Das künftige Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Mackensen-Kaserne in der Hildesheimer Oststadt hat eine weitere Hürde genommen. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung Richtlinien für die Vermarktung des Gebiets beschlossen. Darin heißt es unter anderem, dass die Grundstücke vor Ort zu einem Festpreis verkauft werden sollen. Das soll einen Preiskampf ausschließen und der Stadt ermöglichen, auf bestimmte Auswahlkriterien zu achten - dazu gehören auch die soziale Vielfalt, der demografische Wandel und die Inklusion.
Auf dem über 11 Hektar großen Gelände an der Senator-Braun-Allee sollen innerhalb von zwei Jahren rund 600 Wohneinheiten in verschiedenen Preiskategorien entstehen, und dazu eine Tiefgarage. Das Ziel ist laut Stadt die Schaffung eines lebendigen, gemischt genutzten Quartiers mit verschiedenen Gewerbe-, Dienstleistungs- und Nahversorgungsangeboten. Der Grundstücksverkauf soll im Juni beginnen.
fx
Im Alfelder Ortsteil Limmer wird die Bundesstraße 3 ab morgen (Freitag 7.4.) wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Das teilen die Stadt Alfeld und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Kern der Arbeiten ist der Austausch der Straßendecke – sie müsse aufgrund eines Materialfehlers ausgewechselt werden.
Die Arbeiten sollen bis nächsten Mittwoch abgeschlossen sein, witterungsbedingte Verzögerungen seien aber möglich, hieß es. Der Verkehr in Richtung Hannover wird in der Zwischenzeit durch Eimsen, Wettensen und Brüggen und in der Gegenrichtung über Brunkensen und Gerzen umgeleitet. Die Stadt Alfeld rechnet mit zum Teil deutlichen Verkehrsbehinderungen.
bjl/fx
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch weiterhin klagen, wenn Geschäfte rechtswidrig an Sonntagen öffnen. Das sei ein erfolgreiches Mittel gegen die zunehmende Zahl solcher Sonntagsöffnungen, sagte der Gewerkschaftssekretär des Landesverbandes, David Matrai. Man habe bereits mehrere Dutzend Klagen angestrengt und in ausnahmslos allen Fällen Recht bekommen. Matrai sagte weiter, immer mehr Händler schafften sich selbst Anlässe, um ihre Geschäfte sonntags öffnen zu können.
Das Ladenschlussgesetz erlaubt maximal vier verkaufsoffenen Sonntage im Jahr und schreibt zusätzlich einen besonderen Anlass dafür vor. Es gibt aber verschiedene Ansichten von Gewerkschaft und Einzelhandel, was ein solcher Anlass ist. Es könne nicht sein, „dass ein Ladenbesitzer ein Kinderfest veranstaltet, dafür ein Karussell vor den Eingang stellt und damit dann die Sonntagsöffnung begründet", so Matrai.
Derzeit werden bei ver.di rechtliche Schritte gegen die Stadt Garbsen als Aufsichtsbehörde geprüft: Dort hatte am Sonntag trotz gerichtlichem Verbot ein Möbelhaus geöffnet.
fx
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft am Montag alle Beschäftigten des Coca-Cola-Standortes in Hildesheim zu Streik auf. Laut Mitteilung fordert die Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung aller Entgelte um 160 Euro sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro pro Monat. Seit letztem Montag werden alle 37 Coca-Cola-Standorte in Deutschland bestreikt.
Die erste Runde der Tarifverhandlungen war bereits im Januar abgebrochen worden, da das Angebot der Arbeitgeberseite für die Gewerkschaft nicht zufriedenstellend gewesen sei.
kk
Sozialwissenschaftler warnen davor, das Internet als Instrument der Radikalisierung zu überschätzen.
Der Medienwissenschaftler Friedrich Krotz sagte bei einer vom Niedersächsischen Verfassungsschutz organisierten Podiumsdiskussion zu Extremismus im Internet, Lügen, Schimpfen und Rassismus habe es schon immer gegeben. "Fake News" und "Hate Speech" seien nichts Neues und gehörten zur menschlichen Gesellschaft.
Im Bezug auf das Internet fordert der Wissenschaftler ein viel bewussteres Erlernen. Zu viele Menschen gingen unbedarft mit dem Medium um, und bedächten nicht, was ihre Kommentare auslösen könnten.
Eine größere Gefahr bestehe in den kommerziellen Organisationen des Internets. Facebook und Google manipulierten die Menschen etwa durch Informationsselektion und personalisierte Suchergebnisse viel stärker, als radikale Gruppen es tun könnten.
bjl