Der Hildesheimer Stadtrat hat gestern über eine Stunde lang über die Dammstraße diskutiert, nachdem die Gruppe CDU/FDP/Unabhängige dazu eine Aktuelle Stunde beantragt hatte. CDU-Fraktionschef Dennis Münter sagte, dort sei nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden für die Stadt entstanden, sondern auch ein großer Vertrauensverlust in die Stadtverwaltung wie auch die Stadtpolitik. Ursache dafür sei eine mangelhafte Kommunikation.
Der Verweis auf Zwänge durch den Denkmalschutz reiche nicht aus, um die erneute Verzögerung der Fertigstellung der Arbeiten zu erklären - vor dem Stadtentwicklungsausschuss war zuletzt bekannt geworden, dass die Dammstraße frühestens wohl erst im späten Frühjahr 2025 fertig wird. Dabei war man zuvor davon ausgegangen, dass bereits in diesem Sommer die Straße wieder befahrbar sein könnte. Nach der Sommerpause wolle man über Konsequenzen beraten, sagten mehrere Ratsmitglieder.
Oberbürgermeister Ingo Meyer und Stadtbaurätin Andrea Döring räumten Fehler in der Kommunikation ein - so seien mitunter direkt an der Baustelle Daten genannt worden, die man dann im Raum habe stehen lassen, obwohl danach klar war dass sie nicht zu halten waren. Auch habe es Unterschiede in der Information zwischen dem Finanz- und dem Stadtentwicklungsausschuss gegeben. Künftig sollen deshalb wichtige Informationen an alle Ratsleute gehen. Zugleich aber wehrte sich die Verwaltung gegen den Vorwurf, sie oder die Stadtentwässerung seien grundsätzlich falsch mit der Situation umgegangen: Die Stadtverwaltung und alle Beteiligten seien bemüht und täten alles dafür, dass die Dammstraße schnellstmöglich wieder befahrbar wird, so Meyer.
Radio Tonkuhle hat die Sitzung als Audiostream bei YouTube übertragen - sie kann hier nachgehört werden.
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Das Staatsschutzkommissariat der Hildesheimer Polizeiinspektion ermittelt in drei voneinander unabhängigen Fällen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Dabei soll jeweils das Lied "L'amour toujours" abgespielt und dazu "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" skandiert worden sein.
Der erste Fall soll sich Freitagabend gegen 20:45 Uhr in der Heyersumer Straße in Nordstemmen zugetragen haben. Zwei Männer sollen hier auf offener Straße über eine Lautsprecherbox das Lied abspielt haben. Die Beschuldigten sind bekannt und haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der zweite Fall wurde Samstagabend im Elzer Ortsteil Wülfingen bekannt. Hier sollen mutmaßlich zwei bislang unbekannte, jüngere Männer bei einer privaten Feier im Dorfgemeinschaftshaus erschienen sein - sie wurden dann von einem Verantwortlichen der Feier verwiesen. Der dritte Fall wurde heute angezeigt und soll sich wiederum Freitagabend gegen 23:45 Uhr auf einem Grundstück in der Bad Salzdetfurther Horststraße ereignet haben.
In allen Fällen nimmt die Polizei sachdienliche Hinweise unter Telefon 0 51 21 - 939 115 entgegen.
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Niedersachsens Regionalministerin Wiebke Osigus hat die fünf regionalen Versorgungszentren (RVZ) im Land als Erfolgsgeschichte bezeichnet und sich für den Bau weiterer ausgesprochen. Eine sechsmonatige Evaluation der Ruhr-Universität Bochum habe gezeigt, dass es in den fünf Regionen mit eigenem RVZ gelungen sei, die hausärztliche Versorgung zu sichern und Angebote der Daseinsvorsorge auszubauen. Die Rückmeldungen von den Standorten und die Ergebnisse der Evaluation sprächen eine klare Sprache, so Osigus: Es brauche mehr regionale Versorgungszentren in Niedersachsen.
Das Ministerium hatte das Modellprojekt vor vier Jahren gestartet. Es bündelt ein kommunal getragenes Medizinisches Versorgungszentrum mit weiteren Angeboten der Daseinsvorsorge an einer zentralen Stelle unter einem Dach. Von den fünf RVZ im Land sind mit Alfeld und Baddeckenstedt zwei hier in der Region, die anderen sind in Auetal zwischen Hameln und Minden, in Nordenham und in Wurster Nordseeküste bei Cuxhaven.
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Mitarbeitende der kommunalen Theater in Niedersachsen werden sich am morgigen Dienstag vor dem Landtag in Hannover versammeln, um auf die unsichere finanzielle Lage ihrer Häuser aufmerksam zu machen. Wie das TfN gegenüber Tonkuhle bestätigte, werden aus Hildesheim u.a. Mitglieder der Musicalcompany und des Schauspiels vor Ort sein. Sie wollen mit Politikern und Politikerinnen von Kultur, Kultus und Finanzen ins Gespräch kommen.
In der Ankündigung der Aktion heißt es, die kommunalen Theater befänden sich durch gestiegene Kosten weiterhin in einer finanziellen Notlage. Für dieses Jahr habe das Land diese Kosten zwar durch eine Sondervereinbarung aufgefangen, es gebe aber noch keine Vereinbarung für die kommenden Jahre. Dies sorge für Planungsunsicherheit an den kommunalen Theatern und löse bei den Beschäftigten massive Verunsicherungen aus. Wenn die Mittel vom Land nicht erhöht würden, müsste in die Struktur der Theater eingegriffen werden, was den Abbau ganzer Sparten und die Einschränkung des kulturellen Angebots der betroffenen Häuser bedeuten könne.
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Nach der Niederlage von Handball-Drittligist Eintracht Hildesheim im letzten Aufstiegsspiel hat Trainer Daniel Deutsch der HSG Konstanz zur Rückkehr in die 2. Liga gratuliert - das Team war erst 2023 in die 3. Liga abgestiegen.
Deutsch sagte, sein Team habe das Spiel in der ersten Halbzeit zu leicht aus der Hand gegeben und dann in der zweiten Hälfte dem Druck nicht immer standgehalten. Wer sich nach 120 intensiven Minuten am Ende durchsetzt, habe auch den Aufstieg verdient - "deshalb herzlichen Glückwunsch an die HSG".
Konstanz hatte das erste Spiel in Hildesheim 35:38 verloren und jetzt in eigener Halle 34:30 gewonnen - in Addition stand es also am Ende 69:68 für das Team vom Bodensee.
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Die reguläre Spielzeit der 1. Volleyball-Bundesliga Helios Grizzlys Giesen ist gestern mit einem Auswärts-Sieg bei den Barock Volleys MTV Ludwigsburg zuende gegangen. Die Partie endete 1:3, mit den...
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Die Kreisstraße 407 zwischen Brunkensen und Brünighausen ist ab heute bis voraussichtlich dem 10. April gesperrt. Wie die Stadt Alfeld mitteilt, finden dort in dieser Zeit Baumaßnahmen für die neue...