Die Industrie- und Handelskammer Hannover hat die in Freden diskutierte Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes kritisiert. In einer Mitteilung heißt es, würde die Steuer von 400 auf 450 Prozent erhöht, nähme Freden im Landkreis Hildesheim den "unrühmlichen Spitzenplatz aller 40 Kommunen ein". Es wäre bereits die dritte Anhebung binnen weniger Jahre, und seit 2011 wäre der Hebesatz dann von 330 auf 450 Prozent gestiegen.
Der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage sagte, die Gemeinde befände sich unbestritten in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Dies aber rechtfertige aber nicht solche drastischen Steuererhöhungen. Die Hebesätze seien immer auch ein wesentlicher Faktor für die Standortattraktivität einer Gemeinde. Durch die Pläne sei Freden als Wirtschaftsstandort gefährdet. So müsste etwa ein Einzelhändler, der eine Umsatzrendite von zwei Prozent erzielt, seinen Jahresumsatz um rund 44.000 Euro steigern, um die zusätzliche Steuerlast zu kompensieren.
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Für den traditionellen Schüleraustausch mit Hildesheims Partnerstadt Angoulême in Frankreich endet am Samstag die Anmeldefrist. Wie die Stadt Hildesheim mitteilt, sind noch Plätze frei. Die teilnehmenden Jugendlichen sollten seit mindestens anderthalb Jahren Französisch lernen.
Zunächst kommen die französischen Gäste vom 18. bis 30. April nach Hildesheim, der Gegenbesuch in Angoulême ist dann vom 28. Juni bis zum 12. Juli. Die Jugendlichen werden dabei in Gastfamilien untergebracht. Die Kosten für den Austausch betragen je nach Teilnehmerzahl maximal 400 Euro pro Person. Weitere Infos und Kontaktadressen gibt es online unter www.hildesheim.de/frankreichaustausch.
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Eintracht Hildesheim hat sein Wochenendspiel gegen den TV Kirchzell mit 30:21 gewonnen. Das Team von Trainer Gerald Oberbeck baute bereits in den ersten 15 Minuten einen Vorsprung von fast zehn Punkten auf und hielt diesen bis zum Spielende. Eintracht baute damit die Position an der Tabellenspitze weiter auf, Kirchzell bleibt dagegen Tabellenletzter.
Am Samstag steht für die Hildesheimer ein weiteres Derby bei den Handballfreunden Springe an, und am Sonntag danach spielt Eintracht wiederum auswärts bei der HSG Hanau.
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Dr. Martin Gottschlich hat seinen Rücktritt als Vorsitzender des FDP-Stadtverbands bekannt gegeben. Er gab gegenüber der Partei persönliche und berufliche Gründe an. Als Konsequenz wird nun im Februar der Vorstand des Stadtverbands neu gewählt. Bis dahin übernimmt der stellvertretende Vorsitzende Hans-Werner Pabst die Geschäfte kommissarisch. Gottschlich hatte kurz zuvor bereits den Vorsitz der FDP-Fraktion im Hildesheimer Stadtrat an Julia Zink-Tänzer abgegeben.
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Die Zahl abgelehnter Asylbewerber, die freiwillig in ihr Heimatland zurückkehren, hat sich in Niedersachsen im letzten Jahr mehr als verdoppelt. 2015 seien rund 5.800 Menschen freiwillig ausgereist, letztes Jahr seien es rund 11.800 gewesen - das sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). Auch die Zahl der Abschiebungen sei im gleichen Zeitraum von 1.133 auf 1.959 gestiegen.
Laut Landesregierung leben derzeit rund 20.000 Ausreisepflichtige im Land. Man setze dabei auch künftig auf die freiwillige Rückkehr von Geflüchteten, sagte Pistorius. Entsprechende Hilfsprogramme wie etwa durch die Internationale Organisation für Migration sollten weiter gefördert werden.
Die freiwillige Rückführung sei für alle Beteiligten das mildere und kostengünstigere Verfahren. Abschiebungen seien notwendig, sollten aber das letzte Mittel sein, so der Minister weiter. Für das laufende Jahr rechne man mit rund 14.500 unbewilligten Asylanträgen. Schätzungen nach würden etwa 12.000 Betroffene freiwillig ausreisen, so dass die Landesregierung 2.500 Abschiebungen erwarte.
pa/fx