Jeder Niedersachse benötigt 126 Liter Wasser für das tägliche Leben. Das teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie anlässlich des „Tages des Wassers“ mit.
Damit liege Niedersachsen im Verbrauch pro Kopf bundesweit im Mittelfeld. Etwa 87 Prozent des Wasserbedarfs im Bundesland werde durch das Grundwasser gedeckt; 13 Prozent kämen aus Talsperren und Quellen, heißt es von Landesamt. Grundwasser sei eine erneuerbare Ressource – es dürfe allerdings nicht mehr entnommen werden, als sich durch Niederschläge neu bilden könne. Trotzdem seien die Grundwasserressourcen mit Niederschlagsmengen von regulär 700 Millimetern pro Jahr in Niedersachsen ergiebig, so Jörg Elbracht vom Landesamt.
Die Hydrogeologin Gudrun Massmann zeigt sich währenddessen besorgt über die Verschmutzung des Grundwassers durch Düngemittel. Im Gespräch mit dem evangelischen Pressedienst sagte die Professorin der Universität Oldenburg, zwar gebe es ein Problembewusstsein in der Politik, bei den Behörden, den Wasserversorgern und in Teilen auch in der Landwirtschaft, doch verschlechtere sich die Qualität des Grundwassers in Niedersachsen weiter.
hh/bjl
Sowohl die Stadt Hildesheim als auch Städte und Gemeinden in der Region profitieren von Städtebauförderungsmaßnahmen in Millionenhöhe.
Wie der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Lynack sagte, fließen aus dem Programm "Soziale Stadt" je 200.000 Euro in die nördliche Nordstadt sowie ins Stadtfeld. Im Rahmen des Programms "Stadtumbau West" gehen Förderungen in Höhe von 353.000 Euro in das Michaelisviertel. Außerdem bekomme die Oststadt eine Fördersumme von 1,4 Mio. Euro.
Aber auch die Region profitiere, heißt es. Durch das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" werden in die Elzer Innenstadt 660.000 Euro und in die Gronauer Innenstadt 700.000 Euro investiert. Weitere 823.000 Euro gehen im Rahmen des Programms "Kleinere Städte und Gemeinden" nach Duingen. Aus dem selben Topf erhalte außerdem Gronau einen Betrag in Höhe von 800.000 Euro.
bjl
Der Kulturdezernent und Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat den Finanzierungsvorschlag für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 der Fraktionen von SPD, Grüne, Linke, Unabhängigen und Teilen der FDP im Kulturausschuss stark kritisiert. Der Vorschlag sah eine strickte Deckelung der Kosten vor.
Meyer ist klarer Befürworter einer Bewerbung. Von einer Deckelung der Kosten riet er aber ab, da dadurch keine sinnvolle Konzeptentwicklung möglich sei. Die Bewerbung sei keine Kultur-, sondern vor allem eine Wirtschaftsförderung, so der OB. Er verwies so auf die Mehreinnahmen der Stadt im Jubiläumsjahr 2015.
Unterstützung kam von Mirco Weiß (CDU) sowie Beiratsmitglied Hartwig Kemmerer. Kritik äußerte Grünen-Vorsitzender Ulrich Räbiger. Er erinnerte daran, dass entsprechende Großprojekte in Hildesheim bereits 300 Millionen Euro Schulden verursacht hätten. Erst infolgedessen sei der Zukunftsvertrag geschlossen worden.
Nun soll der Antrag überarbeitet werden.
bjl/bst
Im Hauptbahnhof Hannover wird ab sofort ein neues Reinigungskonzept umgesetzt. Laut Deutscher Bahn, sind Reisende und Bahnhofsbesucher eingeladen Verschmutzungen im Bahnhof per WhatsApp zu melden. Dazu könne ganz einfach eine WhatsApp Nachricht mit Angaben des Standortes und der Verschmutzung an die Nummer: 015792362836 gesendet werden.
Das Reinigungskonzept ist Teil des mehrjährigen Unternehmensprogramms „Zukunft Bahn“, dass für mehr Qualität in allen Geschäftsbereichen stehen soll, heißt es von Seiten der Bahn. Es wird derzeit neben Hannover auch in den Bahnhöfen Berlin Hauptbahnhof, Berlin Südkreuz und Berlin Ostbahnhof getestet und soll anschließend in weiteren Bahnhöfen Deutschlands umgesetzt werden.
Weitere Informationen zu dem Pilotprojekt gibt es im Internet unter bahnhof.de.
hh/bjl
Die Gemeinde Duigen soll unter der Begleitung von Wissenschaftlern der Ostfalia-Hochschule in Wolfenbüttel ein energieautarkes Modelldorf werden. Dabei solle der komplette Energiebedarf des Ortes regenerativ erzeugt werden, so eine Sprecherin der Hochschule am Montag. Das sei umweltschonend und spare viel Geld.
Gemeinsam mit Studierenden entwickelt der Leiter des Instituts für energieoptimierte Systeme an der Ostfalia, Lars Kühl, derzeit ein "integriertes Quartierskonzept" für Duingen. Voruntersuchungen dafür seien bereits vor gut einem Jahr durchgeführt worden. Nun gehe es konkret um die einzelnen Haushalte, so Kühl.
Duigen wird bereits seit mehreren Jahren über eine Biogasanlage und ein Blockheizkraftwerk, das wiederum alle öffentlichen Gebäude beheizt, versorgt. Außerdem verfügt es über ein rund 40.000 Quadratmeter großes Solarfeld. Künftig soll auch die Abwärme einer Kuchenfabrik in das Energiekonzept integriert werden.
bjl