Die Niedersächsische Landesregierung hat einen Koordinator für die Rückholung der radioaktiven Abfälle aus dem maroden Bergwerk Asse im Kreis Wolfenbüttel ernannt. Der Atomexperte Andreas Sikorski werde dafür eine eigene Geschäftsstelle im Umweltministerium erhalten, heißt es in einer Mitteilung. Sikorski leitet dort die Abteilung 4 "Atomaufsicht und Strahlenschutz", zuvor war er Präsident des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Energie.
Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte, man schaffe so eine starke und effiziente Organisationseinheit, um die Rückholung der rund 126.000 Fässer mit Hochdruck voranzutreiben. Planung, Umsetzung und Kommunikation würden an zentraler wie auch öffentlicher Stelle vereint, und die Akteure aus Verwaltung, Politik, Verbänden, Bürgerinitiativen und auch der Zivilgesellschaft erhielten eine zentrale Anlaufstelle.
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Die Umweltschutzorganisation Nabu hat für Aktion "Stunde der Wintervögel" einen neuen Rekord bei der Beteiligung gemeldet. Am vergangenen Wochenende fand die nach eigenen Angaben größte Mitmach-Aktion Deutschlands zum elften Mal statt. Interessierte waren dabei aufgerufen, eine Stunde lang in Gärten oder Parks die Vogelwelt zu beobachten und zu protokollieren. Mit den so erhaltenen Zahlen und Angaben möchte der Nabu ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt erhalten, wobei Häufigkeiten und Trends von Populationen im Vordergrund stehen.
In der vorläufigen Top Ten in Niedersachsen lande der Haussperling auf dem ersten Platz, gefolgt von Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling. Die Plätze sechs bis zehn belegen Ringeltaube, Buchfink, Elster, Rotkehlchen und Rabenkrähe. Die neue Rekordteilnahme von über 15.300 in Niedersachsen wird auch mit dem Corona-Lockdown erklärt. Noch bis zum 18. Januar können Beobachtungen unter www.stundederwintervoegel.de nachgemeldet werden.
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Zum Start der Notbetreuung in den niedersächsischen Kindertagesstätten haben die Kommunen die bisherigen Vorgaben des Lands kritisiert. Der Niedersächsische Landkreistag bemängelte, dass landesweite Kriterien darüber fehlten, wer die Notbetreuung nutzen dürfe. Der Geschäftsführer Hubert Meyer sagte, dass damit die alleinige Verantwortung wieder vor Ort bei den Kommunen liege - obwohl man zum wiederholten Male gefordert habe, dass das Land allgemein die entsprechende Berufsgruppen festlegt.
Kritik gab es auch von der Landeselternvertretung. Sie forderte mit Blick auf die verfügbaren Kita-Plätze mehr Transparenz. Die Landkreise würden zwar die Zahl der Notbetreuungsplätze erheben, die Eltern dürften diese Zahlen jedoch nicht einsehen, sagte die Vorsitzende Christine Heymann-Splinter in der "Neuen Osnabrücker Zeitung". So sei nicht überprüfbar, ob die Einrichtungen tatsächlich die von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) angekündigten 50 Prozent der Plätze zur Verfügung stellten. Viele Eltern befürchteten, keinen Platz für ihr Kind zu bekommen, und außerdem komme es vor, dass Eltern nun wieder Kita-Gebühren zahlen müssten, obwohl ihre Kinder nicht betreut würden. Auch in den Krippen gebe es Nachholbedarf, so Heymann-Splinter: Viele Eltern wünschten sich zumindest dort Luftfilter, damit nicht permanent gelüftet werden müsste und die Kinder nicht permanent dem kalten Boden ausgesetzt wären.
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Ein vom Braunschweiger Unternehmen CORAT Therapeutics entwickeltes Medikament gegen die Corona-Virusinfektion geht in Kürze in klinische Tests. Das teilt das Wissenschaftsministerium mit. Das Biotech-Unternehmen, das sich aus der Technischen Universität Braunschweig ausgegründet hat, habe unmittelbar nach dem Start der Corona-Krise in Deutschland mit der Suche nach wirksamen menschlichen Antikörpern begonnen und sei dabei vom Land gefördert worden So habe CORAT bereits im November die ersten Dosen des "sehr vielversprechenden" Antikörper-Medikaments COR-101 bereitstellen können.
Wirtschaftminister Bernd Althusmann sagte, die Entwicklung dürfe nicht am Geld scheitern. Medikamente gegen Corona würden genauso dringend gebraucht wie Impfstoffe, und in allen bisherigen Experimenten sei COR-101 hochwirksam gewesen. Das Land stelle weiteres Risikokapital zur Verfügung, damit nicht wertvolle Zeit verloren gehe. Durch die Antikörper werde werde die Bindung des Coronavirus an den Rezeptor blockiert und so seine Ausbreitung im menschlichen Körper verhindert.
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Der Kampf eines lesbischen Ehepaares aus Schellerten um die Anerkennung der gemeinsamen Mutterschaft für sein Kind kommt an diesem Mittwoch vor das Oberlandesgericht Celle - und geht damit in die nächste Runde. Gesa Teichert-Akkermann und Verena Akkermann wollen erreichen, dass sie als gleichberechtigte Elternteile in die Geburtsurkunde ihrer Tochter eingetragen werden. Diese war im Februar letzten Jahres zur Welt gekommen, und bisher ist nur die leibliche Mutter dort vermerkt. In erster Instanz waren sie damit gescheitert, das Oberlandesgericht wird voraussichtlich in zwei bis drei Wochen ein Urteil sprechen.
Bei lesbischen Elternpaaren muss die zweite Mutter bisher vor einem Familiengericht beantragen, das Kind als Stiefkind zu adoptieren. Die Bearbeitung dieses Antrags beinhaltet Besuche durch das Jugendamt und dauert oft mehrere Monate oder in manchen Fällen auch Jahre. Die Akkermanns empfinden dies als diskriminierend, besonders auf Basis der Artikel 3 und 6 des Grundgesetzes, und wählten deshalb als erste in Deutschland den Klageweg. Bereits vor einem Jahr sagten beide, sie würden in der Sache bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen.
Mittlerweile ist aus ihrer Initiative eine Bewegung entstanden, die sich unter dem Hashtag #nodoption und auf der Webseite www.nodoption.de organisiert hat. Rund 30 weitere sogenannte Regenbogenfamilien haben mittlerweile Klage eingereicht, darunter auch Paare, bei denen der zweite Elternteil keinen Geschlechtseintrag oder einen divers-Eintrag hat.
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