Der Kreisverband des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds hat den Entwurf des Haushaltsplans 2017 des Landkreises Hildesheim kritisiert. In einem Brief an den Landrat schrieb der Vorsitzende Wolfgang Moegerle, der Kreis sei nicht in der Lage, eine deutlich positivere Jahresplanung vorzunehmen. Dies halte man für bedenklich, auch angesichts der Erfolge benachbarter Kreise.
Der Landkreis profitiere von Mehrerträgen aus der Kreisumlage, die ausschließlich der guten Konjunktur geschuldet seien. Ertragspotenziale würden dagegen nicht genutzt, Aufwandspositionen unnötig geplant und viel zusätzliches Personal eingestellt. So stelle sich mittelfristig die Frage, wie der Landkreis künftig weiterhin mindestens ausgeglichene Ergebnisse
sowie angemessene Zahlungsüberschüsse erwirtschaften könne. Angesichts der bereits überdurchschnittlich hohen Kreisumlage könne deren weitere Erhöhung kein Mittel zur Ertragsverbesserung sein.
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Die Stadtpolitik will den Hildesheimer Marienfriedhof aufwerten – sofern dies finanzierbar ist. Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner letzten Sitzungen einen entsprechenden Antrag verabschiedet. Er sieht vor, dass die Verwaltung die Möglichkeiten aufzeigen soll, jeweils mit Kostenschätzungen unterlegt.
Mehrere Ratsleute betonten, dass es nicht um ein Gesamtkonzept für den Park gehen solle, sondern um einzelne, umsetzbare Punkte. Hohe Ausgaben seien durch die Finanzlage der Stadt ausgeschlossen. SPD-Ratsherr Felix von der Lieth betonte, man wolle in der Bevölkerung „keine falschen Hoffnungen“ wecken. Der Park sei aber ein beliebter Treffpunkt, und seine Umgebung werde künftig auch durch die zwei neuen Hotels am Bahnhof aufgewertet.
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Der Verein „Hundefreunde Hildesheim“ sucht ein neues Vereinsgelände. Das berichteten Mitglieder vor dem Stadtentwicklungsausschuss. Das letzte Gelände sei vom Eigentümer wegen Eigenbedarf gekündigt worden, und ein Ersatz an der Goslarschen Straße dürfe wegen seiner Deklarierung als Grünfläche nicht mit den Hunden genutzt werden. Wenn man bis Ende des Jahres keine Alternative gefunden habe, müsse der Verein aufgelöst werden, hieß es vor dem Ausschuss. Deren Mitglieder sagten zu, das Thema aufzunehmen.
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In Hildesheim beginnt heute die German Darts Championship. Dazu kommen in der Halle 39 am Flugplatz 48 der besten Spieler der „Professional Darts Corporation Europe“ zusammen – darunter Weltmeister Michael van Gerwen aus den Niederlanden und der Schotte Peter Wright.
Der Wettbewerb ist der Auftakt für eine Wettbewerbs-Tour durch mehrere Länder, die im Oktober in Göttingen enden wird. Die ersten Spiele in Hildesheim sind am Freitag ab 13 Uhr, das Finale am späten Sonntagabend.
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In Varel am Jadebusen wird eine der größten Batterien Norddeutschlands gebaut. Das gab Wirtschaftsminister Olaf Lies am Rand der CeBit bekannt. Das japanische Projekt zur Errichtung eines hybriden Energiespeichers habe fast die Größe eines Fußballfeldes. Initiatoren sind die japanische Wirtschaftsförderorganisation NEDO, die 24 Millionen Euro in das Projekt investiert, und das Oldenburger Energieunternehmen EWE. Beide Seiten haben jetzt eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.
Solche Großbatteriesysteme dienen dazu, auch mit wetterabhängiger Energieerzeugung etwa durch Windkraft eine stabile Stromversorgung zu sichern. Lies sagte, Niedersachsen sei das Windenergieland Nr. 1 in Deutschland. Die japanischen Partner suchten nach Lösungen für eine der zentralen Herausforderungen dabei: der effizienten Zwischenspeicherung von Energie. Für dieses wichtige Referenzprojekt hätten sie weltweit nirgendwo so optimale Voraussetzungen gefunden wie hier.
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