Wie bereits zweimal gibt es auch dieses Jahr eine Wette zum Hildesheimer Frühjahrsputz zwischen der Ortsgruppe von Fridays For Future (FFF) und der Stadtverwaltung. Wie beide mitteilen, geht es dieses Jahr um die Entsiegelung von Flächen – würden 50 Tonnen Müll gesammelt, werde eine Fläche begrünt, und für je drei Tonnen Müll, die darüber hinaus gesammelt werden, werde je ein Obstbaum unter allen Teilnehmenden verlost.
Zentrum dieser Aktion sei dabei dieses Jahr die Nordseite des Andreasplatzes, wo an diesem Samstag und Sonntag bis 18 Uhr Müll abgegeben werden könne. Dort gebe es dann eine Möglichkeit zum Ausruhen, Material wie leere Müllsäcke, -zangen oder Handschuhe, einen Imbiss und ab 13 Uhr auch ein Mittagessen, und FFF werde unter der Nummer 0174 - 850 9199 auch wieder einen Müllsäcke-Abholservice per Lastenrad anbieten. Im letzten Jahr seien bei der Aktion 50 Tonnen Müll gesammelt worden – mit der Folge, dass die Stadt daraufhin die Aufstellung 100 neuer Fahrradbügel zusagte.
Der Frühjahrsputz als Gesamtaktion startet am Freitag und läuft bis zum Sonntag der Folgewoche. Die Stadtspitze mit Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, den Dezernenten und auch den Auszubildenden der Stadtverwaltung ist dieses Jahr am Samstag in der nördlichen Innenstadt und im Friedrich-Nämsch-Park aktiv.
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Psychisch erkrankte und traumatisierte Asylbewerberinnen und -bewerber müssen bei einem akuten Behandlungsbedarf medizinische Hilfe erhalten können. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden.
Dabei ging es um einen Fall aus dem Raum Hildesheim: Ein Mann aus Afghanistan hatte Mitte 2018 aufgrund seiner eigenen Erlebnisse und eines Suizidversuchs eines Mitbewohners in seiner Unterkunft eine psychische Erkrankung entwickelt und sich daraufhin bei einem Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge in Hannover vorgestellt. Die empfohlene Teilnahme an einer ambulanten Stabilisierungsgruppe nahm er dann aber nicht wahr, weil der Landkreis Hildesheim die Fahrtkosten nicht übernehmen wollte.
Im März des Folgejahres wurde er dann in einer psychiatrischen Klinik wegen des Verdachts auf eine schwere depressive Episode mit Suizidgefahr und eine Posttraumatische Belastungsstörung als Notfall für rund einen Monat stationär aufgenommen. Die Behandlungskosten in Höhe von 8.993,96 Euro übernahm der Landkreis wiederum nicht. Der Sozialhilfeträger hatte argumentiert, dass es sich nicht um eine „akute“, sondern nur um eine chronische Erkrankung handele - die Kosten für eine medizinische Behandlung von Asylbewerbern könnten nur übernommen werden, wenn es sich um eine akute Erkrankung oder um Schmerzzustände handele.
Das Gericht entschied nun, dass bei einer schweren Depression mit Suizidgefahr die unaufschiebbare stationäre Therapie als „akute Erkrankung“ bezahlt werden müsse. Ein psychiatrischer Facharzt habe mit der schweren depressiven Episode und der PTBS einen Notfall erkannt, der sofort behandelt werden müsse. Zwar handele es sich bei Depressionen um eine chronische Erkrankung, der Sozialhilfeträger müsse aber für die stationäre Aufnahme zahlen, wenn auch bei einer chronischen Erkrankung ein „akuter Behandlungsbedarf“ bestehe und die Behandlung „unaufschiebbar“ sei.
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Am Hohnsensee sind durch die Stadt Teile des Ufer-Bewuchses zurückgeschnitten worden. Dabei seien durch den Fachdienst Grünflächen- und Gewässerunterhaltung vor allem wildwachsende Brombeeren entfernt worden, die durch ihre Ausbreitung zunehmend die angestammte Ufervegetation verdrängten, heißt es in einer Mitteilung. Diese könne sich nun wieder entwickeln und so Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten für Tiere bieten. Man sei mit großer Vorsicht vorgegangen, um eine Gefährdung der heimischen Flora und Fauna bestmöglich auszuschließen, hieß es weiter. Normalerweise würden solche Arbeiten ehrenamtlich durch den Sportfischerverein Hildesheim durchgeführt, dieses Jahr sei das aber hochwasserbedingt nicht möglich gewesen.
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An diesem Mittwoch eröffnen die Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie Agentur für Arbeit und Jobcenter gemeinsam einen „Job Up Store“ in der Hildesheimer Fußgängerzone. Sie wollen dort jungen Menschen drei Tage lang zusätzliche Hilfestellung auf dem Weg in die Berufswelt geben, heißt es in der Ankündigung – mit Beratung, Infos über freie Ausbildungsplätze und auch besonderen Aktionen, etwa mit VR-Brillen.
Der „Job Up Store“ versteht sich auch als eine Antwort auf die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel, den demografischen Wandel und die laufenden Veränderungsprozesse in der Wirtschaft – und auf den Wegfall vieler Informationsmöglichkeiten durch die Krisen der letzten Jahre. Er ist in der Almstraße 24 (ehemals Ernsting‘s Familiy) und Mittwoch bis Freitag je von 10 bis 16 Uhr geöffnet.
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Eine Spielzeugpistole hat gestern Abend zu einem Polizeieinsatz am Hildesheimer Bahnhofsplatz geführt. Laut Bericht hatte ein Zeuge gegen 20 Uhr gemeldet, dass dort ein Mann eine Pistole in der Hand halte. Beamte trafen diesen Mann dann mit der scheinbaren Waffe in der ausgestreckten Hand an und gingen zunächst von einer echten Pistole aus. Sie forderten ihn mit gezogener Dienstwaffe auf, sie zu Boden zu legen, woraufhin er vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde - und sich herausstellte, dass es eine Spielzeugwaffe war.
Zu einer Gefährdung oder Bedrohung von Unbeteiligten war es nach vorliegenden Erkenntnissen nicht gekommen, gegen den Mann läuft ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verdachts des Führens einer Anscheinswaffe. Die Polizei warnt aus diesem Anlass davor, Gegenstände in der Öffentlichkeit mitzuführen, die echten Waffen täuschend ähnlich sehen. Beamte müssten in solchen Fällen von einer scharfen Waffe ausgehen und entsprechende Maßnahmen einleiten, was im Fall des Falles zu schwerwiegenden Konsequenzen führen könne.
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