Kita-Stadtelternrat kritisiert Ratsbeschluss zur Kulturhauptstadt
Der Vorsitzende des Kita-Stadtelternrats, Marcus Hollenbach, hat mit Enttäuschung auf den Ratsbeschluss zur Kulturhauptstadt reagiert. In einer Mitteilung heißt es, auch die beschlossene Deckelung der städtischen Ausgaben auf maximal eine Million Euro sei eine freiwillige Ausgabe, für die die Stadt kein Geld habe. Die Stadt müsse in den nächsten Jahren allein über 500 Krippen- und Kindergartenplätze schaffen. Woher dieses Geld kommen solle, habe bisher niemand gesagt. Es habe den Anschein, dass sich die Politik von einer kleinen Gruppe etablierter Bürgerinnen und Bürger vor sich hertreiben lasse und darüber ihre Kernaufgabe der Nachhaltigkeit und der Fokussierung auf die von OB Meyer proklamierten Familienfreundlichkeit aus den Augen verliere. Die stellvertretende Vorsitzende Jessica Stiemer sagte weiter, die Stadt sei bereits jetzt kaum in der Lage, zusätzliche Früh- und Spätdienste in den Krippen zu finanzieren - und da gehe es jeweils nur um 30 Minuten morgens und nachmittags.
fx
Der Zoo Hannover steht nach einem gestern ausgestrahlten Fernsehbericht über die dortige Haltung der Elefanten in der Kritik. Das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ zeigte Aufnahmen, auf denen auch der Einsatz eines so genannten Elefantenhakens zu sehen ist. Mit diesem Stock mit Eisenspitze werden die Tiere aus Sicht der Kritiker misshandelt und zu Kunststücken gezwungen.
Vom Deutschen Tierschutzbund hieß es dazu, Elefanten sollten auch zur Sicherheit der Pfleger nur indirekten Kontakt, oder besser, keinen Kontakt zum Zoopersonal haben. Eine Dressur von Elefanten sei mit aller Schärfe abzulehnen.
Der Zoo selbst weist auf seiner Internetseite die Vorwürfe ausdrücklich zurück. Der Stock diene demnach der Führung der Tiere. In Hannover würden Elefanten im direkten Kontakt gehalten, was eine einzigartige Beziehung zwischen Pfleger und Tieren bedeute und z.B. ihre medizinische Versorgung und Behandlung erleichtere. Es sei aber bereits vorgesehen, in den kommenden Jahren zum so genannten „geschützten Kontakt“ zu wechseln, bei dem die Pfleger dann durch Gitter von den Tieren getrennt sind.
fx
Bei dem Brand zweier Gartenlauben gestern Abend ist offenbar ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr meldet, wurde nach den Löscharbeiten vor Ort eine Leiche gefunden - jetzt ermittelt die Polizei. Weitere Informationen zu ihrer Person liegen noch nicht vor.
Laut Bericht war die Feuerwehr nach 21 Uhr in die Kolonie Hauptbahnhof am Langen Garten gerufen worden. Beim Eintreffen stand bereits eine Gartenlaube komplett in Flammen, und eine weitere in unmittelbarer Nähe hatte ebenfalls bereits Feuer gefangen. Eine Gartenpächterin sagte, dass sie noch Hilferufe aus der Hütte vernommen hatte, die Einsatzkräfte konnten das aber nicht bestätigen. Nachdem eine Wasserversorgung zum Brandherd aufgebaut war, wurden die Feuer schnell gelöscht, und bei den Nachlöscharbeiten wurde dann die Leiche entdeckt. Der Einsatz dauerte über vier Stunden, neben der Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Achtum und Einum im Einsatz.
fx
Lars Leopold übernimmt das Kreistagsmandat von Maik Brückner.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Hildesheimer Kreistag hat sein Kreistagsmandat am Montag abgegeben. Formell werde der Personalwechsel auf der nächsten Kreistagssitzung vollzogen, heißt es von Seiten der Partei. Um die Interessen der Wählerinnen und Wähler noch besser im Stadtrat und Kreistag Hildesheim vertreten zu können, sei es von Vorteil, personell breiter aufgestellt zu sein, so Brückner, der für DIE LINKE auch weiterhin im Stadtrat sitzt. Joachim Sturm, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Kreistag, bedankte sich bei Maik Brückner für die bisherige Arbeit. Mit Lars Leopold übernehme ein engagierter Sozialpolitiker nun die Aufgaben im Kreistag.
Er freue sich auf die neue Herausforderung, sagte Leopold, der für die Partei auch im Samtgemeinderat Leinebergland sitzt. Ihm liege besonders die Erstellung eines Konzepts für den Südkreis am Herzen.Das regelrechte ‚Kaputtsparen‘ habe viele Kommunen im Südkreis an den Rand der Funktionsfähigkeit geführt.
Hier müssten neue Ideen entwickelt werden, so Leopold.
bjl
Dr. Martin Gottschlich (FDP) gibt seine politischen Mandate ab. Das wurde gestern bekannt. Gottschlich war bisher sowohl Ratsherr als auch Mitglied des Kreistages. In der gestrigen Sitzung des Stadtrats nahm bereits Michael Kriegel seinen Platz ein.
Dies stieß bei den „Unabhängigen“ auf Kritik, da es bereits zum zweiten Mal passierte: Bereits 2012 hatte sich Gottschlich aus der Politik zurückgezogen, mit Verweis auf Mehrbelastungen im Beruf. Auch damals rückte Michael Kriegel für ihn in den Rat nach.
Gottschlich war nach dreijähriger Pause 2015 in die Politik zurückgekehrt und übernahm den Vorsitz des Stadtverbands. Letztes Jahr kandidierte er darüber hinaus für das Amt des Landrats. Ende Januar diesen Jahres gab er dann den Stadtverbands-Vorsitz wieder ab. Gründe für den jetzigen kompletten Rückzug wurden nicht genannt.
fx