Die Polizei hat am Freitagmittag in Lamspringe einen ihr bereits bekannten jungen Mann festgenommen, nachdem dieser über einen längeren Weg zwei Frauen verfolgt hatte. Dies war laut Bericht offenbar sexuell motiviert, und durch die Gegenwart von Zeugen sei ein direkter Übergriff verhindert worden.
Der 20-Jährige war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach in Lamspringe und Hildesheim mit sexuell übergriffigem Verhalten gegenüber Frauen aufgefallen, und war aufgefordert worden, dies einzustellen. Da dies offenbar nicht gewirkt habe, sei beim Amtsgericht Hildesheim ein erneutes Langzeitgewahrsam anfragt worden - eine Richterin habe daraufhin eine 10-tägige Unterbringung im polizeilichen Gewahrsam angeordnet. Der Beschuldigte muss sich zudem beim Polizeikommissariat Bad Salzdetfurth in sieben Fällen wegen Sexueller Belästigung, Beleidigung auf sexueller Grundlage sowie wegen Hausfriedensbruch verantworten.
fx
Die vor einer Woche eingeführten zusätzlichen Corona-Beschränkungen, darunter die Ausgangssperre, werden am Sonntag zurückgenommen. Der Landkreis hat dazu heute eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Diese Rücknahme ist möglich, weil nun seit fünf Werktagen in Folge der Sieben-Tage-Inzidenzwert unter 100 liegt – heute wurde er mit 63,8 angegeben.
Sie finden die zugehörige Meldung des Landkreises mit weiteren Details unten angehängt.
Das Land Niedersachsen will außerdem zum Montag neue Lockerungsmöglichkeiten für Kommunen mit Inzidenz unter 100 möglich machen. Radio Tonkuhle berichtet darüber am Montag in den Nachrichten und in der Rubrik “Viertel Vor”.
fx
Die Meldung des Landkreises im Wortlaut:
"Am vergangenen Freitag musste der Landkreis Hildesheim per Allgemeinverfügung verschärfte Regelungen in Kraft setzen, da das RKI für den Landkreis den dritten Tag in Folge eine Inzidenz von über 100 auswies. Neben den Maßnahmen der so genannten bundeseinheitlichen „Notbremse“ nach dem Infektionsschutzgesetz galten außerdem verschärfte Regelungen für Schule, Kitas und Großtagespflege auf der Basis der niedersächsischen Corona-Verordnung. All diese Maßnahmen gelten ab dem kommenden Sonntag (9.5.) nicht mehr. Die 7-Tage-Inzidenz liegt seit Montag dieser Woche und damit an fünf aufeinander folgenden Werktagen durchgehend unter 100, so dass die einschränkenden Maßnahmen wieder aufgehoben werden können. Der Landkreis hat heute entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen.
Zu beachten ist allerdings, dass voraussichtlich ab Montag (10.5.) eine neue Fassung der niedersächsischen Corona-Verordnung gelten wird, die Änderungen der Vorschriften enthalten kann. Verbindliche Informationen liegen dazu jedoch noch nicht vor.
Diese zentralen Regeln gelten ab Sonntag:
Ausgangssperre
Die Ausgangssperre ist ab Sonntag aufgehoben.
Kontaktbeschränkungen
Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum wie auch in privaten Räumlichkeiten dürfen wieder mit den Personen des eigenen Haushalts und zwei weiteren Personen eines anderen Haushalts sowie den mit diesen Personen im selben Haushalt lebenden Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs stattfinden. Die Beschränkung auf 30 Personen bei Trauerzeremonien entfällt.
Schulen, Kitas, Großtagespflege
Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte können ihren Betrieb wieder aufnehmen, hier gilt der eingeschränkte Regelbetrieb (Kita-Szenario B). Auch die Einschränkung des Betriebs in der Großtagespflege entfällt.
Der Schulbesuch ist ebenso wieder erlaubt, hier gilt für alle Schulen und Schuljahrgänge Präsenzunterricht im Szenario B (Wechselunterricht).
ÖPNV
Im Öffentlichen Nah- und Fernverkehr und im Fernverkehr müssen keine FFP2-Masken mehr getragen werden, einfache medizinische Masken reichen aus.
Übrige Bereiche
Für die übrigen Bereiche wie Freizeiteinrichtungen, Sport, körpernahe Dienstleistungen, Einzelhandel, touristische Übernachtungen etc. gelten wieder ausschließlich die Vorschriften der niedersächsischen Corona-Verordnung. Da insbesondere für diese Bereiche Änderungen durch die neue Verordnung zu erwarten sind, wird auf die Darstellung von Details verzichtet."
Das Niedersächsische Landesmuseum in Hannover und die Hildesheimer HAWK wollen den welfischen Kulturbesitz des Schlosses Marienburg erfassen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Gestern wurde der Kooperationsvertrag für die einjährige Pilotphase des Projekts „Marienburg 2030“ unterzeichnet. Kulturminister Björn Thümler (CDU) sagte dazu, die Marienburg habe nicht nur das Potenzial, das Neuschwanstein des Nordens zu sein, sondern sie sei es “schlicht und ergreifend“.
