Ein Wandel in der Erziehungskultur von Kindern führt dazu, dass es heute weniger Jugendgewalt gibt. Diese Ansicht vertritt der Kriminologe Christian Pfeiffer in der Zeitschrift „Publik-Forum“.
Studien belegten, dass sich die Jugendgewalt seit 2007 auch als Folge dieses radikalen Wandels der Erziehung halbiert habe. "Anders als früher erziehen die meisten Eltern ihre Kinder heute nach dem Grundsatz 'Liebe statt Hiebe'". Die beste Prävention sei die Erfahrung von Liebe und Zugehörigkeit. Zur rückläufigen Entwicklung der Jugendkriminalität in Deutschland trügen auch die guten Chancen bei, die die junge Generation jetzt auf dem Arbeitsmarkt vorfinde, sagte der Kriminologe, der von 2000 bis 2003 niedersächsischer Justizminister war.
kk
Der Parkplatz am Königsteich ist wegen Baumrückschnitt noch bis einschließlich morgen gesperrt.
Grund dafür sei die Entfernung von Misteln aus den anliegenden Bäumen, teilt die Stadt Hildesheim mit. Die Arbeiten seien notwendig, um die Bruchgefahr der stark mit Misteln bewachsenen Äste zu beseitigen. Die Kronen der Bäume müssten um 20 bis 50 Prozent eingekürzt werden, wodurch sich der optische Eindruck der Baumreihe deutlich verändert.
Das reine Entfernen der Misteln würde dabei nicht ausreichen, da diese dann umso stärker neu austreiben würden.
kk
Laura Rebuschat tritt als Direktkandidatin für die Hildesheimer CDU bei der Landtagswahl im nächsten Jahr an.
Wie die Partei im Internet bekannt gab, setzte sich die 27- Jährige bei der Urwahl am Montag im zweiten Wahlgang mit 119 Stimmen gegen Mirco Weiß durch, der 99 Stimmen erhielt. Der dritte Kandidat, Enver Sopjani, erhielt im ersten Wahlgang 41 Stimmen und schied danach aus. Das Ergebnis kam für viele Beobachter überraschend, da Weiß als Favorit für die Kandidatur galt.
Rebuschat tritt damit bei der nächsten Landtagswahl gegen Bernd Lynack von der SPD an.
hh/fx
Der Verein "Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim e.V." in der Nordstadt ist heute morgen verboten und direkt im Anschluss durchsucht worden. Bei dem Einsatz, an dem laut Innenministerium rund 370 Einsatzkräfte beteiligt waren, wurden auch mehrere Wohnungen in Hildesheim und eine in Bad Salzdetfurth mit durchsucht. Festnahmen gab es dabei nicht.
Innenminister Boris Pistorius sagte am Nachmittag, mit dem Vereinsverbot sei ein Hotspot der radikalen Salafistenszene in Deutschland zerschlagen worden. Der Zugriff auf diese Infrastruktur und auch das Vermögen des Vereins sei jetzt nicht mehr möglich – so wurden etwa die durchsuchten Vereinsräume danach versiegelt. Jetzt werde das bei den Durchsuchungen beschlagnahmte Material ausgewertet.
Polizeipräsident Uwe Binias sagte zum zeitlichen Ablauf, dass es für ein Vereinsverbot hohe Hürden gebe. Man habe sich rechtlich absichern müssen und deshalb erst jetzt gehandelt. Gegen verschiedene Personen liefen jetzt Ermittlungsverfahren, meist wegen der Unterstützung strafbarer Handlungen. Die Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger sagte, man werde die Szene weiterhin intensiv beobachten. Wie sich das Verbot des Hildesheimer DIK auf andere Städte auswirken wird, bleibe abzuwarten – der Verein selbst könne gegen das Verbot vor Gericht klagen.
fx
Ein aufmerksamer Nachbar hat gestern Abend einen fremden Mann auf dem Balkon einer Wohnung in der Hildesheimer Von-Voigts-Rhetz-Straße bemerkt und so möglicherweise einen Einbruch verhindert. Wie die Polizei meldet, hatte der Nachbar gegen 19:40 Uhr den Fremden auf dem Hochparterre-Balkon des Nebenhauses gesehen. Als er ihn ansprach, klettere dieser herunter und verschwand in der Dunkelheit. Zu dieser Zeit war niemand in der Wohnung mit dem Balkon - die Polizei geht deshalb davon aus, dass der Mann dort einbrechen wollte.
Der mutmaßliche Einbrecher war 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,80 m groß und schlank. Er war dunkel gekleidet und trug eine Wollmütze bis über die Ohren gezogen sowie eine große Nickelbrille mit schwarzem Rahmen. Wer diesen Mann in der Umgebung gesehen hat, wird gebeten, sich unter Telefon 05121 / 939-115 bei der Polizei zu melden.
fx