Die evangelische und katholische Kirche in Deutschland wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten und ihre Gemeinsamkeiten stärker betonen. Das ist die zentrale Botschaft des großen gemeinsamen Reformationsgottesdienstes in St. Michael heute Nachmittag.
In der Predigt baten Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland ist, und der katholische Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, gemeinsam um Vergebung für die Sünden der Vergangenheit und das, was man "einander angetan" habe. Eifer und Unduldsamkeit hätten zu Krieg geführt, Hass habe "Gott zum Werkzeug des eigenen Willens" gemacht. Man empfinde Scham und Trauer über das Leid, das aus dem Streit der Kirchen entstanden sei, so Bedford-Strohm und Marx.
Sie riefen zu weiteren gemeinsamen Feiern wie dieser in Hildesheim auf. Marx sagte, zum Ende des Reformationsjahres solle man sagen, "die Christen bekomme man nicht mehr auseinander". Bedford-Strohm sagte, beide Religionen wollten "Freundinnen und Freunde in Christus sein" - dies sei "ein Tag der Hoffnung".
Die Feier in St. Michael war nicht öffentlich und von vielen Würdenträgerinnen und Würdenträgern aus Religion und auch Politik besucht, darunter Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.
fx
Die CDU Landtagsfraktion hat einen Gesetzesentwurf für ein Verbot zur Verhüllung von Gesichtern vorgelegt. Dieses Verbot solle in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden von Land und Kommunen gelten, so Fraktionschef Björn Thümler (CDU). Dazu zählen beispielsweise Gerichte, Schulen, Theater, Museen, Sporthallen und Schwimmbäder. Von den Regelungen ausgenommen seien Krankenhäuser.
Die Verhüllung des Gesichts stehe im Gegensatz zur hier gängigen Kommunikationskultur, die neben der Sprache auch Mimik und Gestik umfasse. Mit dem Gesetzentwurf wolle die CDU deshalb in allen eindeutig staatlichen Bereichen ein Zeichen gegen die Vollverschleierung setzen, so Thümler weiter.
kk
Das Land Niedersachsen will den Einsatz von Tierversuchen in Forschungseinrichtungen reduzieren. Deshalb wurde ein neuer Forschungsverbund gegründet, der die Suche nach Alternativen beschleunige, so die Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić (Grüne) bei der Präsentation. Das Ziel sei dabei, Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu suchen und somit die Zahl der Tierversuche auf ein Minimum zu reduzieren. Die Projektlaufzeit ist auf vier Jahre beschränkt, es werden Fördermittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro bereit gestellt.
kk
Die Hildesheimer Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) unterstützt eine Landtagskandidatur von Mirco Weiß. Das gab der Kreisverband bekannt, nachdem sich der Vorstand einstimmig dafür ausgesprochen hatte.
Die CDU wählt am Montag die Person, die im Landtagswahlkampf gegen den SPD-Abgeordneten Bernd Lynack antreten wird. Außer Weiß kandidieren die Politikwissenschaftlerin Laura Rebuschat, die für die Stadt Hildesheim arbeitet, und der Politik- und Rechtswissenschaftler Dr. Enver Sopjani, der für die CDU die „Interkulturellen Liga“ leitet.
fx
Ein Einfamilienhaus ist gestern im Alfelder Ortsteil Sack komplett ausgebrannt. Wie die Polizei mitteilt, brannte das ganze Gebäude innerhalb kürzester Zeit so stark, dass die Löschversuche der Feuerwehr ohne Erfolg blieben. Personen wurden nicht verletzt, der Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
kk