Vor dem Landgericht Hildesheim hat heute das Verfahren gegen einen 29 Jahre alten Mann begonnen, der Mitte Juni am Peiner Hauptbahnhof einem anderen Mann mit einer Armbrust in den Rücken geschossen und einen weiteren Mann bedroht haben soll. Er war kurz nach der Tat festgenommen und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Der Prozess gegen ihn läuft als Sicherungsverfahren - dies bedeutet, dass es wegen Schuldunfähigkeit oder Verhandlungsunfähigkeit kein normales Strafverfahren gibt, und statt einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt in Betracht kommt.
Die Staatsanwaltschaft habe entsprechend beantragt, den 29-Jährigen wegen fortbestehender Gefährlichkeit dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen, so das Landgericht. Er hatte die Tat eingestanden, sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber auf seine psychischen Probleme berufen. Ein Gutachten besagt, dass er im Juni im Zustand der Schuldunfähigkeit agiert hatte und durch eine paranoide Schizophrenie nicht in der Lage war, das Unrecht seines Handelns einzusehen.
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In der letzten Nacht ist kurz vor Mitternacht ein Feuer in einem Einfamilienhaus im Alfelder Ortsteil Föhrste ausgebrochen. Wie die Polizei mitteilt, erlitt der 36 Jahre alte Eigentümer dabei offenbar eine Rauchgasvergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden, im Haus entstand Sachschaden in Höhe von geschätzt 80.000 Euro. Ersten Ermittlungen nach hat wahrscheinlich ein Defekt an einer Ölheizung den Brand verursacht. Der Brandort wurde für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt.
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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Tarifverhandlungen mit der Transdev-Gruppe, die auch die S-Bahn Hannover betreibt, für gescheitert erklärt. Dies geschah nur einen Tag nach der Wiederaufnahme der Gespräche. Die GDL hatte dazu erklärt, Transdev sei nun bereit, über die Kernforderungen der Gewerkschaft zu verhandeln: eine Arbeitszeitabsenkung für Schichtarbeiter auf 35 Stunden pro Woche und eine Fünf-Tage-Woche. Für die Dauer der Verhandlungen waren weitere Streiks ausgeschlossen worden, dies ist mit dem Abbruch der Gespräche nun vom Tisch.
Von Transdev hieß es, man sei enttäuscht und irritiert: Die Tarifparteien seien auf einem guten Weg gewesen, man sei stets verhandlungs- und gesprächsbereit gewesen und habe sogar eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit angeboten. Nun sei man insbesondere mit Blick auf die Fahrgäste verärgert, weil man von der GDL in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld genauso behandelt werde wie diejenigen Bahnunternehmen, die nichts in Sachen Arbeitszeitverkürzung angeboten haben. Transdev forderte die GDL auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und - gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit - auf Streiks zu verzichten.
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Ein betrunkener 46 Jahre alter Mann aus Hildesheim hat in der letzten Nacht einen Polizeieinsatz in der Bernwardstraße ausgelöst. Laut Meldung war er dort kurz nach Mitternacht mit einer Mitarbeiterin eines Schnellimbisses in Streit geraten und wollte nicht gehen. Als er daraufhin vor dem Imbiss einen Platzverweis erhielt, wurde er aggressiv und es kam zu einem Handgemenge - dabei wurden zwei Beamte leicht verletzt. Der 46-Jährige verbrachte daraufhin die Nacht in einer Zelle. Er wurde am Morgen entlassen, nun läuft gegen ihn ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
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Die am Rande Alfelds geplante große Batteriespeicheranlage wird nach ihrer Fertigstellung vom dänischen Unternehmen Obton betrieben. Das teilt die Kyon Energy Solutions GmbH aus München mit, die die Anlage errichten wird. Sie hat demnach dieses Jahr Speicherprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 195 Megawatt an Obton verkauft, einen international tätigen Betreiber von Solarparks. An dieser Summe habe das Alfelder Projekt mit rund 138 Megawatt den größten Anteil - es handele sich hier um die größte derzeit geplante Anlage ihrer Art in Europa. Kyon will eigenen Angaben nach bis 2026 600 Megawatt an Speicherkapazität für Obton schaffen.
Der Baustart westlich des Alfelder Stadtteils Limmer ist fürs nächste Jahr geplant. Ab 2025 soll die Anlage dann vor allem das Stromnetz stabilisieren, so Kyon Energy, in dem sie überschüssige Energie aus erneuerbaren Energiequellen aufnimmt und je nach Nachfrage wieder ins Netz einspeist. Dies solle dann auch zur Senkung des Gesamtstrompreises beitragen und die Abhängigkeit von konventionellen Energieträgern verringern.
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