Das Kultusministerium will mit einem überarbeiteten Flyer mehr Menschen für den Beruf des Lehrers oder der Lehrerin interessieren. Unter dem Titel „Gute Lehrkräfte braucht das Land. Ein Studium mit Perspektiven“ sind darin Informationen zu den Einstellungsperspektiven an den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen sowie Grundlegendes enthalten.
Ministerin Frauke Heiligenstadt sagte, Niedersachen und auch die anderen Bundesländer hätten zur Zeit einen sehr hohen Bedarf an Lehrkräften – und das werde absehbar auch so bleiben. Ein Lehramtsstudium sei deshalb eine Entscheidung für einen Beruf mit Zukunft. In einigen Fächern sei der Bedarf besonders groß – so etwa für Grundschullehrerinnen und -lehrer mit den Fächern Musik oder Sport. Die Uni Hildesheim ist in Niedersachsen ein großer Standort für die Lehrerausbildung für Grund, Haupt- und Realschulen.
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Der Zentralrat der Muslime mahnt die etablierten Parteien in Deutschland, nicht antidemokratische oder antimuslimische Standpunkte der AfD zu übernehmen. Der Vorsitzende Aiman Mazyek sagte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, der Ausgang des türkischen Verfassungsreferendums habe diese Entwicklung in der Politik noch verschärft.
Jetzt würden Dinge gesagt, die so auch von der AfD kommen könnten, etwa Forderungen nach einem speziellen Bekenntnis der Deutsch-Türken zum Grundgesetz. Dieses sehe nicht vor, dass sich Doppelstaatler oder hier geborene deutsche Muslime ausdrücklich zur Verfassung bekennen müssten. Es stelle sich die Frage, warum nun ausgerechnet bei Deutsch-Türken jetzt „Gesinnungsschnüffelei“ betrieben werde. Auch immer mehr Deutschen missfalle offenkundig leider die freiheitliche Demokratie, man würde sie aber deshalb kaum außer Landes deportieren wollen.
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Die Anschlussstelle Rhüden an der A 7 wird morgen in Fahrtrichtung Hannover den Tag über gesperrt. Grund dafür ist der 6-streifige Ausbau der Autobahn und die damit verbundene Sanierung der B82. Die Sperrung beginnt um 6 Uhr und soll um 18 Uhr beendet sein. Auf der Bundesstraße wird in der Zeit außerdem die Fahrbahn verengt.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf die benachbarten Anschlussstellen Bockenem und Seesen auszuweichen.
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Bei einem Prozessbeginn am Landgericht Hildesheim haben die drei Angeklagten aus Gronau heute zu den Vorwürfen gegen sie geschwiegen. Die beiden Männer und die Frau sollen einen Mann 37 Stunden lang festgehalten, geschlagen und sexuell misshandelt haben.
Das 36-jährige Opfer war bei seiner 45 Jahre alten Nachbarin zum Geburtstag erschienen. Gemeinsam mit den beiden 42 und 43 Jahre alten Mittätern soll diese am 22. Dezember letzten Jahres dem Mann Knochenbrüche im Gesicht und Prellungen am ganzen Körper zugefügt haben. Zu den Gewaltexzessen soll es laut Anklage aufgrund einer Flasche Wodka gekommen sein. Anschließend soll es auch zu sexuellen Übergriffen gegen den 36-Jährigen gekommen sein.
Als das gewalttätige Trio den Mann an Heiligabend aus der Wohnung ließ, um ihn zur Prostitution zu zwingen, gelang dem Opfer die Flucht. Seitdem sitzen die drei Angeklagten in Untersuchungshaft.
bjl
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat einen Vorschlag der niedersächsischen CDU abgelehnt, eine Obergrenze für Wölfe einzuführen. Es könne sein, dass der Wolf irgendwann nicht mehr zu den geschützten Arten in Deutschland gehören müsse - aber davon seien wir weit entfernt, sagte sie im NDR.
Angesichts der laufenden Diskussionen in Niedersachsen warb sie um mehr Verständnis bei den Wolfs-Kritikern. Als Europäer erwarteten wir etwa zum Beispiel von den Afrikanern, dass sie die Elefanten schützen, oder dass in Indien die Tiger geschützt werden. Die Deutschen hätten eine Verantwortung für die Wolfspopulation.
Entstehende Konflikte dadurch seien lösbar – schon jetzt könnten auffällige Tiere im Einzelfall getötet werden, und den Nutztierhaltern werde finanziell, und mit Zäunen und Herdenschutzhunden geholfen.
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