Nach dem Verwaltungsgericht Hannover hat nun auch das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eine angemeldete Fahrraddemo auf den Autobahnen 7 und 37 verboten. Das Gericht wies in einem Eilbeschluss eine Beschwerde der Veranstalter von Fridays For Future gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts ab. Sie wollten am morgigen Freitag zwischen 12:30 und 16:30 Uhr mit 600 bis 800 Personen über die A7, die A37 und den Messeschnellweg nach Hannover fahren und hatten dies bei der Stadt Hildesheim angemeldet. Diese lehnte die Autobahnfahrten ab und wies eine Alternativroute über die B6 zu, mit einer Kundgebung am Anschluss Hildesheim mit Sicht auf die A7.
Das Oberverwaltungsgericht bestätigte die Argumentation der Stadt Hildesheim und des Verwaltungsgerichts, dass die Versammlungsfreiheit durch das Autobahnverbot nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt werde und im anderen Fall erhebliche Gefahren bestanden hätten.
Fridays For Future will mit der Aktion für eine umfassende Verkehrswende und einen Baustopp für Autobahnprojekte in Niedersachsen demonstrieren. Neben Hildesheim sind auch Peine, Wunstorf und die Wedemark Startpunkte für eine Sternfahrt, die gegen 16 Uhr in Hannover auf dem Waterlooplatz enden soll. Startpunkt in Hildesheim ist um 13 Uhr der Angoulêmeplatz.
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Die Hildesheimer HAWK und die Universität Göttingen haben zusammen das Evaluierungswerkzeug "klimeva" für Klimaziele entwickelt. Es soll Kommunen und Betrieben dabei helfen, ihre Mobilität, beispielsweise die Flotte der Dienstfahrzeuge, umweltfreundlicher zu planen, heißt es in einer Mitteilung. Dabei werde auch gleich berechnet, wie viel CO₂ eine Klimaschutzmaßnahme wie etwa die Einführung von Dienstfahrrädern einsparen würde - so werde das Mobilitätsmanagement um eine übersichtliche Umwelt-Kosten-Nutzen-Rechnung ergänzt. Diese Verknüpfung sei das zentrale Alleinstellungsmerkmal des Systems, so die HAWK: Es sei also möglich, explizit auch die einzelwirtschaftlichen Einspareffekte und Renditen von Klimaschutzmaßnahmen zu evaluieren. Dies werde mit Blick auf die geplanten Erhöhungen des CO₂-Preises und anderer Maßnahmen zukünftig noch an Bedeutung gewinnen.
Zudem lasse sich "klimeva“ auch sehr leicht bedienen: Der Zugriff auf die Datenbank erfolge über den Internetbrowser, in dem sich zeitgleich mehrere Maßnahmen evaluieren ließen. Das System informiere auch darüber, wie und bis zu welchem Grad ein Ziel bereits erreicht wurde, mit detaillierten Informationen und Auswertungen in tabellarischer und graphischer Form. In diesem Herbst soll das System der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ziel sei, es auch kommerziell zu vermarkten. Weitere Informationen gibt es im Internet bei der HAWK.
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Die neu eingerichteten Radfahrstreifen auf der Goslarschen Straße in der Hildesheimer Innenstadt sind nun offiziell freigegeben. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer sagte bei einem Ortstermin am Mittag, dieses Projekt sei ein neuer Meilenstein, der zeige, dass die Stadt den Radverkehr wirklich stärken wolle. Dabei sei nicht das Ziel, den Autoverkehr unattraktiver zu machen, die Zeit der alleinigen Vorrangigkeit des Autos sei aber vorbei.
Die Stadt habe zudem kein eigenes Geld einsetzen müssen: Die Kosten von 400.000 Euro für den Umbau der Straße seien zu 40 Prozent vom Land und zu 60 Prozent vom Bund durch Fördermittel übernommen worden. Da die Kreuzung Immengarten mit der Ampelschaltung noch nicht fertig sei, werde vorübergehend noch mit einzelnen gelben Fahrbahnmarkierungen gearbeitet. Die Ampel werde im November endgültig umgebaut, dann sei die Maßnahme abgeschlossen. Zum PvH hin wurden keine Markierungen gesetzt, da dieser Bereich demnächst separat angegangen werden soll.
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Der Hildesheimer Kreisverband des Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat das jüngst gezogene Fazit der Stadt Hildesheim zum ersten "Pop Up-Radweg" am Fuße der Marienburger Höhe kritisiert. In einer Mitteilung heißt es, man widerspreche vehement den Schlussfolgerungen, dass zur Verbesserung der Situation am so genannten "Klingeltunnel" langjährige Planungen und danach ein großer Geldeinsatz in Millionenhöhe nötig seien. Es gebe stattdessen einfache und preiswerte Lösungen für das Problem.
Eine habe eine Aktion aus dem Jahr 2019 bereits aufgezeigt: So könne etwa der Autoverkehr auf die Höhe bereits im Übergang von der Straße "Am Kreuzfeld" zur Marienburger Straße auf die linke Spur geschickt werden - ein Großteil der Autos fahre jetzt bereits so. Damit wäre die rechte Spur frei, so dass die Autos aus der Struckmannstraßen-Auffahrt direkt dort auffahren könnten und keine Einfädelspur mehr bräuchten. Diese könnte dann dem Radverkehr zugeschlagen werden, um die Situation etwa vor dem dortigen Supermarkt zu verbessern. Eine solche kurze Radspur könne zwar nur ein Anfang für spürbare Verbesserungen im Stadtteil sein, aber sie wäre ein schnell zu realisierender Anfang, so der VCD.
Von Seiten der Stadt hieß es dazu, auch eine kurzfristige und temporäre Lösung brauche eine Planung und gute Vorüberlegung. Man werde die Planung für die Marienburger Str. im nächsten Jahr beginnen. Zudem seien zur Zeit noch andere Maßnahmen wie Sedanallee, Hohnsen und Kardinal-Bertram-Str. planerisch in Arbeit, die erst abgeschlossen werden sollten.
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Ergänzt 12 Uhr: Reaktion der Stadt, letzter Absatz
Die Herberge zur Heimat Himmelsthür zeigt morgen und am Samstag zu ihrem 141-jährigen Bestehen eine Ausstellung mit Portraits über Menschen, die das Thema „Zuhause“ bewegt. Die 20 großformatigen Bilder können jeweils von 13 bis 17 Uhr vor dem Theater für Niedersachsen betrachtet werden, teilt die Einrichtung mit.
Die Ausstellung wird morgen um 14 Uhr durch den Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Diakonie Himmelsthür-Vorstand Florian Moitje und die Geschäftsführerin der Herberge, Daniela Knoop, offiziell eröffnet. Sie solle auf die wohnungslosen Menschen aufmerksam machen, die in der Herberge zur Heimat ein „Zuhause auf Zeit“ gefunden hätten, hieß es weiter. Für die Betroffenen sei es ein großer Schritt, sich einzugestehen, dass sie ihre Probleme nicht allein bewältigen könnten. Die Herberge unterstützt Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder bereits betroffen sind und bietet stationäre als auch ambulante Hilfe. Hilfesuchende ohne feste Bleibe können sich z.B. dort aufwärmen, erhalten Mahlzeiten und werden in Wohngemeinschaften durch Sozialarbeiter betreut.
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