Das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Asylpaket hat in Hildesheim sowohl negative wie positive Reaktionen hervorgerufen.
Der Sprecher des niedersächsischen Flüchtlingsrates, Kai Weber, verurteilte die Änderungen scharf. Damit werde die Verfassung gebrochen und der Anspruch auf ein menschenwürdiges Existenzminimum abgebaut, so Weber. Das Gesetz sieht unter anderem vor, Albanien, Kosovo und Montenegro als sichere Herkunftsländer einzustufen, um die Asylverfahren zu beschleunigen. Für Menschen mit Bleibeperspektive soll es dagegen mehr Integrationskurse geben. Die Hildesheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Bertram lobte dagegen die Änderungen – sie würden vor Asylmissbrauch schützen. Bertram plädierte im Kreis Hildesheim für die schnelle Umsetzung der Regelungen, die zum 1. November in Kraft treten sollen.
cw
Der Nordzucker-Konzern in Braunschweig hat im ersten Geschäftshalbjahr 2015 rote Zahlen geschrieben. Wie die Nordzucker AG am Donnerstag mitteilte, sei ein Verlust von 0,6 Millionen Euro entstanden. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch ein Plus von rund 53 Millionen Euro erwirtschaftet.
Der Umsatz brach um 21 Prozent auf rund 768 Millionen Euro ein. Als Grund gab das Unternehmen die niedrigen Zuckerpreise an. Die Halbjahreszahlen seien dennoch besser als erwartet, teilte der Vorstandsvorsitzende Hartwig Fuchs mit. Das läge an einem internen Sparprogramm und der Stabilisierung der Zuckerpreise auf niedrigem Niveau. Wegen geringere Anbauflächen gehe man davon aus, dass die Preise mittelfristig wieder steigen würden.
cw
Der Hildesheimer Präventionsrat, die Stiftung „Kinder haben Vorfahrt“ und die Sozialagentur Cluster haben jetzt ein gemeinsames Großprojekt gegen Cybermobbing gestartet.
Dabei sollen Jugendliche für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den sozialen Medien stark gemacht werden. Das Bloßstellen von Menschen in Internetforen sei ab der fünften Klasse bis zum Schulabschuss in allen Schulformen zu beobachten, so Andreas Schönfelder vom Präventionsrat. Schülerinnen und Schüler werden beim Projekt zu Medienscouts ausgebildet, zudem werden in einer Fachtagung Lehrer von Experten der Polizei, der Staatsanwaltschaft und des Jugendamtes fortgebildet. Die Stiftung finanziert das Projekt mit 60.000 Euro.
cw
Die Hildesheimer Börde hat sich in den letzten Jahren zu einem prominenten Exkursionsziel für Vogelkundler entwickelt.
Das teilt der Ornithologische Verein zu Hildesheim mit. Insbesondere rund um Harsum, Hoheneggelsen und Schellerten finden sich demnach im Spätsommer und Frühherbst Experten aus ganz Deutschland ein, um seltene Greifvogelarten zu beobachten. Dazu gehören Rohrweihen, die seit vielen Jahren vor allem im Wintergetreide brüten, Wiesenweihen oder die besonders seltene Steppenweihe. Zusammen mit der durchziehenden Kornweihe sind so derzeit alle vier Weihen-Arten in der Börde zu sehen – aber auch andere Greifvögel wie Rot- und Schwarzmilane, Turm- , Baum- und Wanderfalken oder die seltenen Rötel- und Rotfussfalken sind hier anzutreffen.
fx
Mit einem Arbeitseinsatz wollen der Landkreis Hildesheim, die Bürgerinitiative „Gute Luft“ und der BUND das Naturschutzgebiet "Schwarze Heide“ auf dem Mühlenberg weiter entwickeln.
Am westlichen Ende der Heidefläche wurde vor zwei Jahren der Oberboden abgeschoben, um gute Keimbedingungen für Heidekraut zu schaffen. Nun sollen die Samen aufgebracht werden, indem ältere Heidesträucher beschnitten und das Schnittgut auf den neuen Flächen verteilen wird. Interessierte können am Samstag, den 17. Oktober, um 10 Uhr auf dem Kamm des Mühlenbergs kommen, teilte die Bürgerinitiative mit. Das Naturschutzgebiet Schwarze Heide liegt zwischen Barienrode und Söhre. Früher wurde die 10,7 Hektar große Fläche vor allem für Schafherden und für Streuobstwiesen genutzt. Seit 1987 steht das Gebiet unter Naturschutz.
cw
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