Die Hildesheimer Vinzentinerinnen laden am Samstag zu einem Antik- und Trödelmarkt in den Klostergarten am Hückedahl. Von 11 bis 17 Uhr werden dann u.a. auch Möbel, Besteck, Geschirr und Kunsthandwerk aus dem Besitz der Schwesterngemeinschaft zum Verkauf angeboten, teilt die Kongregation mit. Die Verkaufserlöse sollen den eigenen sozialen Einrichtungen zu Gute kommen wie etwa dem Sozialen Mittagstisch Vinzenzpforte, dem Hospiz Luise in Hannover oder dem Heim für Mädchen in Trujillo, Peru.
Um dabei auf Wegwerfbecher verzichten zu können, sammeln die Schwestern vorab unbeschädigte Kaffeetassen, die dann beim Markt zum Einsatz kommen sollen. Diese können noch bis Freitag in der Vinzenzpforte abgegeben werden, heißt es weiter - am Ende des Flohmarkts werde die originellste gespendete Tasse ausgezeichnet.
220511.sk/fx
Der Sohn der 78 Jahre alten Frau, die am Montag tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde, wird nun in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Das hat das Amtsgericht Hildesheim nach Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet.
Sie hält den Mann für verdächtig, seine Mutter getötet zu haben, und geht dabei von einer verminderten oder gar aufgehobenen Schuldfähigkeit aus - der Mann ist wegen einer pychischen Erkrankung in rechtlicher Betreuung. Nach einem Prozess könnte die Unterbringung dann auch dauerhaft werden. Er selbst soll sich bisher nicht zur Sache geäußert haben, die Ermittlungen gehen weiter.
220511.fx
Letzte Woche ist erneut ein Mann aus dem Landkreis Hildesheim Opfer eines Online-Betrugs geworden. Laut Polizeibericht meldete sich telefonisch ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter und sagte dem 58-Jährigen, sein Konto wäre gehackt worden. Der Anrufer brachte den Mann dazu, sich in sein Konto einzuloggen und ihm TAN-Nummern zu nennen. Vermutlich erlangte der Betrüger dabei auch direkten Zugriff auf den Rechner des Mannes. Zum Ende der Woche meldete sich der Anrufer erneut und die Prozedur wiederholte sich.
Erst als sich der 58-Jährige nicht mehr auf seinem Konto anmelden konnte, wurde er misstrauisch - inzwischen war eine untere fünfstellige Summe abgebucht worden. Die Polizei wiederholt in diesem Zusammenhang ihren Appell, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen, und in keinem Fall private Daten wie Bankkonto-, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten herauszugeben. Insbesondere dürfe einem unbekannten Anrufer niemals etwa per Fernwartungssoftware der Zugang zum eigenen Rechner überlassen werden.
220510.fx
Nach einer rund einjährigen Verzögerung durch die Corona-Pandemie startet in diesen Tagen deutschlandweit die sogenannte Zensuserhebung. Mit diesem Großprojekt der amtlichen Statistik sollen aktuelle Daten zur Bevölkerung, zu Gebäuden, Wohnungen und auch Unterkünften gesammelt werden. In Niedersachsen würden dafür rund 800.000 Bürger*Innen sowie rund 2,5 Millionen Haus- oder Wohnungseigentümer*Innen befragt, sagte Gabriele Zufall vom Landesamt für Statistik.
Stichtag des Zensus sei der 15. Mai, erste Fragebögen würden aber schon an diesem Donnerstag versendet. Wo möglich, sollen Daten digital erhoben werden. Für die Erhebungen des Zensus bestehe eine Auskunftspflicht - nur so könne die erforderliche hohe Qualität und Genauigkeit der Zensus-Ergebnisse erreicht werden. Persönliche Interviews durch Zensus-Beauftragte starten dann am kommenden Montag. Diese Gespräche finden nur zu vorher abgestimmten Terminen statt, und die Interviewer*Innen zeigten jeweils ihren Beauftragtenausweis verbunden mit einem amtlichen Lichtbildausweis. Das Interview dauere nur wenige Minuten und könne auch kontaktarm an der Tür geführt werden. Die Beauftragten hätten keinen Anspruch auf Zutritt zur Wohnung.
Die Daten aus dem Zensus werden zur Grundlage für viele politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Planungsprozesse bei Bund, Ländern und Gemeinden. Sie werden unter anderem genutzt, um Wahl- und Stimmkreise einzuteilen sowie die Stimmverteilung im Bundesrat sowie für den bundesstaatlichen und kommunalen Finanzausgleich zu regeln.
220510.fx
Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind rund 11.900 Kinder und Jugendliche aus dem Land an niedersächsischen Schulen aufgenommen worden. Das teilt heute das Niedersächsische Kultusministerium mit. Erstes Ziel sei dabei, ihnen das Ankommen zu erleichtern und geeignete Bildungsangebote zu unterbreiten. So sollten deutsche und ukrainische Kinder und Jugendliche möglichst viel gemeinsame Zeit verbringen und voneinander lernen, so ein Ministeriumssprecher. Nur so könne Solidarität gezeigt und auch empfunden werden. Man wolle aber auch dem Wunsch vieler ukrainischer Familien entsprechen, bis zum Ende des ukrainischen Schuljahres am 26. Mai den Online-Unterricht des Landes zu nutzen. Soweit dies möglich sei, könnten auf diese Weise die schulischen Kontakte im Heimatland bewahrt werden.
Um die aufgenommenen Schüler zu betreuen und zu unterrichten, hoffe das Land auf die Unterstützung durch ukrainische Lehrkräfte und sonstiger Fachkräfte mit pädagogischer Ausbildung sowie durch pensionierte Lehrkräfte oder Studierende aus dem Bildungsbereich, hieß es weiter. Auf einem Online-Meldeportal könnten sich ukrainische Fachkräfte registrieren und anmelden. Die Schulen hätten Zugriff darauf und könnten dort geeignete Bewerber finden.
Ukrainische Schüler, die das Aufenthaltsrecht erlangt haben, sind in Niedersachsen den Angaben nach schulpflichtig. Kinder und Jugendliche, die sich mit einem Visum oder Besuchsvisum in Niedersachsen aufhalten, sind von der Schulpflicht ausgenommen, sagte Sprecher Ulrich Schubert. Unabhängig vom Aufenthaltsstatus aber seien alle Geflüchteten im schulpflichtigen Alter an den Schulen herzlich willkommen und könnten als Gastschüler teilnehmen.
Für die Stadt Hildesheim hieß es letzte Woche im Schulausschuss, die Beschulung ukrainischer Kinder bereite derzeit "keine größeren Probleme".
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