Das Kohlekraftwerk in Mehrum bei Peine soll ab diesem Monat wieder mehr Strom produzieren. Das hat die Landesregierung bekannt gegeben - dies sei eine Reaktion auf die Ausrufung der zweiten Alarmstufe im Notfallplan Gas. Das Kraftwerk war Ende letzten Jahres heruntergefahren worden, hielt aber weiter Reservekapazitäten vor. Nun müsse, um die Stromerzeugung dort wieder voll anlaufen zu lassen, noch mehr Kohle angeliefert werden, hieß es - die Anlage selbst sei betriebsbereit.
Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies sagte, angesichts der Drosselung russischer Gaslieferungen müsse gehandelt werden. Man müsse sich dabei auch darauf vorbereiten, dass die dritte und höchste Stufe des Notfallplans ausgerufen werde, auch wenn dies nicht sicher sei. Es sollte nicht soweit kommen müssen, dass etwa Industriebetriebe deshalb abgeschaltet werden müssen. Deshalb müssten heute alle Maßnahmen ergriffen werden, um so wenig wie möglich Gas in der Zeit zu verbrauchen, in der wir noch sparen können.
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Die Polizeidirektion Göttingen hat eine für den 10. Juli angekündigte Fahrraddemo der Hildesheimer Fridays For Future-Gruppe (FFF) auf einem Abschnitt der Autobahn 7 untersagt. Sie hatte als obere Versammlungsbehörde nach eingehender Prüfung eine andere Rechtsauffassung als die Stadt Hildesheim, die die Demo genehmigt hatte, so die Polizei. Die Stadt werde somit angewiesen, die Demo nicht in dieser Form zu bestätigen.
Fridays For Future Hildesheim zeigte sich in einer ersten Stellungnahme „entsetzt über dieses unerwartete, kurzfristige und unverhältnismäßige Eingreifen der Polizeidirektion Göttingen“, das die „vertrauensvolle Zusammenarbeit von Aktivist:innen und Versammlungsbehörde derart über den Haufen“ werfe. Die Gruppe kündigte an, sich juristisch gegen diese Verfügung wehren zu wollen.
Die Demo sollte am Hildesheimer Bahnhof beginnen und dann ab dem Anschluss Hildesheim bis zur Abfahrt Drispenstedt auch über die A7 führen.
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Auf der Bundesstraße 494 ist es nahe der Autobahnabfahrt Drispenstedt heute Mittag zu einem schweren Unfall gekommen. Wie die Polizei meldet, verlor der Fahrer eines Sattelzugs offenbar das Bewusstsein und rammte zwei Autos, die vor einer Ampel warteten. Die Insassen dieser Autos blieben unverletzt, der LKW rollte noch etwas weiter und kam dann zum Stehen. Der Fahrer wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er das Bewusstsein wiedererlangte. An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro, die Bundesstraße musste in Richtung Asel für etwa 90 Minuten gesperrt werden.
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Nach einer Zeit steter Rückgänge sind die Arbeitslosenzahlen in den Kreisen Hildesheim und Peine im Juni wieder angestiegen. Wie die Agentur für Arbeit mitteilt, ist dies jedoch fast ausschließlich auf Geflüchtete aus der Ukraine zurückzuführen: Diese seien zum 1. Juni in die Grundsicherung des Jobcenters überführt worden, so dass sie nun erstmals Teil der Statistik der Agentur sind. Rechne man sie heraus, zeige sich der Arbeitsmarkt robust und trotz steigender Energiepreise, Inflation und des Ukrainekriegs noch unauffällig, so die Vorsitzende der Geschäftsführung Evelyne Beger.
Die Zahl der Arbeitslosen lag somit bei 12.993, 786 Personen mehr als im Mai. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,5 auf 5,9 Prozent. Der Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter verzeichnete im Juni 3.502 Stellen, die meisten davon im Verarbeitenden Gewerbe, gefolgt von Heimen und dem Einzelhandel.
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Der in Hildesheim gedrehte Kurzfilm "Findelleiche" ist beim Bundesfestival Film in Augsburg mit dem Deutschen Generationenfilmpreis ausgezeichnet worden. Die Jury hob dabei die Sprachdisziplin des Drehbuches und die Besetzung hervor, die aus Studierenden der Universität, aber auch erfahrenen Schauspielerinnen und Schauspielern wie etwa Martin Semmelrogge besteht. Durch die Auszeichnung ist der Film für das Europäische Filmfestival der Generationen in Frankfurt nominiert, das im Oktober beginnt.
"Findelleiche" ist eine schwarze Komödie um einen Medizinstudenten, der im Hildesheimer Fundbüro auftaucht, weil er seine Leiche für die Abschlussprüfung im Bus vergessen hat. Die Idee dafür entstand in einem Uni-Seminar zu Radikalität im Film. Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2020 vor Ort im Fundbüro statt.
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Am Mittwoch kam es in verschiedenen Supermärkten in Hildesheim zu mehreren Tachendiebstählen. Laut Polizei waren vor allem die Einkaufsmärkte in der Heerstraße und der Straße In der Schratwanne...
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