Der Bückeberg bei Emmerthal, auf dem die Nationalsozialisten von 1933 bis 1937 ihre sogenannten "Reichserntedankfeste" feierten, soll trotz Widerständen in der Region zu einem Lern- und Gedenkort werden. Der Kreistag des Landkreises Hameln-Pyrmont machte den Weg dafür am Dienstagabend mit einem entsprechenden Beschluss frei. Das Kommunalparlament stimmte mehrheitlich für eine Vorlage der Kreisverwaltung. Gegenstimmen kamen von der CDU und der AfD. Knapp 300.000 Euro sollen für den Bau der Gedenkstätte in den Kreishaushalt 2018 eingestellt werden. Zuvor soll aber geprüft werden, ob sich Land und Bund an den Kosten beteiligen. Der Verein um den Historiker Bernard Gelderblom hat das Konzept für die Gedenkstätte entwickelt. Auf dem rund 160 Meter hohen Bückeberg soll ein begehbares "historisch-topografisches Informationssystem" für Besucher entstehen. Der Gemeinderat von Emmerthal hatte die Pläne zuvor mehrheitlich abgelehnt. Auch rund 2.000 Bürger wandten sich mit einer Unterschriftensammlung gegen das Vorhaben.
sk
Der zur Überwachung des Netzwerks von Hassprediger Abu Walaa eingesetzte V-Mann hat nach Polizeiangaben selber keine Terrorpläne unterstützt. Das sagte ein Beamter des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Celle aus. Der Polizist hatte den Spitzel mit dem Decknamen "Murat" angeleitet. Aufgabe des Spitzels sei es gewesen, ein Augenmerk auf im Inland geplante Anschläge zu richten. Der LKA-Fahnder widersprach damit Vorwürfen, der V-Mann habe selber zu Anschlägen in Deutschland angestachelt.
Die Vorwürfe stammten von Abu Walaas Anwalt. Dieser hatte sowohl den Kronzeugen als auch den V-Mann als unglaubwürdig eingestuft und eine Entlassung Abu Walaas aus der Untersuchungshaft beantragt. Über den Antrag entschieden werde frühestens in zwei Wochen, so ein Gerichtssprecher. Der mutmaßliche Terror-Drahtzieher Abu Walaa und vier Mitangeklagte müssen sich seit Ende September wegen Unterstützung und Mitgliedschaft im IS verantworten. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim islamistisch radikalisiert und in Kampfgebiete geschickt haben. Ein Ende des Prozesses ist derzeit nicht absehbar.
sk
Der Kreistag hat beschlossen, den Schulbezirk für die IGS Bad Salzdetfurth zu vergrößern. Die Mehrheitsfraktion von CDU und SPD setzte durch, dass er künftig auch die Stadt Bockenem sowie die Gemeinden Diekholzen, Holle, Lamspringe und Sibbesse umfasst. Kinder aus diesen Orten müssen damit künftig die IGS in Bad Salzdetfurth besuchen, wenn ihre Eltern diese Schulform wählen.
Diese Vergrößerung ist umstritten. Die Befürworter wollen damit den Bestand der Schule absichern. Kritiker dagegen sehen nicht nur eine Beschneidung der Entscheidungsfreiheit der Eltern, sondern auch eine Abwertung der Schule: Sie werde damit in ein schlechtes Licht gerückt, obwohl sie inzwischen gut laufe und nicht gefährdet sei. Deshalb gab es auch in der Mehrheitsgruppe Nein-Stimmen und Enthaltungen, und auch Landrat Olaf Levonen stimmte dagegen.
fx
Die Gewerkschaft ver.di hat im aktuellen Tarifkonflikt beim Öffentlichen Dienst für heute und morgen zu Warnstreiks aufgerufen.
Heute sollen unter anderem die Üstra Verkehrsbetriebe Hannover bestreikt werden, was zu Fahrtausfällen von Bus und Bahnen führt. Am Freitag sind in Hildesheim die Agentur für Arbeit, die Straßenmeistereien, die Stadt und der Landkreis Hildesheim, die Samtgemeinden Leinebergland, Sibesse und Algermissen sowie die Stadt Alfeld zu Warnstreiks aufgerufen. Am Dienstag war die zweite Verhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommen ergebnislos geblieben. Ver.di fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat sowie die Verbesserung der Situation Auszubildender.
cw
In der Stadtpolitik gibt es keine Bestrebungen, die Sportanlagen am Übergang der Marienburger Höhe nach Itzum auf den Wasserkamp umziehen zu lassen.
Das sagten Vertreter der Stadtverwaltung vor dem Stadtentwicklungsausschuss und vor dem Rat. Die Vereine MTV 48 und PSV Grün-Weiß nutzten ihre Flächen intensiv und seien gegen einen Umzug, hieß es. Vor einigen Jahren hatte es Überlegungen gegeben, die Sportvereine auf den Wasserkamp umzusiedeln. Dies kam in der aktuellen Diskussion um eine Bebauung des Kamps auf, auch durch einen Vorschlag des ehemaligen Sozialdezernenten und SPD-Stadtverbandsvize Dirk Schröder.
fx
Stand: 23 Uhr. Bei der Kommunalwahl 2026 in Niedersachsen kommt es bei der Landratswahl in zwei Wochen zu einer Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber Bernd Lynack (SPD) und seinem parteilosen, aber von...
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Die Stadt Hildesheim wird die Teilnahme der nördlichen Innenstadt beim Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ für nächstes Jahr beantragen....
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In wenigen Tagen beginnen Dacharbeiten am Gebäude des Stadtcafés Beste an der Einmündung der Straße Hinter dem Schilde in die Fußgängerzone. Um dafür einen Kran aufstellen zu können, wird der...
Nächsten Montag beginnt die zweite Caritassammlung des Jahres. Wie der hiesige Verband mitteilt, wird zwei Wochen lang für ein sogenanntes „Formular-Café“ gesammelt. Damit soll ein Angebot ausgebaut und...