Die Niedersächsischen Landesforsten wollen die Geschichte der Zwangsarbeit auf den Staatswaldflächen untersuchen lassen.
Ziel sei es, gesicherte Opferzahlen und Erkenntnisse zu den Lebensumständen sowie zur Herkunft der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zu erlangen, so der Leiter der Rechtsabteilung bei den Landesforsten, Michael Rudolph. Mit der Untersuchung wolle man seiner Verantwortung als heutiger Flächeneigentümer nachkommen.
Holz hatte während des 2. Weltkriegs große Bedeutung in der Kriegswirtschaft. Bisher gibt es für Niedersachsen keine zusammenhängende Untersuchung über den Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der Forstwirtschaft.
cw
Die Hildesheimer Feuerwehr bekommt innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre ein neues Hauptgebäude. Das gab die Feuerwehr jetzt bekannt. Laut Medienberichten schätzt Finanzdezernentin Antje Kuhne das Investitionsvolumen hierfür auf rund 20 Millionen Euro.
Grund für die Sanierung und den geplanten Neubau seien unter anderem die Arbeitsschutzanforderungen. Bei ihrer Einhaltung hatte es immer mehr Probleme gegeben, heißt es. Neben den Plänen für einen Neubau schaue man sich aber auch nach alternativen Stadtorten um, so Kuhne.
bjl
Professor Dr. Michael Gehler vom Institut für Geschichte der Universität Hildesheim hat vor den Folgen des Handelsabkommens TTIP gewarnt.
Er sagte in einem Interview bei Radio Tonkuhle, das Entstehen eines neuen, großen Wirtschaftsraums EU/USA würde insbesondere von Russland kritisch gewertet. Dadurch würden auch alte Ängste einer Umzingelung geschürt. TTIP sei darauf nicht die richtige Antwort. Die Diskussion um die so genannten „Chlorhühnchen“ oder andere mögliche Folgen des Abkommens sei abseitig. TTIP habe dagegen globalpolitische Konsequenzen, weil andere Handelsblöcke sich dagegen noch stärker postieren müssten – und dies könne zu Konflikten oder gar Wirtschaftskriegen führen, so Gehler.
Das komplette Gespräch mit ihm zum Thema „Imperium Europa“ können Sie heute ab 12 Uhr bei Radio Tonkuhle in der Sendung „Mahlzeit“ hören.
fx
Die Stadt Hildesheim beteiligt sich erneut an einer Ausschreibung für Fördergelder des Bundesbauministeriums.
Wie der Rat jetzt beschloss, wird dabei wieder die Innerste-Aue und die Domäne Marienburg als „Perlen am Fluss“ ins Rennen geschickt. Bereits im Oktober letzten Jahres war diese Bewerbung bei der Mittelvergabe knapp gescheitert – das Förderprogramm mit 50 Millionen Euro war achtzehnfach überzeichnet. Für dieses Jahr wird es nun erneut ausgeschrieben.
Sollte Hildesheim den Zuschlag erhalten, können vor Ort Projekte mit bis zu 90 Prozent der Kosten gefördert werden. Dabei soll es sowohl um die weitere und bessere Vernetzung der Domäne Marienburg mit der Umgebung gehen als auch um deren Sanierung. Ein weiterer Schwerpunkt für Förderprojekte ist der Hochwasser- und Landschaftsschutz.
fx
Das Land Niedersachsen will die Kommunen mit 40 Millionen Euro für die Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen unterstützen.
Wie die Staatskanzlei gestern in Hannover mitteilte, soll die Soforthilfe noch in 2015 gezahlt und in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) forderte vom Bund, sich ebenfalls deutlich stärker zu beteiligen. Unter anderem müsste die Asylverfahren drastisch verkürzt und Gelder bereitgestellt werden, so Weil.
Aktuell müssen den Angaben nach in Niedersachsen etwa 40.000 Flüchtlinge versorgt werden. Von berechneten 10.000 Euro pro Person zahlt das Land einschließlich der geplanten Soforthilfe 7.700 Euro. Der Bund steuere dagegen nur 500 Euro bei. Für den Rest müssen die Kommunen selbst aufkommen.
cw
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