In Deutschland wächst die Zustimmung für ein so genanntes Lieferkettengesetz. Zum heutigen Tag der Menschenrechte sprachen sich neben Organisationen wie Germanwatch oder den Kirchen auch 42 große Unternehmen dafür aus, darunter Nestlé, Tchibo und Hapag Lloyd. CDU und SPD im Bund haben sich inzwischen auch hinter eine gesetzliche Regelung gestellt, Widerstand gibt es dagegen u.a. von Arbeitgeberverbänden.
Ein Lieferkettengesetz würde die Unternehmen in Deutschland verpflichten, dafür zu sorgen, dass im gesamten Herstellungsprozess ihrer Waren - und damit auch im Ausland - die Menschenrechte gewahrt werden. Bisher gibt es keine Regelung dieser Art. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter anderem auf der Internetseite www.lieferkettengesetz.de.
fx
Die Diakonie in Niedersachsen räumt der Aufarbeitung des Leids der sogenannten Verschickungskinder zwischen Ende der 1940er bis in die 1980er Jahre eine hohe Priorität ein. Die Vorfälle sollen transparent aufgearbeitet werden, sagte Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke. Besonders die Situation in Bad Salzdetfurth habe den Verband erschüttert: Dort seien 1969 drei Kinder gestorben. Ein knapp Vierjähriger soll von anderen Kindern totgeschlagen worden sein, zwei weitere Kinder seien - vermutlich durch Zwangsmaßnahmen beim Essen - an ihrem Erbrochenen erstickt.
Die "Stiftung Kinderheilanstalt Bad Salzdetfurth" war von 1962 bis zu ihrer Auflösung 1970 wie auch sechs weitere Heime in Niedersachsen in kirchlicher Trägerschaft, so Lenke. Die Diakonie hat jetzt ein telefonische Ansprechstelle für Betroffene eingerichtet: Sie ist per Telefon werktags erreichbar unter der Nummer 0511 / 3604-444.
sk
Heimat- und Naturschützer in Niedersachsen setzen sich für den Erhalt und die Pflege von sogenannten Wegrainen ein. Gerade in Gegenden, die sehr stark von intensiver Landwirtschaft geprägt seien, könnten die Grasstreifen zwischen Feldern und Wegrand ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere sein, heißt es in einem vom Niedersächsischen Heimatbund verbreiteten Appell der "Arbeitsgemeinschaft Wegraine". Neben dieser Funktion komme den Rainen eine kulturhistorische Bedeutung zu, da sie Zeugnisse alter Bewirtschaftungsformen aufzeigten und so die niedersächsische Kulturlandschaft prägen.
Vor dem Hintergrund des Insektensterbens und der Klimaveränderungen werde der Druck, diesen Entwicklungen aktiv entgegenzuwirken, immer größer, heißt es weiter. Der Aufruf richtet sich an die Landesregierung in Niedersachsen, an die Landkreise, an die öffentlichen und privaten Grundeigentümer sowie an Verbände. Unterstützt wird die Arbeitsgemeinschaft nach eigenen Angaben etwa vom Heimatbund, von Umweltverbänden und Kommunen.
sk
Die Polizei hat einen Mann gefasst, der in der letzten Nacht einen Parkscheinautomaten in der Bischof-Janssen-Straße gesprengt hat. Er war danach geflüchtet, konnte aber noch in der Nähe des Tatortes festgenommen werden. Dabei stellte sich heraus, dass er ein gestohlenes E-Fahrrad dabei hatte und außerdem im Besitz von Falschgeld und Betäubungsmitteln war. Der Mann befindet sich im polizeilichen Gewahrsam, die Ermittlungen dauern an.
fx
An den EVI Lichtungen nehmen Ende Januar 19 KünstlerInnen aus elf Ländern teil. Das gaben die Organisatoren jetzt bekannt. Geplant seien verschiedene Darstellungsformen mit Licht, darunter etwa Schwarzlicht oder Neon. Motto der Lichtungen sei dieses Mal „Sharing Heritage“, also die Teilhabe am Kultur-Erbe, und „Sharing Contemporary Spaces“, also die Teilhabe an zeitgenössischen Räumen.
Der Kurator Klaus Wilhelm sagte, alle KünstlerInnen seien direkt interessiert gewesen. Sie werden sich auf die Orte, an denen sie ausstellen, einlassen und passen dafür auch schon bestehende Werke an. Man wolle bei den Lichtungen Orte in den Fokus nehmen, die Geschichte atmen oder auch Knotenpunkte sind: Darunter Kirchen, Bankgebäude oder auch eine Parklandschaft und Straßentunnel.
Die EVI Lichtungen 2020 laufen vom 23. bis zum 26. Januar, weitere Informationen gibt es unter www.evilichtungen.de.
fx
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