Am Donnerstag hat ein aufmerksamer Bankmitarbeiter in Sarstedt einen Betrug an einer 79-Jährigen verhindert. Laut Polizeibericht hatte sie gegen 11 Uhr einen Anruf erhalten, bei dem ihr eine Frau gratulierte: Sie hätte einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag gewonnen. Um das Geld zu bekommen, müsse sie aber Guthabenkarten im vierstelligen Wert kaufen.
Als Treffpunkt für die Geldübergabe wurde der Vorraum einer Bank in Sarstedt ausgemacht. Als die 79-Jährige dort mit den Karten wartete, fiel sie einem Mitarbeiter auf. Er sprach sie an und rief danach die Polizei. Als Ergebnis kann die Seniorin die Guthabenkarten wieder zurückgeben.
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Die Polizei hat an diesem Wochenende wieder mit alkoholisierten Fahrern zu tun gehabt. So fiel einer Funkstreife am Freitagabend in Alfeld ein 36 Jahre alter Mountainbike-Fahrer auf, der unsicher in der Bahnhofstraße fuhr. Der Alkotest ergab bei ihm 2,27 Promille. Eine Stunde nach Mitternacht war dann ein weiterer Radler mit seinem E-Bike in der Wispensteiner Straße in Föhrste unterwegs und fuhr unsicher - hier wurden 2,18 Promille gemessen. Beide Radler mussten eine Blutprobe abgeben, es wurden Strafverfahren eingeleitet.
In Groß Förste bei Giesen fiel in der letzten Nacht dagegen ein Autofahrer auf der B6 durch sein Fahren in Schlangenlinien auf. Der 35-Jährige aus Sarstedt hatte 1,15 Promille und zudem keinen Führerschein - er sagte, die Prüfung stehe kurz bevor und er habe seinen Audi schon vorher ein erstes Mal "ausfahren" wollen.
Zu einem Fall von Vandalismus wurde am Samstagmittag die Elzer Polizei gerufen: An der alten Eisenbahnbrücke über die Leine fehlte eine hölzerne Bohle. Die eingesetzte Streife stellte fest, dass diese abmontiert und auf die Grünfläche unter der Brücke geworfen worden war; in der Fahrbahn der Brücke war somit ein 23 Zentimeter breiter Spalt. Die Freiwillige Feuerwehr Gronau setzte die Bohle notdürftig wieder ein, die endgültige Reparatur erfolgt am Montag - solange ist die Brücke gesperrt. Die Polize Elze bittet um Täterhinweise unter der Telefonnummer 0 50 68 - 9 30 30.
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In der letzten Nacht ist ein 18 Jahre alter Mann aus Gronau von einer Feier am Gronauer Wasserfall verschwunden. Seine Freunde meldeten ihn bei der Polizei als vermisst - er habe Alkohol getrunken und es sei nicht auszuschließen, dass er in die Leine gefallen sei. Daraufhin machte sich ein Aufgebot mit Rettungswagen, Feuerwehr, Rettungsboot, Notarzt und auch einem Polizeihubschrauber auf den Weg. Nachdem es eingetroffen war, wurde der Gesuchte jedoch wohlbehalten am am gegenüberliegenden Ufer aufgefunden.
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Die christlichen Kirchen verlieren weiterhin Mitglieder: 2019 stieg in Deutschland die Zahl der Austritte offiziell auf über eine halbe Million. Das geht aus Zahlen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland hervor, die am Freitag vorgestellt wurden. An diesen Zahlen sei nichts schönzureden, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing. In Summe gehört noch immer mehr als jede/r zweite Deutsche einer dieser beiden Konfessionen an.
Das Bistum Hildesheim registrierte nach eigenen Angaben (gerundet) 581.000 Mitglieder und damit 12.000 weniger als im Vorjahr zuvor, wobei die Zahl der Austritte von rund 7.000 auf etwa 8.000 stieg. Bischof Heiner Wilmer sagte, diese Zahlen signalisierten, wie sehr sich getaufte Menschen von der Kirche entfremdet hätten.
Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat nun rund 2,48 Millionen Mitglieder. Sie verlor insgesamt etwa 50.600 Mitglieder, davon rund 30.500 durch Austritt. Die Präsidentin des Landeskirchenamtes, Stephanie Springer, sagte, zwar verliere Hannover prozentual nicht so viele Mitglieder wie andere Landeskirchen. Dennoch sei die Zahl der Austritte "signifikant hoch".
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Der Rechtsanwalt des Mannes, gegen den u.a. im Zusammenhang mit der seit Jahren verschwundenen Madeleine McCann ermittelt wird, hat schwere Kritik gegen die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhoben. Er sagte im "Spiegel", dass sein Mandant nun in den Medien weltweit "am Pranger" stehe, weil die Staatsanwaltschaft den Fall öffentlich gemacht habe. Obwohl zwar dessen Name nicht veröffentlicht wurde, sei der Beschuldigte "anhand der sehr individualisierten Informationen" leicht identifizierbar. Das sei den Ermittlern bewußt gewesen, und es sei auch kein Zufall, dass die Staatsanwaltschaft unmittelbar vor zwei "bedeutenden Gerichtsentscheidungen" an die Öffentlichkeit gegangen sei.
Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft war Anfang Juni mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit gegangen, der auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" gezeigt wurde, zudem gab es ein weites Medienecho, insbesondere aus Großbritannien. Staatsanwalt Christian Wolters sagte dem evangelischen Pressedienst, dass es sich bei dem Aufruf um eine rechtlich vorgesehene Ermittlungsmaßnahme handele - es bestehe daher kein Anlass, die Kritik zu kommentieren.
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