpunkt für die Aufnahme der Arbeit gebe es aber noch nicht.
Weiterhin solle zusätzliches Geld für Klinik-Ausrüstung wie Schutzkleidung, Beatmungsgeräte oder die Ausrüstung für Intensivbetten zur Verfügung gestellt werden. Dazu bereite man einen Nachtragshaushalt vor.
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Unbekannte Täter haben gestern gegen 2:50 Uhr einen Fahrkartenautomaten am Bahnhof in Barten gesprengt.
Den Ermittlungen der Polizei zufolge vernahm ein Zeuge zunächst Werkzeuggeräusche am Bahnhof. Kurz darauf liefen drei männliche Personen in Richtung eines Neubaugebietes davon.
Daraufhin wurde eine Fahndung mit mehreren Streifenwagen eingeleitet, unterstützt durch einen Polizeihubschrauber aus der Luft. Dies führte aber nicht zur Festnahme der Tatverdächtigen.
Sie entwendeten die Hartgeldkassette aus dem Automaten. Zur Höhe des Betrags gibt es bisher keine Angaben. Der entstandene Sachschaden am Fahrkartenautomaten wird auf ca.10.000 Euro geschätzt.
Zeugen, denen die Tatverdächtigen eventuell schon im Vorfeld der Tat aufgefallen sind oder die sonstige sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Nr. 05121/939-115 bei der Polizei Hildesheim zu melden.
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