Angesichts zuletzt schwacher Leistungen hat Fußball-Oberligist VfV 06 Hildesheim den angekündigten Trainerwechsel schon jetzt vollzogen. Der Verein habe sich gestern einvernehmlich vom bisherigen Trainerduo Marcel Hartmann und Marc Vucinovic getrennt, heißt es in einer Mitteilung, und Ridha Kitar übernehme ab sofort die Verantwortung für die Mannschaft - sein Wechsel war erst vor kurzem für den Sommer angekündigt worden. Nun wird er heute das erste Mal das Training leiten.
Der Entscheidung sei zu Wochenbeginn ein langes und intensives Gespräch zwischen den Trainern und Präsidium sowie Vorstand des VfV vorausgegangen, heißt es weiter. Dies sei von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen, und beide Seiten seien nach eingehender Analyse zum Entschluss der Trennung gekommen. Der Verein wisse um die Verdienste von Hartmann und Vucinovic und bedauere sehr, dass der Mannschaft "nach den tollen Pokalerlebnissen im letzten Sommer die Euphorie und Siegermentalität nach und nach abhanden gekommen ist". Auch bemängele man, dass die Trainersituation in der Öffentlichkeit zuletzt ohne die notwendige Empathie geführt worden sei. Wer sich täglich mit vollem Einsatz für den Erfolg des Vereins und das Wohl der Spieler engagiere, verdiene auch in schwierigen Momenten eine respektvolle und ausgewogene Behandlung.
Die Vereinsführung erhoffe sich nun unter der Leitung von Ridha Kitar einen "sportlichen Turnaround", sehe aber auch die Mannschaft in der Pflicht, den eigenen Ansprüchen mehr als zuletzt gerecht zu werden.
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Das Bistum Hildesheim startet im April die dritte größere Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Diese solle auf den Erkenntnissen der Studien von 2017 und 2021 aufbauen, heißt es in der Ankündigung, und sich inhaltlich auf die Amtszeiten der Bischöfe Dr. Joseph Godehard Machens, Josef Homeyer, Norbert Trelle und Heiner Wilmer konzentrieren. Eine Gruppe von Experten verschiedener Fachrichtungen werde dafür über voraussichtlich zwei Jahre Berichten aus Pfarrgemeinden sowie Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen nachgehen und Lebensläufe von Tatverdächtigen rekonstruieren. Über eine Begleitgruppe soll dabei auch ein Informationsaustausch zwischen dem Forschungskonsortium, dem Bistum, der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord und dem Betroffenenrat Nord gewährleistet werden.
Bischof Wilmer sagte dazu, die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum habe für ihn weiterhin allerhöchste Priorität, und die Forschenden würden alle verfügbaren Informationen und jede mögliche Unterstützung erhalten. Für den Betroffenenrat Nord sagte Nicole Sacha, es sei wichtig, dass auch das Erleben der Betroffenen und Co-Betroffenen in der neuen Studie von zentraler Bedeutung sei, denn für sie seien der Missbrauch und seine Folgen tagtägliche Realität. So habe der Rat nach den Vorwürfen gegen den Bernwardshof - eine frühere Einrichtung der Vinzentinerinnen - größten Wert darauf gelegt, dass nun auch die Kinderheime Teil der Untersuchungen werden.
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Der HAWK-Absolvent Johann Griem hat in seiner Masterarbeit eine Idee für eine neue Nutzung leer stehender ehemaliger Horten- bzw. Galeria Kaufhof-Kaufhäuser entwickelt. Dafür hat er nun beim „Competitionline Campus Award 2025“ den ersten Preis erhalten, teilt die Hochschule mit.
Sein Entwurf, der insbesondere die typischen Horten-Gitterwerksfassaden erhält, leiste einen wesentlichen Beitrag zur Diskussion über den Erhalt und die Umnutzung von Nachkriegsarchitektur, heißt es im Gutachten der Abschlussarbeit. Griem habe systematisch den Bestand und die erhaltenswerten Qualitäten der Horten-Gebäude erfasst, so ein Mitglied der Wettbewerbsjury. Von ehemals etwa 60 Standorten hätten heute nur noch 19 die typische Fassade.
Zentrales Element der Arbeit ist eine mögliche Nachnutzung für das Haus in der Hildesheimer Almsstraße. Griem schlägt vor, hier Innenhöfe einzurichten und eine Kombination aus neuen Nutzungen wie einer Food-Markthalle, Handwerksbetrieben und Wohnbereichen zu schaffen. Die Jury nannte den Entwurf „äußerst reflektiert und zukunftsweisend“.
Außenansicht. Quelle für alle Bilder: HAWK
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Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der HAWK.
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In der Gemeinde Algermissen gibt es jetzt erstmals einen Gemeindeelternrat für Kitas. Er wurde gestern Abend im sOFA in Algermissen offiziell ins Leben gerufen, teilt der stellvertretende Vorsitzende Peter-Ulf Geisler mit - zur Vorsitzenden wurde demnach Nantke Buhmann gewählt. Vor einem Monat habe es bereits ein informelles Treffen gegeben, bei dem die Vorsitzende des Holler Gemeindeelternrates, Anna Sukop-Milani, von den dort gemachten Erfahrungen berichtet und für eine stärkere Vernetzung der Eltern im Landkreis Hildesheim geworben hatte - gerade angesichts von Themen wie den Kita-Verträgen, Gruppenschließungen oder der Einbindung von Eltern in den Kita-Alltag.
Dieses Treffen habe deutlich gemacht, dass ein Gemeindeelternrat eine zentrale Rolle spielen kann, so Geisler. Mit der Gründung in Algermissen gebe es nun in sieben der 18 Gemeinden des Landkreises eine solche Elternvertretung. Das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“, das Algermissen seit 2016 hat, sei ein besonderer Ansporn, sich aktiv für eine qualitativ hochwertige, transparente und familienfreundliche Kinderbetreuung einzusetzen.
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Angesichts der kommenden Urlaubs- und Reisesaison erinnert die Stadt Sarstedt an die Notwendigkeit, die Gültigkeit von Personalausweisen und Reisepässen zu überprüfen. Sollte ein neuer Ausweis notwendig sein, könne die Bearbeitung derzeit bis zu sechs Wochen dauern, so Bettina Döring vom Sarstedter Bürgercenter - und zu Ferienzeiten und Feiertagen könne sich die Wartezeit auch auf bis zu zehn Wochen verlängern.
Für die Ausstellung eines Personalausweises für Personen unter 16 Jahren sei darüber hinaus die Zustimmung der Sorgeberechtigten erforderlich, und für die Ausstellung eines Reisepasses liege die Altersgrenze für diese Zustimmung beim 18. Lebensjahr. Für Kinder gebe es seit dem letzten Jahr keine Kinderreisepässe mehr - um mit dem Kind zu verreisen, müsse entweder ein Personalausweis oder ein Reisepass ausgestellt werden. Vorläufige Reisepässe könnten nur in begründeten Einzelfällen ausgestellt werden, sofern weder ein regulärer noch ein Express-Pass ausgestellt werden kann. Hierfür müssten dann entsprechende Nachweise erbracht werden.
Weitere Fragen zum Thema beantwortet das Sarstedter Bürgercenter unter
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