Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sieht in der Osterbotschaft ein Zeichen der Hoffnung auch in dieser Zeit. In seiner Predigt in der Festmesse zum Ostersonntag im Mariendom sagte er, Ostern bedeutete, dass Corona "uns nicht in den Klauen" habe. Auch der Tod "besiege uns nicht". Die Menschen seien geborgen in den Armen Gottes, unabhängig von Rasse, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung.
Der Gottesdienst wurde im Internet übertragen und kann bis Mittwoch auf www.youtube.com/bistumhildesheim auch nachträglich angesehen werden, auf www.bistum-hildesheim.de gibt es die Predigt zudem als Audiodatei. Im Dom galt ein BesucherInnenlimit von 80 Personen.
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Unbekannte haben in der Nacht auf Karfreitag in Söhlde Graffitis gesprüht - darunter drei Hakenkreuze. Wie die Polizei berichtet, ist der Bereich der Martin-Luther-Straße
sowie der Schulstraße betroffen. Durch die Taten entstanden Sachschäden von etwa 1.000 Euro.
Die Polizei Bad Salzdetfurth hat nun zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von verfassungsfeindlichen Kennzeichen, eines wegen gemeinschädlicher
Sachbeschädigung und zwei wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Insbeondere um den Tatzeitraum eingrenzen zu können, bittet die Polizei mögliche Zeugen sich unter 0 50 63 - 90 10 zu melden.
Bereits zwischen dem 28. und 29. März wurde in direkter Nähe - am Vereinsheim des TSV Söhlde - ein Graffiti an die Außenfassade gesprüht. Ob ein Zusammenhang besteht, wird mit untersucht.
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Die niedersächsische Landesregierung hat Hildesheim als eine von 14 Kommunen als sogenannte Modellkommune zugelassen. Wie das Gesundheitsministerium heute mitteilt, wurden neben Hildesheim die Städte Aurich, Achim, Braunschweig, Buxtehude, Cuxhaven, Einbeck, Emden, Hann. Münden, Lüneburg, Nienburg/Weser, Norden und Oldenburg sowie die Samtgemeinde Elbtalaue ausgewählt. In einer zweiten Runde sollen elf weitere Modellprojekte zugelassen werden.
Die ausgewählten Kommunen könnten nun damit beginnen, sichere Zonen einzurichten, in denen etwa Einzelhandelsgeschäfte, die Außenbereiche von Restaurants und Cafés, Fitnessstudios, Kinos, Theater und Galerien öffnen dürfen, so die Landesregierung. Der Zutritt zu einer sicheren Zone sei nur möglich, wenn ein negativer Antigen-Schnelltest vorliege und die von der Kommune vorgegebene App zur Kontaktnachverfolgung genutzt werde. Selbsttests würden dabei nicht akzeptiert. Die Modellkommunen müssten zudem sicherstellen, dass genügend Testkapazitäten vorhanden sind.
Zweck der Modellkommunen sei es, eine Grundlage für spätere kontrollierte und gezielte Lockerungen zu schaffen, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Die 14 Kommunen trügen damit eine hohe Verantwortung bei der Gestaltung der sicheren Zonen. Das Gesundheitsministerium werde den Verlauf intensiv beobachten.
Für das Hildesheimer Projekt sei die an das Gesundheitsamt des Landkreises gekoppelte digitale Nachverfolgung ein zentraler Baustein, hieß es von Seiten der Stadt. Diese soll verpflichtend über die App "Checkpoint", die bereits im Testzentrum auf dem Platz an der Lilie zum Einsatz komme, erfolgen. Damit werde sichergestellt, dass nur negativ getestete Personen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Stunden teilnehmende Betriebe im Projektgebiet besuchen können.
Dieses geht vom Hauptbahnhof im Norden zum Neustädter Markt im Süden sowie von der Kardinal-Bertram-Straße/Bischof-Janssen-Straße im Westen zur Zingel/Bahnhofallee im Osten. Voraussichtlich vom 12. April bis einschließlich 2. Mai soll es Betrieben dort ermöglicht werden, jeweils zwischen 9 und 21 Uhr unter fest definierten Bedingungen zu öffnen. Ziel des Ganzen ist es, zu erproben, ob mithilfe konsequenter Testungen und einer digitalen Kontaktnachverfolgung die Öffnung der genannten Bereiche verantwortet werden kann.
Wissenschaftlich begleitet werde das Projekt von der Universität Hildesheim und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen sowie medizinisch vom Ärztlichen Leiter des Hildesheimer Rettungsdienstes, Professor Dr. Georg von Knobelsdorff, und dem Gesundheitsamt Hildesheim. Nach Abschluss werde der Modellversuch evaluiert und ein Erfahrungsbericht verfasst, der dem Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt wird. Projektpartner sind zudem die DEHOGA, die IHK und die Werbegemeinschaft „Die Freundlichen Hildesheimer“.
Weitere Einzelheiten zum Projekt „Modellkommune Hildesheim“ würden unter www.hildesheim.de/modellkommune in den nächsten Tagen veröffentlicht. Sobald die Informationen online sind, werde die Öffentlichkeit darüber informiert.
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Bischof Heiner Wilmer ist in der Osterwoche morgens im Deutschlandfunk zu hören. Wie das Bistum mitteilt, spricht er dort von Dienstag bis Samstag jeweils gegen 6.35 Uhr die Morgenandachten. Die Themen dieser Beiträge seien "Maria Magdalena", "das Grundrecht auf Hoffnung", "das Lied der Lieder", "die Hoffnung ist gefährlich" und "die biblische Figur Mose".
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Der Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat zu Ostern eine neue Videobotschaft veröffentlicht. Er schwört darin die Menschen darauf ein, weiter durchzuhalten. Die Folgen der Einschränkungen seien gravierend, und wir alle seien es leid, auf so vieles zu verzichten, was uns wichtig sei. Diese Pandemiemüdigkeit dürfe aber nicht zu Leichtfertigkeit führen, denn die Krise sei noch lange nicht überstanden - stattdessen seien wir mitten in der dritten Welle.
Auch er habe sich gewünscht, zu diesem Zeitpunkt im Jahr schon weiter zu sein. Man sollte aber dennoch nicht resignieren: Mit dem Verzicht über Ostern sei letztes Jahr die erste Welle gebrochen worden.
Mit Blick auf die Bewerbung als Modellkommune sagte Meyer, er hoffe, dass Hildesheim dafür ausgewählt werde und dann zeigen könne, dass mit den richtigen Maßnahmen die Fallzahlen nicht steigen müssten. Es müsse aber auch klar sein, dass selbst damit keine echte Normalität geben wird. Es sei wichtig, sich weiter an die Vorgaben zu halten, auch damit das Virus nicht weiter mutiere und Resistenzen entwickele.
Die Auswahl der rund 25 niedersächsischen Modellkommunen erfolgte am Samstag.
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