In dem Prozess um den vielfachen Kindesmissbrauch in Lügde ist heute am Landgericht Detmold das Urteil gesprochen worden. Beide Angeklagten wurden zu langen Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, meldet der NDR. Der 56-jährige Haupttäter Andreas V. muss für 13 Jahre in Haft. Den 34-jährigen Mitangeklagten Mario S. erwartet eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren.
Damit blieb das Gericht nur knapp unter den Forderungen der Detmolder Staatsanwaltschaft, die für den Haupttäter eine 14-jährige Freiheitsstrafe und für den Mitangeklagten eine Freiheitsstrafe von 12,5 Jahren gefordert hatte.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich beide Angeklagten in 271 Fällen des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs schuldig gemacht hatten. Richterin Anke Grudda nannte die Taten „abscheulich“. Auch nach zehn Verhandlungstagen bliebe die Fassungslosigkeit, so Grudda. Eine Vertreterin der Nebenklage betonte, dass die Täter zwar verurteilt seien, die juristische Aufarbeitung aber weiter gehen müsse.
sk
Nachdem es am Abend des 27. August in einem Gastronomiebetrieb in der Schuhstraße in Hildesheim zu einem Fall von gefährlicher Körperverletzung gekommen war, hat die Polizei heute früh (5.9.) Wohn- und Geschäftsräume in der Schuhstraße durchsucht. Wie die Polizei mitteilt, war es Dienstag vergangener Woche zu einer Schlägerei in der Gastronomie gekommen. Ein 37-Jähriger war von drei männlichen Personen geschlagen und getreten worden. Das Opfer musste im Anschluss in ärztliche behandelt werden. Polizeiliche Ermittlungen wiesen auf drei Tatverdächtige im Alter von 20, 27 und 31 Jahren hin. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Hildesheim einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnungen der Tatverdächtigen und den Gastronomiebetriebe. Dieser wurde heute gegen 7:30 Uhr umgesetzt. Unterstützt wurde die Polizei von Beamten der Zentralen Polizeidirektion und Spürhunden. Dabei wurde Beweismaterial sicher gestellt. Die drei Tatverdächtigen wurden festgenommen.
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Die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) hat eine Kreisgruppe im Landkreis Hildesheim ins Leben gerufen. Die ÖDP stehe seit mehr als 37 Jahren für eine Hinwendung zur Nachhaltigkeit entgegen dem Wachstumsstreben, erklärt Gruppen-Sprecher Henry Kucz. Darüber hinaus stelle die ÖPD eine unabhängige Alternative dar.
Erklärtes Ziel der Kreisgruppe sei es, die Hildesheimer Börde als lebenswerte Landschaft zu erhalten, betonte Kucz. Dafür möchte er der Reißnagel auf den Sitzen der Verwaltung sein. Als erste Forderung formulierte er die unverzügliche Prüfung der Verkehrsbedingungen vor Ort bei gemeinschaftlichen Institutionen. Da Landkreis hatte zuvor ein Tempolimit bei sozialen Einrichtungen jeder Art wegen mangelnden Bedarfs abgelehnt.
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Am kommenden Freitag findet der 4. Hildesheimer Firmenlauf mit drei Läufen von unterschiedlicher Länge nahe des Hohnsensee statt. Um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, sei es erforderlich, die Straße Hohnsen zwischen Innerste-Brücke und der Straße An den Sportplätzen während der Veranstaltung von 15.30 bis 18.30 Uhr voll zu sperren, erklärt Stadtpressesprecher Dr. Helge Miethe. Besucher werden gebeten, den Bereich zu umfahren und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Auch die Zufahrt zum Kleingartenverein ist von der Sperrung betroffen.
Wer mit dem Auto anreist, für den stehen Parkplätze in der Straße An den Sportplätzen und am Park-and Ride-Parkplatz Philosophenweg zur Verfügung. Der Parkplatz am Hohnsensee beim Restaurant Noah ist für Besucher gesperrt. Auch das Überlaufbecken steht zum Parken nicht zur Verfügung. Fahrzeuge, die in den Grünanlagen stehen, werden kostenpflichtig abgeschleppt.
sk
Mehrere niedersächsische Hochschulen wollen erforschen, wie sich der Wasserspeicher Harz an den Klimawandel anpassen kann. Das Vorhaben "Energie- und Wasserspeicher Harz" habe einen Umfang von 1,8 Millionen Euro, teilt die Technische Universität (TU) Clausthal mit. Ein großer Teil des Geldes für das Projekt kommt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Land Niedersachsen. Beteiligt sind neben der TU Clausthal die Tu Braunschweig, die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie die Harzwasserwerke und der Versorger HarzEnergie.
Ausgelöst wurde die Forschungsinitiative durch die Auswirkungen des Klimawandels 2017 und 2018 im Harz. Zunächst war die Region durch ein sogenanntes Jahrtausend-Hochwasser betroffen, dann folgte eine Dürreperiode mit Minusrekorden beim Niederschlag. Der Wasserspeicher Harz nimmt seit Jahrzehnten Aufgaben zum Hochwasser- und Niedrigwasserschutz sowie zur Trinkwasserversorgung und zur Bereitstellung regenerativer Energien wahr.
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