Die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt läuft bisher nur schleppen. Das zeigt eine Umfrage des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK). Von über tausend befragten Unternehmen bilden demnach zur Zeit nur drei Prozent einen Flüchtling aus, auch wenn die Bereitschaft der Unternehmen dazu deutlich höher liege.
Die Mehrheit der Flüchtlinge stehe noch nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung, weil etwa noch behördliche Verfahren laufen, sie die deutsche Sprache noch nicht gut genug sprechen oder noch die nötige Qualifizierung fehlt. Der Umfrage zufolge sind für 90 Prozent der Unternehmen gute Deutschkenntnisse der Bewerber entscheidend, mehr als 80 Prozent achten auf einen gesicherten Aufenthaltsstatus. Mehr als jedes dritte Unternehmen wünscht sich Unterstützung bei der Ausbildung von Flüchtlingen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag stellt nach eigenen Angaben dieses Jahr 20 Millionen Euro für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt bereit, und in den bundesweit 709 Kammern laufen darüber hinaus eigene Projekte.
fx
Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, die derzeitige Milchkrise zur Chefsache zu machen. Die fallenden Preise bedrohten längst Bauern in ihrer Existenz, sagte Meyer mit Verweis auf ein gemeinsames Schreiben von sechs Landesagrarministern. Darin wird eine Reduzierung der Produktion von Milch gefordert sowie ein Bonus für Landwirte, die ihre Produktion freiwillig gedrosselt haben.
Meyer kritisierte zugleich, dass Bundesminister Christian Schmidt (CSU) zum morgigen Milch-Krisen-Gipfel weder die Bundesländer noch Vertreter der Milchbauern oder kritischer Bauernverbände eingeladen habe. Wenn Schmidt neben Molkereien und Handel nur den Deutschen Bauernverband (DBV) einlade, sei das nicht hinnehmbar - es drohe ein Gipfel ohne kritische Stimmen.
Für Niedersachsens Milchbauern bestehe durch die anhaltende Marktkrise das Risiko von Einnahmeverlusten von jährlich bis zu 1,2 Milliarden Euro. Das Land nach Bayern ist der zweitgrößte Milchproduzent in Deutschland.
fx
Ein Streit ist am Donnerstagabend in Heisede derart eskaliert, dass ein Mann ein Messer zog und einem anderen in die Brust stach. Wie die Polizei meldet, stand eine Gruppe von Flüchtlingen an der Stadtbahn-Haltestelle "Langer Kamp", als der allen Beteiligten bekannte 59 Jahre alte Täter hinzukam. Er geriet mit einem 34-Jährigen im Streit, zog dann unvermittelt das Messer und verletzte sein Opfer schwer. Danach floh er.
Der 34-Jährige wurde nach Hildesheim ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde festgestellt, dass keine Organe verletzt waren. Als die Polizei mit einigen Beteiligten die Sarstedter Notunterkunft aufsuchte, um einen Übersetzer zu finden, begegnete sie dort zufälligerweise dem Tatverdächtigen. Er wurde festgenommen und musste sich auf der Dienststelle eine Blutprobe entnehmen lassen.
Da wegen der Sprachbarriere weder Opfer noch Zeugen und auch der Tatverdächtige konkret zum Sachverhalt befragt werden konnten, ist die Motivlage noch unklar. Ermittlungen laufen wegen gefährlicher Körperverletzung.
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Der niedersächsische Flüchtlingsrat hat jetzt seinen Sitz in Hannover. Heute hat er seine neue Geschäftsstelle im Stadteil Bult bezogen. Bisher hatte der Rat - seit 1992 - seine Geschäftsstelle am Langen Garten in Hildesheim. Geschäftsführer Kai Weber sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Umzug sei zwar schon lange geplant gewesen, aber wegen des großen Aufwandes immer wieder verschoben worden. Wegen der vielen Projekte und Stellen habe der Platz in Hildesheim nicht mehr ausgereicht.
Weber sagte weiter, dass man trotz der jetzt größeren Nähe zur Landespolitik ihr nicht "auf den Schoß kriechen" wolle - der Flüchtlingsrat verstehe sich nach wie vor als kritische Interessenvertretung von Flüchtlingen. Er habe den Eindruck, dass die Landesregierung den Flüchtlingsrat trotz immer wieder geäußerter Kritik an der Politik als strategischen Partner zu schätzen wisse. Nach wie vor sei das landesweite Engagement von Ehrenamtlichen für die Flüchtlingshilfe ungebrochen. Die vielen Freiwilligen hätten im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass die große Zahl an Flüchtlingen in Deutschland so gut bewältigt worden sei.
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Ein Feuer hat gestern abend in Rautenberg ein Ensemble aus drei aneinander gebauten Häusern schwer beschädigt. Wie die Polizei meldet, war der Brand aus noch ungeklärter Ursache im Dachstuhl des mittleren Hauses ausgebrochen. Ein Autofahrer bemerkte gegen 20:50 Uhr Rauch und ließ die Feuerwehr rufen, während er die Bewohner des Hauses informierte. Das Feuer griff dann vom mittleren Dachstuhl auf die beiden anderen Dächer über. Die drei Häuser sind derzeit nicht bewohnbar, wegen der Beschädigung durch den Brand und auch das Löschwasser besteht Einsturzgefahr. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 300.000 Euro. Die Ortsdurchfahrt über die L411 ist bist auf weiteres gesperrt, eine Umleitung ist eingerichtet.
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