Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker hat gefordert, bei den Corona-Impfungen Jugendliche und junge Eltern vorzuziehen. Sie sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", neben den Arbeitenden in Pflege und Grundversorgung hätten zwei Gruppen in dieser Pandemie besonders zurückgesteckt: Zum einen die Kranken und Hochbetagten, die in den vergangenen Monaten regelrecht weggesperrt worden seien, und zum anderen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Eltern. Deren Leben sei seit gut einem Jahr fast auf null gefahren.
Diese Gruppe sollte beim Impfen vorgezogen werden: Ab einem Alter von 16 Jahren sei davon auszugehen, dass die Vorteile einer Impfung die Nachteile überwögen, so Wenker. Für jüngere Kinder müsse gelten, dass deren Eltern vorgezogen und geimpft würden, um einen "Schutzwall" um die Kinder zu bauen. Eine entsprechende Änderung der Impf-Priorisierung zugunsten der Jüngeren sei eine Frage der Generationengerechtigkeit. Es sei nicht gerecht, jetzt etwa 45-jährigen Kinderlosen den Sommerurlaub auf Mallorca zu ermöglichen, während Kinder sich weiter massiv einschränken müssten. Wenker schlug vor, dafür eine Priorisierungsgruppe 4 aufzumachen, bevor die Impfung für alle freigegeben werde - denn noch sei ja nicht genug Impfstoff für alle da.
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Die Polizei hat gestern Nachmittag einen stark betrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Laut Meldung ging gegen 16:30 Uhr ein Hinweis auf einen Opel Meriva ein, der in Holle langsam und in Schlangenlinien fuhr. Eine Funkstreife fand den Wagen in Hackenstedt und hielt ihn an. Der 52-jährige Fahrer musste einen Atemalkoholtest machen, der einen Wert von 3,53 Promille ergab - außerdem stellte sich heraus, dass dem Mann schon 2018 der Führerschein entzogen worden war. Er musste daraufhin eine Blutprobe abgeben, gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
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Bis zu 130 Menschen haben sich gestern auf dem Angoulêmeplatz zu einer friedlichen Demonstration unter der Überschrift "Krieg in Israel" versammelt. Darin ging es um den sich derzeitig wieder zuspitzenden Nahost-Konflikt, mit dem Aufruf, die Spirale der Gewalt zu beenden. Mehrere Redner, meist Palästinenser, machten dabei die israelische Regierung für die Eskalation verantwortlich. Nach etwa 80 Minuten war die Veranstaltung beendet.
Solche Demonstrationen fanden gestern in zahlreichen Städten in Niedersachsen und ganz Deutschland statt, wobei es mancherorts auch zu judenfeindlichen Äußerungen und in Berlin auch zu Ausschreitungen kam. In den vergangen Tagen wurden auch Angriffe oder entsprechende Drohungen gegen Synagogen und andere jüdische Einrichtungen gerichtet.
Der Vorsitzende der Linkspartei in Niedersachsen, Lars Leopold, sagte dazu, wer gegen Jüdinnen und Juden hetze, könne sich nicht hinter 'Israelkritik' verstecken. Gegen solchen Antisemitismus brauche es entschlossenes Handeln von Staat und Gesellschaft. Auch der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer verurteilte solche Übergriffe scharf und rief dazu auf, gegen den Judenhass aufzustehen. Dass Juden in Deutschland stärker Angst hätten als in der Vergangenheit, erfülle ihn mit Grauen. Die Christen stünden an der Seite der Juden, "ohne Wenn und Aber".
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Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich gewarnt. In den vergangenen fünf Jahren seien die Gruppen der Armen wie auch der Reichen gewachsen, aber die Mitte geschrumpft, sagte Verbandspräsident Adolf Bauer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Pandemie bewirke, dass Teile der Mitte der Gesellschaft gefährdet seien, in die Armut abzurutschen, weil gerade viele Selbstständige nicht mehr in der Lage seien, ihren Lebensstandard zu halten. So werde für immer mehr Menschen die Lage prekär, während ein anderer Teil der Gesellschaft noch reicher geworden sei.
Mit Blick auf den kommenden sechsten Armuts- und Reichtumsbericht für Deutschland sagte Bauer, die Bundesregierung müsse schon jetzt Hilfen für die Zeit der Überbrückung nach der Pandemie in Aussicht stellen. Es brauche nach dieser Krise mehr Sozialstaat und auf keinen Fall weniger - und man werde gezwungen sein, die Steuern für Besserverdienende zu erhöhen.
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Die Polizei sucht Zeugen eines Containerbrands in der Nacht auf Samstag in der Hildesheimer Innenstadt. Der Papiercontainer stand auf dem Parkplatz "Kurzer Hagen" an dem Gebäude, in dem auch das Lokal "Old Inn" untergebracht ist. Das Feuer darin wurde gegen 3:40 Uhr entdeckt. Der Container wurde zerstört und auch die Hausfassade leicht in Mitleidenschaft gezogen, die Schadenssumme wird auf 2.000 Euro beziffert. Laut Polizei ist die wahrscheinlichste Brandursache entweder ein vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln - mögliche Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
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