Der Landkreis Hildesheim hat die Stallpflicht für Geflügel in einigen Gebieten verlängert. Dies geschah laut Mitteilung nach einer erneuten Risikobewertung der Geflügelpest - die bisher geltende allgemeine Stallpflicht im Kreis ist mit dem heutigen Tag ausgelaufen.
Betroffen sind Geflügelhaltungen in der Nähe von Gewässern wie Leine, Innerste und Seen, wo es viele wild lebende Wasservögel gibt, sowie Gebiete mit einer hohen Hausgeflügeldichte. Dies sind Teile der Städte Sarstedt, Hildesheim und Elze und der Gemeinden Giesen, Harsum und Nordstemmen. In diesen Gebieten ist Geflügel weiterhin in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung zu halten, die an den Seiten sowie nach oben abgesichert ist. Der Landkreis fordert alle Geflügelhalter im Kreisgebiet auf, weiterhin schärfste Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.
fx
Der Ortsrat Algermissen stellt heute Abend die Entwürfe zur Neugestaltung der Ortsmitte zur Diskussion. Laut Mitteilung liegen die entsprechenden Pläne jetzt vor. Hinter dem Rathaus sollen unter anderem 20 neue Parkplätze geschaffen, aber auch Sitzgelegenheiten und Spielgeräte aufgestellt werden.
Die Infoveranstaltung ist heute ab 19 Uhr im Gasthaus Weiterer. Die Bevölkerung ist dann eingeladen, mit dem Ortsrat, dem Finanzausschuss und dem Arbeitskreis Dorferneuerung zu diskutieren. Die Umbauten werden einer ersten Einschätzung nach rund 450.000 Euro kosten. Die Gemeinde hofft dabei auf Fördermittel.
kk
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für die kommenden Wochen Aktionen bis hin zu Warnstreiks bei Coca-Cola angekündigt. Sie reagiert damit auf den Abbruch der letzten Tarifverhandlungen letzte Woche. Dabei hatte es von Seiten des Konzerns ein Angebot von 1,3 Prozent mehr Lohn und Gehalt gegeben. Der NGG-Verhandlungsführer Freddy Adjan bezeichnete dies als „Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, der massiven Ärger in den bundesweit 36 Standorten provoziere. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung aller Entgelte um 160€ sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100€.
Hildesheim ist einer der größeren Coca-Cola-Standorte, mit mehr als 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer Produktion von über 17 Millionen Getränkekisten im Jahr.
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Die Zuckerfabrik in Nordstemmen hat einen neuen Geschäftsführer. Elmar Kuhnt übernimmt heute die Amtsgeschäfte von Rudolf Podolsky, der das Werk elf Jahre lang geleitet hatte. In Podolskys Zeit wurden vor Ort über 19 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, hieß es bei seiner Verabschiedung – und 3,3 Millionen Tonnen Zucker wurden hergestellt.
Für Kuhnt steht im ersten Jahr als Werksleiter vor allem der Wegfall der bisherigen EU-Quotenregelung an, der Markt ist deshalb im Wandel. Der neue Werksleiter kündigte an, die bereits laufenden Effizienzsteigerungen noch weiter voranzutreiben.
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Das niedersächsische Verkehrsministerium hat ein Projekt gestartet, um die Auswirkungen von Tempo 30 an großen Straßen innerorts zu untersuchen. Dazu kam jetzt ein 25-köpfiger Expertenkreis zum ersten Mal in Hannover zusammen. Er will vor allem Aspekte der Luftreinhaltung, des Lärmschutzes und der Verkehrssicherheit für den Fuß-, Rad- und Autoverkehr untersuchen. Darüber hinaus sollen auch z.B. der Verkehrsfluss, Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr und mögliche Verkehrsverlagerungen betrachtet werden.
Staatssekretärin Daniela Behrens sagte, dass eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, leichter Tempo 30 vor Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen zuzulassen, bereits gut funktioniere. Nun sollen über mehrere Jahre auch die Auswirkungen von Tempo 30 im innerstädtischen Bereich erprobt und evaluiert werden.
Das Thema Tempo 30 wird dieses Jahr auch für Hildesheim noch wichtiger. Es gilt als eine Möglichkeit, den Ausstoß von Schadstoffen zu drosseln - Hildesheim gehört zu einer Vielzahl von Städten in Niedersachsen, die die Vorgaben für die Schadstoffbelastung an vielen Stellen nicht erfüllen.
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