Das Land Niedersachsen will sich auf die Folgen vieler neuer Fälle von Long Covid einstellen. Wissenschaftsminister Björn Thümler sagte, dass rund 20 Prozent der an Corona erkrankten Menschen nach der Akutphase unter Langzeitfolgen litten. Auch wenn die Infektionszahlen derzeit sänken, habe die Long-Covid-Welle ihren Scheitelpunkt noch lange nicht erreicht. In den kommenden Wochen und Monaten müsse mit rasant ansteigenden Long-Covid-Zahlen gerechnt werden, weshalb man dringend neue Erkenntnisse über dieses bislang sehr diffuse Krankheitsbild brauche.
Über die konkreten Forschungsbedarfe habe sich jetzt der interdisziplinäre Expertenkreis Long-Covid des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ausgetauscht. Ziel müsse es demnach vor allem sein, vorhandene Diagnosedaten mit der Forschung zu verknüpfen, um konkrete Rückschlüsse für die Verbesserung der Versorgung zu ermöglichen. Art und Schwere der Symptome bei Long-Covid-Erkrankungen seien sehr unterschiedlich - gemeldet werden etwa starke Abgeschlagenheit, Schwindel, Atemnot, Herz-Rhythmusstörungen oder Konzentrationsprobleme. Es gebe zwar Hinweise auf mögliche Ursachen und den Verlauf beeinflussende Faktoren, insgesamt sei die Datenlage aber weiterhin dünn.
Der Expertenkreis war sich auch darüber einig, dass das Gesundheitswesen weiterhin stark belastet ist, vor allem auch wegen Erkrankungen bei den Mitarbeitenden. Die chronische Belastung für Menschen in Gesundheitsberufen sei enorm hoch, sie arbeiten bereits seit zwei Jahren am Anschlag. Diesen Gesichtspunkt habe die Politik auf Bundesebene weitgehend ignoriert, so Professor Markus Bassler, Präsident der Wissenschaftlich-Medizinischen Allianz für Rehabilitation.
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Die Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen hat gemeinsam mit dem Kreissportbund und dem Regionssportbund Hannover den Wettbewerb „Sterne des Sports“ für dieses Jahr gestartet. Interessierte Sportvereine könnten sich ab sofort bis zum 30. Juni bewerben, heißt es in einer Mitteilung.
Sportvereine leisteten täglich einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, so die Bank, sie hielten die Region in Schwung und stärkten deren Zusammenhalt. Die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ sei mittlerweile der bedeutendste Breitensportpreis in Deutschland. Mitmachen könnten alle Sportvereine mit Sitz im Geschäftsgebiet. Über Bildung, Ehrenamtsförderung, Klima- und Naturschutz bis hin zu Integration und Inklusion seien alle Projektbereiche willkommen. Die Bewerbung erfolge über das Internet unter der Adresse www.vb-eg.de/sterne-des-sports.
Auf der lokalen Ebene werde zunächst der „Große Stern des Sports“ in Bronze vergeben, mit einem Preisgeld von 1.500 Euro. Darauf folge der Landeswettbewerb mit dem Stern in Silber und 2.500 Euro, und schließlich der Bundesentscheid um die „Sterne des Sports“ in Gold, verbunden mit einem Preisgeld von 10.000 Euro.
Weitere Informationen gibt es telefonisch oder per Mail bei
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Eine vierköpfige Gruppe hat gestern Nacht in der Steuerwalder Straße in der Hildesheimer Nordstadt einen 18-Jährigen überfallen. Wie die Polizei meldet, traf dieser an der Kreuzung zur Senkingstraße auf die Gruppe. Nach einem kurzen Wortwechsel habe man ihm sein Mobiltelefon entrissen, so der 18-Jährige, und er sei auch geschlagen und getreten worden. Dann flohen die Täter in die Senkingstraße.
Die vier Männer sollen etwa 18 Jahre alt gewesen sein. Einer von ihnen trug den Angaben nach eine rote Jacke, ein weiterer eine Gucci-Umhängetasche. Hinweise in der Sache nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0 51 21 - 939 115 entgegen.
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Handball-Drittligist HC Eintracht Hildesheim hat Cheftrainer Jürgen Bätjer mit sofortiger Wirkung freigestellt. Die Verantwortlichen des Clubs reagierten damit nach eigener Darstellung auf die hohe und unerwartete Niederlage im Aufstiegsrundenspiel gegen Spenge am Wochenende. Die Vereinsspitze habe – die Partie in Vinnhorst ausgenommen – den Eindruck gewonnen, dass der Trainer die Mannschaft in den letzten Spielen nicht immer in der erforderlichen Weise erreicht hat. Die Leistung in Spenge sei dabei der Tiefpunkt gewesen.
Man hoffe, mit dieser Entscheidung eine "Initialzündung" gesetzt zu haben, nehme aber auch die Spieler voll in die Verantwortung. Trotz des schlechten Starts in die Aufstiegsrunde sei noch lange nicht alles verloren, so Eintracht-Geschäftsführer Martin Murawski. Er hat Bätjer heute die Entscheidung seiner Freistellung mitgeteilt. Der Verein bedanke sich bei ihm für die geleistete Arbeit und bedauere, dass man zu diesem Zeitpunkt diese - mit Blick auf die Ziele unausweichliche - Entscheidung treffen musste. Bis zum Ende der Saison wird Chris Meiser das Amt des Cheftrainers übernehmen. Dass ab Juli Daniel Deutsch neuer Cheftrainer wird, war bereits im Februar bekannt geworden.
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Die Unfallzahlen im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim sind wieder angestiegen. Nach einem historischen Tiefststand von rund 6.800 im Jahr 2020 lagen sie letztes Jahr bei fast 7.050. Nach zwei Lockdowns habe sich das Mobilitätsverhalten wieder zu mehr Verkehr verändert, was die Unfallzahlen leicht ansteigen lasse, sagte der Erste Polizeihauptkommissar Thorsten Diederich. Man sei aber noch weit unter den Zahlen von vor der Pandemie.
Weniger Unfälle gab es demnach auf der A7, trotz einer ähnlich hohen Zahl von Baustellen. Hier zeigten die Maßnahmen der Verkehrsüberwachung ihre Wirkung. Weitere Rückgänge gab es u.a. bei den Baumunfällen und den Unfällen unter Alkoholeinfluss, wobei die Polizei auch hier verstärkte Kontrollen und mehr Prävention als Ursache sieht. Mehr Fälle gab es u.a. bei den so genannten Verkehrsunfällen mit schweren Personenschäden.
Ingesamt gebe es vier Hauptunfallursachen, so die Polizei: Fehlender Abstand, Fehler bei der Vorfahrt und beim Abbiegen, und überhöhte Geschwindigkeit. Bei den ersten drei Ursachen blieben die Zahlen in etwa gleich, beim Thema Geschwindigkeit gab es dagegen Zuwächse - gerade bei jüngeren Fahrerinnen und Fahrern. Die Polizei kündigte an, dass die Verkehrssicherheitsarbeit sich weiterhin stark an solchen Risikogruppen orientieren werde.
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