Am Osterberg im Norden Hildesheims ist bei zwei toten Füchsen das für Hunde gefährliche Staupe-Virus festgestellt worden. Der Landkreis warnt deshalb Hundehalter vor einer möglichen Ansteckung ihrer Tiere und empfieht eine entsprechende Impfung. Vor allem Jungtiere seien gefährdet.
Nach einer Infektion bekommt der Hund nach einigen Tagen Fieber und wird apathisch, außerdem ist die Atmung betroffen. Danach kann die Krankheit auf das Gehirn übergreifen und tödlich enden. Für Menschen ist das Staupe-Virus harmlos.
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Unbekannte Täter haben rund 800 Kilogramm Kupferkabel vom Betriebsgelände des Bahnhofs Derneburg gestohlen. Laut Polizeibericht waren die Kabelstücke mit einer Länge von einem bis zwei Metern in einem unverschlossenen Container neben dem westlichen Parkplatz abgelegt.
Ein Bahnmitarbeiter entdeckte den Diebstahl gestern Nachmittag, der Container war vor zehn Tagen zum letzten Mal kontrolliert worden. Der oder die Täter haben zum Abtransport vermutlich ein Fahrzeug genutzt. Mögliche Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizei unter der Rufnummer 0511 / 30365-0 entgegen.
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Der Deutsche Städtetag lehnt es ab, dass kommunale Ausländerbehörden künftig „islamistische Gefährder“ mit elektronischen Fußfesseln überwachen. Wie Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte, sei es eindeutig Aufgabe der Polizei und der Sicherheitsbehörden, Straf- und Gewalttaten zu bekämpfen. Kommunale Ämter seien weder technisch noch personell dafür ausgestattet.
Das Thema war zuletzt im Bundestag. Der wolle es den Ländern freistellen, ob sie selbst die Gefährder mittels elektronischer Fußfessel überwachen oder die Kommunen damit beauftragen.
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Rund um Hildesheim gibt es immer weniger Flächen für ein weiteres Wachstum der Stadt. Das sagte Stadtbaurat Dr. Kay Brummer vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Er müsse den Ratsleuten deshalb auch Flächen vorschlagen, „die sie nicht mögen“.
So sei der Norden der Stadt durch den Flugplatz und den entstehenden Gewerbepark Nord begrenzt, der Westen durch den Finken- und Lerchenberg und der Osten durch die Autobahn und den Galgenberg. Neue Flächen gebe es unter anderem in Sorsum, Achtum und Einum, am Blauen Kamp bei Itzum, oder auf derzeitigen Kleingärten.
Die Stadt braucht neue Wohnflächen, weil Prognosen einen Anstieg der Nachfrage vorhersehen. Da der Raumbedarf pro Person wachse, werde die Zahl vorhandener Wohnungen durch Sanierungen eher kleiner, sagte Brummer. Und wenn Hildesheim den Großstadt-Status halten wolle, müsse man entsprechende Wohnmöglichkeiten vorhalten. Die Mitglieder des Ausschusses wollen nun in ihren Fraktionen über das weitere Vorgehen beraten.
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In der niedersächsischen Landespolitik gibt es weiterhin Streit über den richtigen Umgang mit Wölfen. Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) lehnte zuletzt Forderungen der FDP ab, Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen und den umgehenden Abschuss verhaltensauffälliger Tiere vorzusehen.
Solche Maßnahmen verstoßen laut Wenzel in vielen Punkten gegen geltendes Recht. Er sagte weiter, bei allen Maßnahmen stehe die Sicherheit der Menschen an oberster Stelle. Bei Tieren mit auffälligem Verhalten bleibe es weiterhin zulässig und geboten, sie gezielt zu vergrämen, oder im Einzelfall auch einen Abschuss anzuordnen. Künftig sollen darüber hinaus auch reine Hobby-Tierhalter Finanzierungshilfen für Schutzmaßnahmen gegen Wölfe bekommen.
Die CDU-Fraktion legte unterdessen Vorschläge zur Eindämmung der Wolfspopulation vor. Demnach soll die Bejagung von bestimmten Jung- und Einzeltieren ermöglicht werden. In Niedersachsen leben derzeit rund 90 Wölfe in freier Wildbahn.
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