Das Spiel des Fußball-Regionalligisten VfV 06 Hildesheim bei der U23 des FC St. Pauli ist heute nachmittag eine Stunde vor dem geplanten Beginn abgesagt worden. Grund dafür war der gefrorene Boden im Hoheluft-Stadion. Die Entscheidung kam für Hildesheim überraschend - der Platz war bereits gestern ein weiteres Mal besichtigt worden, wobei es keine Beanstandungen gab. Heute sorgten vor allem kleine Eisfelder auf einer Seite des Spielfelds für die Absage - die Verantwortlichen sahen durch sie eine zu große Verletzungsgefahr.
VfV-Präsident Michael Salge war wegen dieser mittlerweile dritten Absage des Spiels gegen St. Pauli Berichten nach sehr ungehalten. Die Reise nach Hamburg habe 700 Euro gekostet plus Verpflegung, und jetzt fahre man unverrichteter Dinge wieder zurück. Er könne angesichts der unveränderten Wetterlage nicht nachvollziehen, warum das Spiel nicht schon gestern abgesagt wurde.
fx
Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im VW-Abgasskandal nun auch auf den ehemaligen Konzern-Vorstandschef Martin Winterkorn ausgeweitet. Er ist nun eine von 37 Personen, gegen die ermittelt werde, so die Behörde. Es gebe nach der Vernehmung von Zeugen und der Auswertung beschlagnahmter Daten nun ausreichende Hinweise, dass Winterkorn schon früher als von ihm behauptet von den Manipulationen gewusst haben könnte. Es bestehe der Anfangsverdacht auf Betrug und der strafbaren Werbung nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Winterkorn hatte mehrfach ausgesagt, erst im September 2015 von den Abgasmanipulationen erfahren zu haben. Er war im gleichen Monat zurückgetreten. Anfang des Jahres kam er erneut wegen seiner Betriebsrente von 3.100 Euro pro Tag und sehr niedrigen Mietzahlungen für seine dem Konzern gehörende Villa bei Braunschweig in die Kritik.
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Heute morgen ist eine Spielhalle in der Paulistraße in Alfeld überfallen worden. Laut Polizeibericht überraschte der männliche Täter kurz vor acht Uhr morgens die Spielhallenaufsicht bei Reinigungsarbeiten. Er sperrte das 43-jährige Opfer in der Toilette ein und flüchtete mit dem Kassenbestand.
Der Täter war etwa 1,80 Meter groß, schlank und um die 20 Jahre alt. Seine Bekleidung war auffällig: Er trug eine schwarze Hose, schwarze Handschuhe und eine Steppjacke. Die Jacke war verkehrt herum getragen mit einem größeren blauem Emblem im Kragenbereich. Darunter war ein Kapuzenpullover mit heller Kapuze, die Kopf und Gesicht des Täters verdeckte. Wer in der Sache Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Alfeld unter der Nummer 0 51 81 / 9 11 60 zu melden.
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Der stellvertretende Ortsbürgermeister Hildesheim Stadtmitte-Neustadt, Nikolaus Schramm von der FDP, fordert ein Umdenken im Hildesheimer Einzelhandel. Er sagte in einer Mitteilung, ein florierender Einzelhandel sei unverzichtbar. Dies würde die Attraktivität der Stadt steigern und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
In Richtung der Stadtverwaltung sagte er, sie habe offenbar ihre Bringschuld nicht erkannt. Attraktive Einkaufsstraßen seien keine ausschließliche Bringschuld der Mieter. Dazu gehören unterschiedliche Vorschläge wie beispielsweise ein verbessertes Sicherheitsmanagement und bessere Reinigung öffentlicher Flächen. Was in großen Shopping-Städten möglich sei, könne auch im Kleinen in Hildesheim funktionieren, so der Politiker.
kk
Die Kläger gegen den Betrieb des Atomkraftwerks Grohnde bei Hameln fordern ein zügiges Gerichtsverfahren. Der Anwohner Hans-Peter Leiding sagte, er habe gemeinsam mit einem Anwohner aus Bodenwerder bereits im Oktober 2015 eine Klage eingereicht. Das Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg sei allerdings bis heute noch nicht terminiert worden.
Dabei sei die Gefährdung durch das AKW Grohnde nicht von der Hand zu weisen, so Leiding weiter. Statistisch sei es eines der störanfälligsten Werke deutschlandweit, mit besonders vielen Zwischenfällen in den vergangenen zwei Jahren. Dennoch solle Grohnde nach dem Atomgesetz voraussichtlich erst Ende 2021 abgeschaltet werden. Auch die Folgen eines terroristischen Anschlags seien nicht beherrschbar – das Kraftwerk liege direkt unter einer Einflugschneise des Flughafens Hannover.
Grohnde liegt rund 40 Kilometer südwestlich von Hildesheim. Umweltaktivisten zufolge besteht im Fall eines schweren Unfalls auch hier die Gefahr der Verstrahlung.
fx