Atomkraftgegner und Anwohner haben gestern am Bergwerk Asse bei Wolfenbüttel an den Beginn der Einlagerung radioaktiver Abfälle vor 50 Jahren erinnert.
Bei der Kundgebung warnten die Redner davor, die marode Schachtanlage durch eine Flutung stillzulegen. Die Planungen für eine Bergung des Atommülls müssten umgehend beginnen, so ihre Forderung.
Das Bundesamt für Strahlenschutz mahnte dagegen Sorgfalt beim Vorgehen an. Derzeit dringen täglich rund 12,5 Kubikmeter Lauge in die Asse ein. In einer aktuellen Broschüre der Behörde heiße es, die weitere Entwicklung des Zutritts sei nicht prognostizierbar. Ein unkontrolliertes Volllaufen des Grubengebäudes könne nicht ausgeschlossen werden.
Die Sprecherin des Strahlenschutzamtes, Ina Stelljes, warnte vor übereilten Schritten. Das strenge Atomrecht fordere ein Nachweissystem für jeden geplanten Schritt. Dies erfordere Zeit, Geld und viel Geduld von allen Beteiligten, so Stelljes.
bjl
Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat die Wichtigkeit des laufenden Ausbaus der Eisenbahnstrecke von Oldenburg nach Wilhelmshaven betont. Er sagte beim Startschuss für den Bau des vierten Abschnitts zwischen Varel und Sande, dies werde die Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts noch einmal deutlich verbessern. Die Arbeiten würden den Ablauf am Containerterminal nicht stören, und seien auch für den Personenverkehr nach Wilhelmshaven akzeptabel.
Der JadeWeserPort nehme als einziger Tiefwasserhafen eine Schlüsselrolle für den Logistikstandort Deutschland ein. Über die ausgebaute Bahnstrecke soll der Güterverkehr zum und vom Hafen künftig deutlich verbessert und beschleunigt werden.
fx
In der vergangenen Nacht haben Unbekannte einen Sperrmüllberg in der Hildesheimer Innenstadt in Brand gesetzt.
Laut Polizei wurde der Brand gegen 00:30 Uhr an der Ecke Binderstraße Theaterstraße gemeldet. Die Polizei geht bisher von Brandstiftung oder einer fahrlässigen in Brand Setzung aus. Dem Feuer fiel unter anderem ein Sofa zum Opfer. Durch das Feuer wurde weiterhin ein Stromverteilerkasten in Mitleidenschaft gezogen. Am anliegende Haus entstand abgesehen von Rußablagerungen kein Schaden.
Hinweise nimmt die Polizei in Hildesheim unter der Telefonnummer 939115 entgegen.
bjl
Radio Tonkuhle startet diesen Monat zum ersten Mal das Projekt „Die Hildesheimer Hörspielkirche“. Es ist eine Kooperation des Senders mit der Martin-Luther-Kirche in der Nordstadt. Dort sollen über zwei Monate verschiedene Hörspiele öffentlich aufgeführt werden.
Diese Hörspiele kommen aus dem Internet, vom NDR und auch von Tonkuhle selbst – in diesem Rahmen werden Mitte April entsprechende Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Sie werden von der Soundkünstlerin Stephanie Krah angeleitet und finden allesamt im Funkhaus in der Andreas-Passage statt - die Kurse für Kinder und Jugendliche sind dabei kostenlos. Genauere Informationen zu den Kursen gibt es auf dieser Internetseite in der Rubrik "Aus dem Funkhaus".
fx
Bei den Lohnbetrugs-Vorwürfen am Coca Cola-Standort Hildesheim hat sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer eingeschaltet. Man müsse den Vorfall schnellstens aufklären, sagte sie in einer Mitteilung. Lohnbetrug und Lifestyle passe nicht zusammen. Bestätigten sich die Vorfälle, sollte das Unternehmen schon allein aus moralischen Gründen sicherstellen, dass die bulgarischen Werkvertragsarbeiter für ihre geleistete Arbeit bezahlt würden, so die Abgeordnete weiter.
Der Subunternehmer eines Vertragspartners von Coca Cola wird beschuldigt, Arbeiter für drei Monate angestellt, aber nur für einen Monat bezahlt zu haben. Der Vorgang wird derzeit vom Unternehmen geprüft.
fx