In der Diskussion über Einschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie hat sich der Hildesheimer evangelische Superintendent Mirko Peisert dafür ausgesprochen, den sonntäglichen Gottesdienst für alle Menschen offen zu halten. Er sagte in einem "Pro und Kontra" des evangelischen Pressedienstes, er halte es für "hochproblematisch", wenn sich Präsenzgottesdienste ausschließlich an Geimpfte und Genesene wenden. Er selbst sei geimpft und werbe dafür, könne es aber theologisch nicht rechtfertigen, Menschen aufgrund ihrer Einstellung zur Impfung vom Gottesdienst in der Kirche auszuschließen.
Die Kirchen sollten dazu beitragen, einer weiteren Polarisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken, so Peisert, es brauche dabei eine kluge Differenzierung bei den Zugängen zu Präsenzgottesdiensten. In seinen Augen habe die Kirche - allein schon, um der Religionsfreiheit Rechnung zu tragen - sogar die Pflicht, allen Menschen Räume für das Gebet offenzuhalten - und das nicht nur digital.
Eine Gegenposition vertrat der Hittfelder Superintendent Dirk Jäger. Er könne nicht nachvollziehen, dass die evangelische Kirche lange Zeit bewusst auf Beschränkungen verzichtet habe. Wenn in den Weihnachtsgottesdiensten jedem Ungeimpften Zugang gewährt werde, schließe das durch die dann nötigen Abstandsregeln viele andere aus. Er frage sich, ob damit nicht die Falschen geschützt werden. Die persönliche Freiheit ende für ihn dort, wo sie andere gefährde, und es gebe auch eine „Bringschuld“ derer, die in der Wahrnehmung ihrer individuellen Rechte die Gemeinschaft belasteten. Angesichts der Haltung mancher Impfgegner sagte er, man müsse als aufgeklärter Christ nicht "für jeden Unsinn" Verständnis zeigen.
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Am Wochenende ist die Wunschbaumaktion der Stadt für dieses Jahr gestartet. In der Tourist Information am Marktplatz steht ein Weihnachtsbaum, an dem Karten hängen. Darauf haben Kinder aus benachteiligten Familien einen Wunsch notiert. Wer einen der Wünsche erfüllen möchte, kann sich bis zum 9. Dezember eine Karte vom Baum holen und das Geschenk dann bis zum 10. Dezember im Foyer des Stadtbüros abgeben.
Eine Weihnachtsfeier gibt es - wie letztes Jahr - wegen der aktuellen Lage nicht. Die Geschenke werden stattdessen in den Kinder- und Jugendhäusern überreicht. Mit der Wunschbaumaktion sind den Organisatoren nach nicht nur Kinder aus Familien angesprochen, die sogenannte Transferleistungen wie „Hartz IV“ oder Grundsicherung beziehen. Eine Überprüfung der finanziellen Familiensituation habe es ausdrücklich nicht gegeben: Da die gesamte familiäre Situation ausschlaggebend sei, habe die Ausgabe der Wunschkarten erneut über die Kinder- und Jugendtreffs und das Kinder- und Jugendrestaurant „KBert“ stattgefunden.
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Der Hildesheimer Stadtordnungsdienst soll künftig noch besser mit der Polizei zusammenarbeiten. Die Stadt und die Inspektion Hildesheim haben deshalb nun einen Kooperationsvertrag geschlossen. Man wolle so ein besseres Sicherheitsgefühl für die Bürgerinnen und Bürger erreichen, sagte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Ein wesentlicher Teil der Vereinbarung seien gemeinsame Streifen in der Innenstadt.
Wenn die Pandemie es zulasse, werden ab Januar auch die Mitarbeitenden der Stadtstreife im Einsatzdienst der Polizei hospitieren. So soll die Stadtstreife einen Überblick über die Brennpunkte bekommen und in den dortigen Szenen mehr Akzeptanz finden. Auch solle mittelfristig die Kommunikation beider Seiten verbessert werden, etwa über Funkgeräte.
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Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim ist mit dem heutigen Montag auf 163,0 angestiegen. Das teilt der Landkreis mit. Damit setzt sich der stete Anstieg der letzten Tage weiter fort. Die Zahl der bekannten infektiösen Fälle stieg von 556 vor dem Wochenende auf nun 673. Die Zahl der Menschen in stationärer Behandlung wurde mit 20 angegeben.
Die Landesregierung wird am morgigen Dienstag über Änderungen in der Coronaverordnung des Landes informieren - die dann bereits am Mittwoch in Kraft treten.
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Der Wiedehopf (Upupa epops) ist der Vogel des Jahres 2022. Er erhielt bei der öffentlichen Wahl über das Internet mit über 45.500 fast ein Drittel aller abgegebenen Stimmen, teilen der Naturschutzbund NABU und sein bayerischer Partner LBV mit. NABU-Geschäftsführer Leif Miller sagte, der Wiedehopf sei mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube einer der auffälligsten heimischen Vögel. Viele Wähler hätten sich aber sicher auch mit seinem Wahlslogan ‚Gift ist keine Lösung‘ identifiziert. Der Wiedehopf benötige halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – und viele Insekten gebe es nur ohne Pestizideinsatz.
In Deutschland habe er noch bis 2005 als „ausgestorben“ auf der Roten Liste gestanden, heute soll es bis zu 950 Brutpaare geben – 35 davon in Niedersachsen. Gute Gegenden, um einen Wiedehopf zu sehen, seien der Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, Rheinhessen oder die Bergbaufolgelandschaften in der Lausitz.
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