Der Vertrag stelle für die Beteiligten nur den Anfang eines gemeinsamen weiten Weges dar: Die Inventarlisten für die Kulturgüter aus der rund 150 Jahre andauernden Geschichte des Schlosses umfassten rund 1800 Positionen mit bis zu vierstelligen Mengen von Kunstgegenständen. Viele davon seien unerschlossen und in einem schlechten Zustand. Studierende der HAWK sowie Professorinnen und Professoren hätten bereits begonnen, die Bestände zu erfassen, sagte deren Präsident Marc Hudy.
fx
Der NABU ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) zur 17. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Am Himmelfahrts-Wochenende vom 13. bis 16. Mai sollen wieder deutschlandweit Vögel in heimischen Gärten oder Parks gezählt werden. Die Aktion konnte in den vergangenen Jahren einen starken Zuwachs verzeichnen, Matthias Freter vom NABU Niedersachsen. Allein 2020 hatte sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Damals hatten sich 161.000 Menschen beteiligt.
Durch die große Datenmenge sei ein genaues Bild Vogelwelt in Gärten und Parks möglich. So konnte 2020 ein starker Einbruch bei der Blaumeisenpopulation festgestellt werden, die auf eine Bakterieninfektion zurückzuführen war, so der NABU. Die diesjährige Zählung soll zeigen, ob sich die Blaumeise erholt habe. Alle Beobachtungen können wie gewohnt online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden.
sk
Der Pastor der evangelisch-lutherischen St. Johannis-Gemeinde in Nordstemmen, Marcus Piehl, will sich bald zu einem Gemeindebrief äußern, der überregional für große Kritik gesorgt hat. Er hatte in dessen Vorwort u.a. geschrieben, Geschlechtsdiversität sei nicht mit der Schöpfungsordnung vereinbar: Diese sehe keine anderen Geschlechter vor als die von Mann und Frau. Die Genderforschung sei “auch ein Angriff auf Gottes Ordnung”.
Superintendent Christian Castel sagte in einer Reaktion darauf und nach einem persönlichen Gespräch mit Piehl, solche Positionen seien für die Kirche untragbar. Es werde noch weitere Gespräche geben, um “die entstandenen Verletzungen zu heilen”. Auch die Landeskirche distanzierte sich von dem Text: Alle Menschen ohne Ansehen ihres Geschlechts seien in der Kirche willkommen.
Der Vorstand der Gemeinde teilte heute mit, man habe den Artikel als persönliche Meinung des Pastors eingeordnet, nehme jetzt aber wahr, dass seine Aussagen als Haltung der Gemeinde verstanden werden könnten. Deshalb betrachte man das bisherige Vorgehen als Fehler und bitte um Entschuldigung. Man sollte nun im Interesse aller auf sachlicher Ebene über den Inhalt und die Verbreitung des Artikels ins Gespräch kommen.
fx
Die aktuellen Planungen für den Wasserkamp stellen kurz vor einer geplanten Entscheidung im Stadtrat zum Monatsende die Entscheidungsfähigkeit der Stadtpolitik auf die Probe. Der...
Angesichts der für morgen angekündigten Sperrung der Ortsdurchfahrt Föhrste und der unerwarteten Sperrung der Leinebrücke in Freden betont die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, dass die...
Der Marktkauf am Cheruskerring in der Hildesheimer Nordstadt ist Ende letzter Woche zweimal das Ziel von Einbrechern geworden. Wie die Polizei mitteilt, geschah der erste Einbruch am frühen...
Am Freitagabend hat ein Jugendlicher versucht, das Kart-Center am Cheruskerring zu berauben. Wie die Polizei meldet, betrat er kurz nach 19:30 Uhr maskiert den dortigen Thekenbereich, bedrohte eine...
Eine alte Handgranate offenbar britischer Herkunft ist gestern nahe der JoWiese von spielenden Kindern gefunden und noch am Abend unter Aufsicht von Experten gesprengt worden. Wie die Feuerwehr...
In der Nacht auf Samstag ist in Neuhof ein 30 Jahre alter Mann wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts festgenommen worden. Laut Bericht von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte zunächst eine...
Das Sommerferienprogramm der Stadt Alfeld wird diesen Freitag um 17 Uhr ins Internet gestellt. Auf www.ferienpass-alfeld.de sind dann über 180 Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zu finden, teilt die Stadt mit....
Die Musikschule Hildesheim startet am Montag in ihre Musikschulwoche für dieses Jahr. Nach einer verkürzten Variante im letzten Jahr sei dieses Jahr wieder Programm für fünf Tage geplant, sagte der...
In der Frage um die künftige Unterbringung von Hauptschülerinnen und Hauptschülern will die Stadtpolitik externen Sachverstand hinzuziehen. Ein entsprechender Antrag ist zuletzt im Schulausschuss...
Die Kreisstraße 402 in Föhrste und bis nach Wispenstein wird ab Montag für voraussichtlich sechs Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das teilt die Stadt Alfeld mit. In zwei Bauabschnitten...
Beim morgen beginnenden Tag der Niedersachsen in Braunschweig ist auch das Hildesheim Marketing vertreten. Es präsentiert sich in einem Pavillon am Herzogin-Anna-Amalia-Platz und wirbt dort für...