Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind ohne eigene Wohnung und auf Unterstützung der Wohnungslosenhilfe angewiesen. Wie die Zentrale Beratungsstelle (ZBS) Niedersachsen heute mitteilt, steigen die Zahlen seit Jahren kontinuierlich an - die ZBS koordiniert für das Sozialministerium die Hilfen für Menschen in Wohnungsnot.
Immer häufiger seien auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit geregeltem Einkommen, Familien mit Kindern, junge Erwachsene und Frauen unter den Hilfesuchenden. 2023 hätten eigenen Zahlen nach über 37.000 Menschen Hilfen für Wohnungslose in Anspruch genommen. Ursache dafür sei in erster Linie der enge Wohnungsmarkt und der massive Rückgang an Sozialwohnungen, und das gelte selbst für wohlhabende ländliche Regionen wie etwa das Emsland oder den Raum Vechta, so der Referent der Caritas-Wohnungslosenhilfe im Bistum Osnabrück, Christian Jäger. Wenn die Politik nicht gegensteuere, werde sich das Problem in den kommenden Jahren noch deutlich verschärfen.
Die Stadt Hannover hat unterdessen gestern eine neue Unterkunft für obdachlose Menschen in Betrieb genommen, mit fünf abgeschlossenen Wohnungen mit insgesamt 30 Zimmern. Das Ziel der Stadtverwaltung sei, die Wohnungslosigkeit in Hannover bis 2030 abzuschaffen, sagte Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne). Man lege dabei Wert auf hohe Standards und räume der Unterbringung in Wohnungen gegenüber den Gemeinschaftsunterkünften einen Vorrang ein.
In den städtischen Unterkünften Hannovers leben den Angaben zufolge derzeit etwa 1.100 Menschen. 60 Prozent davon seien Familien, 30 Prozent Männer und zehn Prozent Frauen. In der Stadt gibt es nach Schätzungen der Diakonie bis zu 4.000 Menschen ohne festen Wohnsitz, viele davon aus Osteuropa, und rund 500 von ihnen übernachten regelmäßig im Freien.
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Insgesamt 19 Parteien haben für die kommende Bundestagswahl eine Landesliste für Niedersachsen eingereicht. Wie der Landeswahlleiter heute mitteilt, lief dafür gestern Abend die Frist aus. Der Landeswahlausschuss werde nun am Freitag in öffentlicher Sitzung prüfen, ob die Listen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, und am gleichen Tag würden auch die Kreiswahlausschüsse über die Zulassung der Direktkandidaturen entscheiden.
Diese Parteien haben eine Landesliste eingereicht:
01 - Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
02 - Christlich Demokratische Union Deutschlands in Niedersachsen (CDU)
03 - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
04 - Freie Demokratische Partei (FDP)
05 - Alternative für Deutschland (AfD)
06 - Die Linke (Die Linke)
07 - PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei)
08 - Basisdemokratische Partei Deutschland (dieBasis)
09 - Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
10 - FREIE WÄHLER Niedersachsen (FREIE WÄHLER)
11 - Piratenpartei Deutschland (PIRATEN)
12 - Volt Deutschland (Volt)
13 - Partei der Humanisten – Fakten, Freiheit, Fortschritt (PdH)
14 - Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
15 - BÜNDNIS DEUTSCHLAND (BÜNDNIS DEUTSCHLAND)
16 - Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW)
17 - MERA25 - Gemeinsam für Europäische Unabhängigkeit (MERA25)
18 - Partei des Fortschritts Landesverband Niedersachsen (PdF)
19 - WerteUnion (WerteUnion)
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Ein 35 Jahre alter Mann hat gestern in der Hildesheimer Innenstadt einen Polizeieinsatz ausgelöst, der mit seiner Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus endete. Laut Bericht soll er zunächst gegen 23:40 Uhr in der Straße Hückedahl eine 34-Jährige angesprochen und bis in die Schuhstraße verfolgt haben, wobei er offenbar versuchte, sie zum Stehenbleiben zu bewegen. Die Frau aber sowie weitere Passanten, die die Situation beobachteten, riefen die Polizei.
Diese traf den Mann, der offenbar stark betrunken war, in der Kreuzstraße an, woraufhin er die Beamten mehrfach beleidigte und bedrohte sowie so aggressiv auftrat, dass ihm schließlich zwangsweise Handschellen angelegt wurden. Auf der Wache setzte er dann sein Verhalten fort und tätigte außerdem Aussagen, die auf eine Eigengefährdung hindeuteten - daraus ergab sich dann die Einweisung in ein Fachkrankenhaus.
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Eine Obdachlosenselbsthilfe in Hildesheim hat angesichts der niedrigen Temperaturen das Fehlen von nachts geöffneten Schutzräumen beklagt. Ihr Sprecher Swen Huchatz sagte, obdachlose Menschen in Hildesheim seien durch die Minusgrade vom Kältetod bedroht, doch es passiere nichts: Die Tagestreffs würden nachmittags schließen und die Betroffenen müssten dann die Nächte in der klirrenden Kälte ausharren. Zudem brauche es auch Informationen, wie man etwa Betroffenen helfen kann, indem man sie etwa an bestimmte Orte begleitet.
Er habe bereits vor einer Woche ein entsprechendes Ersuchen an die Stadt- und Kreispolitik geschickt, aber keine Rückmeldung erhalten, so Huchatz - er fordere deshalb erneut alle Stadtpolitiker*innen und Verantwortliche der Wohnungslosenhilfe auf, unverzüglich zu handeln und sofort Schutzräume zu öffnen, die rund um die Uhr erreichbar und offen sind.
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Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktags am kommenden Montag vor Antisemitismus und Rechtsextremismus gewarnt. Er nehme mit Bestürzung den Anstieg an Hass und Gewalt gegenüber Jüdinnen und Juden auf unseren Straßen wahr, sagte er gestern. Seit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 seien Jüdinnen und Juden auch in Deutschland von Antisemitismus bedroht wie noch nie seit 1945.
Der Gedenktag sei deshalb aktueller und wichtiger denn je, und die Kirche dürfe dazu nicht schweigen. Der christliche Antijudaismus habe dem modernen Antisemitismus einen fruchtbaren Boden bereitet. Antisemitismus ist Sünde, so Wilmer, ein Angriff auf die Würde des Menschen, der die Gesellschaft zerstöre. Entsprechend müsse man jeder Politik der Ausgrenzung eine deutliche Absage erteilen. Christen sollten sich für Menschenwürde und Nächstenliebe allen Menschen gegenüber einsetzen.
Der Holocaust-Gedenktag bezieht sich auf den 27. Januar des Jahres 1945. An diesem Tag wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit.
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