Die rot-grüne Mehrheit im Hildesheimer Stadtrat will der Freien Kulturszene mehr Geld zur Verfügung stellen. Man habe in den Haushaltsberatungen auch trotz strenger Sparauflagen einen Weg gefunden, zusätzliche Fördergelder in Höhe von 25.000 Euro zu verteilen. Davon sollen je 10.000 Euro an das Theaterhaus und das Theaterpädagogische Zentrum gehen, und der Rest in den so genannten Reptilienfond, der allen freien Kulturgruppen zur Verfügung steht.
Man wolle so ein Zeichen setzen, dass die Unterstützung der Freien Szene wichtiger sei als „deren Austrockung“ durch eine Bewerbung um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2025“. Dieses von der CDU favorisierte Projekt sei eine „Seifenblase“, so Grünen-Fraktionschef Ulrich Räbiger. Man müsse allerdings in jedem Fall noch das Ende der Verhandlungen um die künftigen Landesmittel abwarten – möglicherweise entstehe dort noch ein großes Loch im Haushalt.
fx
Eine Gruppe sudanesischer Flüchtlinge aus dem Raum Hildesheim/Hannover sucht Studenten, die ihnen bei Fragen zum deutschen Arbeitsmarkt weiterhelfen können. Es gehe ihnen darum, Eigeninitiative zu ergreifen, um sich dann selbst helfen zu können, sagte der Sprecher des Projekts Maissara Saeed. Zentrale Fragen seien etwa, wie der Arbeitsmarkt funktioniere und wie man sich selbstständig machen könne.
Viele der Flüchtlinge fänden keine Arbeit, etwa weil sie nicht fließend Deutsch sprechen. Sie wollten aber nicht alle Sprachkurse abwarten, um für sich selbst sorgen zu können. Mit Hilfe von Studenten aus Fächern wie Politikwissenschaft, Sozialwissenschaft und Wirtschaftswissenschaft wolle sich die Gruppe fortbilden und qualifizieren, so Saeed weiter.
Im besten Fall entstehe aus ihrer Aktivität ein Netzwerk von und für Flüchtlinge, die sich in Deutschland mit einem Unternehmen selbstständig machen wollten – und umgekehrt könnten die Studierenden viel über das Zusammenspiel von Flüchtlingen, Migration und Wirtschaft lernen. Interessierte können sich per E-Mail an
fx
Das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Erziehung hat seit Freitag eine neue Satzung und einen neuen Vorstand. Die Veränderungen sind Teil der Umstrukturierungen des letzten halben Jahres, welche durch die drastischen Kürzungen der Landesmittel ausgelöst wurden. Der Vorstand besteht nun aus der bisherigen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Renate Zimmer, ihrem neuen Vertreter Dieter Wuttig und dem ebenfalls neuen Geschäftsführer Reinhard Sliwka.
Da das nifbe im Zuge der Umstrukturierungen keine eigenen Forschungsstellen mehr betreibt, musste auch die Satzung geändert werden. Als einen wichtigen Schwerpunkt der Weiterentwicklung frühkindlicher Bildung in Niedersachsen sieht die Vorsitzende Renate Zimmer den Umgang mit der, auch durch Flüchtlingskinder, steigenden Vielfalt in den KiTas.
jsl
Die Sparkassen Hildesheim und Goslar/Harz nehmen Verhandlungen über eine mögliche Fusion auf. Wie die hiesige Sparkasse mitteilt, haben das die Verwaltungsräte beider Institutionen Ende letzter Woche beschlossen. Zuvor waren ihnen die Ergebnisse einer Vorabuntersuchung vorgestellt worden – ihr zufolge wäre eine Fusion eine „nachhaltige Antwort auf die aktuellen Herausforderungen“. Die Gespräche sollen in Kürze beginnen und bis Mitte März abgeschlossen werden, damit noch vor den Osterferien über einen Zusammenschluss entschieden werden kann.
fx
Die Firmen PSW-Umformtechnik GmbH aus Elze und EL Puente aus Nordstemmen werden mit mehr als 370.000 Euro gefördert. Wie der Landtagsabgeordnete Bernd Lynack mitteilt, stammen die Gelder aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Die PSW-Umformtechnik GmbH erhält Gelder in Höhe von 200.000 Euro. EL Puente wird mit 172.500 Euro gefördert. Lynack sagte weiter, mit den Fördergeldern würden wichtige und qualifizierte Arbeitsplätze gesichert und gehalten.
bjl
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