Archäologen haben bei Schöningen im Landkreis Helmstedt die rund 300.000 Jahre alten Überreste eines Waldelefanten entdeckt.
Nahe eines ehemaligen Seeufers kamen eine Rippe und der über zwei Meter lange, vollständige Stoßzahn zum Vorschein, zudem weitere Knochenstücke. Das Wissenschaftsministerium in Hannover sprach am Donnerstag von einem „Sensationsfund“. Auf den gut erhaltenen Knochen seien Schnittspuren von Feuerstein-Werkzeugen zu erkennen, hieß es. Die Wissenschaftler fragen sich nun, ob Menschen bereits vor 300.000 Jahren so sozial organisiert war, dass er in Gruppen sogar Jagd auf Elefanten machte. Allein seien die Tiere nicht zu erledigen gewesen.
Der bislang älteste Hinweis auf eine erfolgreiche Elefantenjagd wurde 1948 beim Torfabbau in Lehringen bei Verden gefunden. Dort legten Archäologen eine 120.000 Jahre alte Holzlanze zwischen den Knochen eines Waldelefanten frei. Sie bezeugen die Elefantenjagd für den Neandertaler.
cw
Die Einbruchserie im Hildesheimer Stadtgebiet geht weiter.
Wie die Polizei mitteilte, haben Einbrecher in den vergangenen Tagen wiederholt in Geschäfte in der Innenstadt eingebrochen. Zum zweiten Mal betroffen war der Asia Imbiss am Hohen Weg. Die Täter erbeuteten jedoch lediglich Saucen und Getränkedosen. Der Einbruch in ein Blumengeschäft am Kläperhagen misslang, aus einem Frisörgeschäft in der Wollenweberstraße klauten die Diebe eine Registerkasse, in der sich allerdings kein Geld befand. In einer Reinigung am Neustädter Markt erbeuteten sie ein paar hundert Euro.
Die Hildesheimer Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise unter der Rufnummer 05121-939115.
cw
Das Land Niedersachsen hat aufgrund der neuen Asylgesetze ab 1. November einen härteren Kurs bei Abschiebungen angekündigt.
Als Reaktion drauf haben nun die Diakonie und der Flüchtlingsrat in Hildesheim die Regierung aufgefordert, ihre selbstgesetzten Ansprüche an eine humanitäre Flüchtlingspolitik zu verteidigen. Der Flüchtlingsrat verlangte, auch nach den "schwerwiegenden und schmerzhaften Gesetzesänderungen überfallartige Abschiebungen im Morgengrauen per Erlass zu unterbinden".
Diakonie-Vorstandssprecher Christoph Künkel äußerte in einem epd-Gespräch zwar "Verständnis für das Bedürfnis, dass angesichts der hohen Anzahl von Schutzsuchenden Länder und Kommunen entlastet werden sollen" – plädierte aber für ein "humanes Vorgehen" bei Ausweisungen abgelehnter Asylbewerber.
cw
In Hoheneggelsen haben Verdächtige Dienstag Nacht eine Flüchtlingsunterkunft beobachtet.
Wie die Polizei mitteilt, machte die Bevölkerung auf mehrere Personen aufmerksam, die die Unterkunft fotografiert haben sollen. Bei der Durchsuchung der Verdächtigen stießen die Beamten auf diverse Aufkleber mit rechtspopulistischem Inhalt. Die Sticker wurden anschließend einbehalten. Gegen die überprüften Personen wurde zusätzlich ein Platzverweis ausgesprochen.
Polizeipräsident Uwe Lührig lobte das Vorgehen der Beamten: Er sei sehr froh über das konsequente und schnelle Einschreiten. Das entspreche exakt den Handlungsleitlinien bei derartigen Vorgängen. Das Zusammenwirken zwischen Polizei und Bevölkerung hätte hier beispielgebend funktioniert, so Lührig.
bjl
Der evangelische Kirchentag und der Katholikentag möchten den Autohersteller VW trotz des Abgas-Skandal als Sponsor behalten.
Laut Medienberichten hat VW beiden Großveranstaltungen in den vergangenen Jahren zwischen 60 und 110 Fahrzeuge für Fahr- und Lieferdienste zur Verfügung gestellt. Mit Volkswagen bestehe eine jahrelange und sehr gute Zusammenarbeit, sagte der Kirchentagsgeschäftsführer Jörg Kopecz. Daher gäbe es keinen Anlass, diese Zusammenarbeit infrage zu stellen. Man beabsichtige Planungsgespräche für die Veranstaltung turnusgemäß fortzuführen, teilte Kopecz mit. Der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag ist für den 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg geplant.
Der nächste Katholikentag soll vom 25. bis 29. Mai in Leipzig gefeiert werden. Der Antrag für die Wagen liege bereits bei VW, so der Geschäftsführer des Katholikentages Martin Stauch.
bjl
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