Zwischen der Mehrheitsgruppe im Kreistag und dem Verein Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst Hildesheim e.V. gibt es einen Streit über Pläne für den sogenannten Rettungsdienstbedarfsplan. Dabei geht es im Kern um die Zahl von sowie Umwidmungen bei Einsatzfahrzeugen – so sollen einige Rettungswagen durch Krankentransportwagen ersetzt werden – und die sogenannten Vorhaltestunden.
Die AG hat eine mittlerweile über 10.000 mal unterzeichnete Petition gegen diese Pläne gestartet, weil sie dadurch größere Einschnitte für den Rettungsdienst sieht. Dies führte nun zu einer Antwort der Gruppe, in der von „großem Erstaunen und ebenso großer Besorgnis“ darüber die Rede ist sowie der Einschätzung, die enthaltenen Forderungen und Darstellungen seien in wesentlichen Punkten falsch. Die Neuordnung solle dazu führen, dass die gesetzlich vorgeschriebene Zeit zum Eintreffen des Rettungsdiensts in mindestens 95% der Fälle erreicht wird, und Nachjustierungen seien jederzeit möglich. Auch sei man verwundert angesichts vieler Gespräche vor Ort in den Leitstellen, in denen die dortigen Mitarbeitenden eine andere Sichtweise aufs Thema hätten als die AG.
Das führte wiederum zu einer Replik der AG darauf. Darin heißt es, die Petition enthalte lediglich die Kernforderung einer seit sieben Monaten schwelenden Debatte. Die AG habe mehrfach das Gespräch gesucht und auch zu einer offenen Diskussion eingeladen und dafür lediglich „den Versuch eines Maulkorbs“ erhalten.
Die Antwort der Gruppe zeige, dass der Kern der Diskussion bis heute nicht verstanden sei: So fehle schlichtweg das Konzept, um die Rettungsmittel nach der geplanten Neuaufteilung gezielter einzusetzen, vor allem aber könne man einen Rettungswagen nicht einfach durch einen Krankenwagen ersetzen, der anders ausgestattet ist und dessen Personal nicht die gleiche fachliche Qualifikation hat. Hier sei ein Systemwechsel geplant, der zum Abbau von Notfallsanitäterstellen führe und auch dem Wegfall von Ausbildungskapazitäten.
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An diesem Samstag findet zum ersten Mal ein Christopher Street Day (CSD) in Hildesheim statt. Geplant sind ein großer Demonstrationszug inklusive zweier mobiler Bühnen und ein abschließendes Bühnenprogramm in der Steingrube mit Redebeiträgen und Musik, teilen die Veranstalter mit - hinter dem CSD steht ein Bündnis aus zahlreichen Initiativen, Organisationen, Parteien und Gewerkschaften. Im Aufruf heißt es, es gelte noch lauter und sichtbarer zu sein, wenn gerade die Rechte queerer Menschen wieder unter Druck geraten und Hass lauter wird. Der CSD verstehe sich als politischer Protesttag für demokratische Werte und als Raum für queeres Leben in all seiner Vielfalt.
Der Demonstrationszug soll um 12 Uhr am Angoulêmeplatz beginnen und dann durch die Fußgängerzone zur Schuhstraße, über die Zingel zur Einumer Straße, und schließlich durch die Moltkestraße zur Steingrube führen. Dort soll gegen 14 Uhr das Abschlussprogramm beginnen, mit einem Ende gegen 18 Uhr. Das Organisationsteam sammelt weiterhin Unterstützung in Form von Helfenden, aber auch von Spenden. Bei einer Gofundme-Kampagne war der Zielbetrag von 6.000 Euro am Donnerstagmittag zu knapp über 90 Prozent erreicht.
Der Christopher Street Day wird weltweit begangen und geht auf den 28. Juni 1969 zurück. An diesem Tag kam es an der Stonewall Bar in der Christopher Street in New York durch eine Polizeirazzia zu Unruhen. Diese stehen nun als symbolischer Wendepunkt im Kampf queerer Menschen für Gleichbehandlung und Anerkennung.
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Ein Balkonbrand im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Sarstedter Brückenstraße hat gestern am späten Abend zu einem Feuerwehreinsatz geführt. Laut Bericht trafen die Einsatzkräfte gegen 23:20 Uhr ein - bis dahin hatte das Feuer bereits auf de darunter liegenden Balkon übergegriffen. Die Freiwillige Feuerwehr Sarstedt brachte die Lage schnell unter Kontrolle.
An dem Ursprungsbalkon entstand leichter Schaden am Gebäude, außerdem wurde auf beiden Balkonen das Mobiliar beschädigt. Die genaue Höhe des Schadens ist bislang unbekannt. Die Bewohner des Hauses waren beim Eintreffen der Feuerwehr bereits im Freien, Verletzte gab es nicht. Zur Brandursache ermittelt jetzt die Polizei.
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Vorm Landgericht Hildesheim ist diese Woche das Urteil im Betrugsverfahren um das Immobilienunternehmen German Property Group gefallen. Der ehemalige Geschäftsführer wurde dabei wegen besonders schweren Betrugs in vier Fällen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und elf Monaten verurteilt. Der Mann hatte zuvor ein Geständnis abgelegt, weshalb die Anklage von 27 Fällen auf vier reduziert und so das Strafmaß von vornherein eingegrenzt wurde.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er die Investoren seines Unternehmens nicht über dessen faktische Insolvenz aufgeklärt hatte. Das Geschäftsmodell war, Geld von Investoren anzuwerben, um damit Immobilien aufzukaufen, zu sanieren und mit Gewinn wieder zu verkaufen. Mit dem Versprechen hoher Renditen legten so vor allem Menschen aus dem Ausland Geld an. Spätestens ab 2018 aber sei dieses Modell zu einem Schneeballsystem geworden, so die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer - die Insolvenz wurde aber erst 2020 angemeldet. Vor Gericht hieß es, insgesamt hätten Anleger rund 1,5 Milliarden Euro investiert, und mehrere hunderttausend Euro sind bis heute unauffindbar.
Von Seiten der Betrugsopfer gab es viel Kritik am Urteil: Eine britische Anlegergruppe bezeichnete es als Schande, dass das Gericht nur einen Teil des Betrugs in seinem Verfahren berücksichtigt habe.
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Erneut ist jemand aus dem Raum Hildesheim Opfer des sogenannten "Love-Scamming" geworden. Wie die Polizei in einer Warnung zu diesem Thema mitteilt, fiel in diesem Fall eine Frau auf einen vermeintlichen US-Amerikaner herein, der vor wenigen Jahren über Social Media den Kontakt zu ihr aufgenommen hatte. Er erschlich sich über Monate das Vertrauen der Frau und fing dann an, sie um Geld zu bitten - etwa, um sich beruflich verändern zu können oder für einen Besuch in Deutschland.
So überwies sie immer wieder Geld ins Ausland, geriet in die Verschuldung und hatte am Ende einen Schaden im niedrigen sechsstelligen Bereich - erst dann wurde der Frau klar, dass sie einem Betrüger aufgesessen war.
Hinweise zur Erkennung solcher "Love-Scammer" sowie Verhaltens- und Präventionstipps - auch zu anderen Arten von Betrugsversuchen oder anderen Formen von Kriminalität - gibt es auf der Internetseite www.polizei-beratung.de.
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