Ein neues Landesprogramm soll ab 2017 in Niedersachsen beim Kampf gegen den Rechtsextremismus helfen. Dieser müsse von der ganzen Gesellschaft getragen werden, sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) heute in Hannover. Das Programm soll bereits bestehende Präventionsprojekte bündeln und staatliche Behörden mit Schulen, Universitäten, Sportvereinen oder Feuerwehren vernetzen. Dafür stehen 600.000 Euro zur Verfügung. Die Leitung des Programms haben die Ministerien für Justiz, Inneres und Soziales sowie der Landespräventionsrat.
Eine Koordinierungsstelle mit drei Mitarbeitern will zudem mit Hilfe von Fragebögen an Schulen die Wirksamkeit der Prävention untersuchen und verbessern. Anlass für das neue Programm ist die steigende Zahl rechtsextremer Übergriffe. 2015 gab es in Niedersachsen 108 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, bundesweit waren es mehr als 900 - und im ersten Quartal des laufenden Jahres wurden in Deutschland bereits 474 rechtsextremistische Straftaten erfasst.
fx
In Niedersachsen leben inzwischen acht Wolfsrudel. Wie die Landesjägerschaft mitteilt, wurde jetzt bei Schneverdingen ein neues Rudel nachgewiesen. Außerdem lebten im Land zwei Wolfspaare und mehrere Einzelgänger – Schwerpunkt der Wolfspopulation ist die Lüneburger Heide.
Der Nachweis des Schneverdinger Rudels gelang demnach mit der Genprobe eines Welpen. Das Tier war vor zwei Wochen aufgefunden und einige Tage in einer Wildtier-Auffangstation aufgepäppelt worden. Die Analyse der Probe ergab, dass seine Mutter aus dem Gartower Rudel im Landkreis Lüchow-Dannenberg stammt. Der Vater konnte im Jahr 2014 bei Sternberg in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen werden.
Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat die Landesjägerschaft mit dem so genannten "Wolfsmonitoring" beauftragt. Der Verein nimmt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz und den rund 100 Wolfsberatern im Bundesland wahr.
fx
Der Arbeitskreis „Mehr Demokratie in Hildesheim“ lädt für heute Abend zu einer öffentlichen Diskussion ein. Ziel der Initiative ist mehr Direktdemokratie. In einer Mitteilung heißt es, dass aufgrund von „Demokratiedefiziten“ die Politikverdrossenheit zu- und das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie abnehme.
Bei der Veranstaltung solle es darum gehen, wie und wo Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden können und auf welche Weise mehr Bürgerrechte in Hildesheim durchgesetzt werden können. Es gehe dabei auch darum, der Zustimmung für neofaschistische Parteien entgegenzuwirken. Die Veranstaltung findet heute um 18 Uhr bei der Volkshochschule in der Kreuzstr. 18 im Raum 2 statt.
bjl
Beim Stadtverkehr Hildesheim startet heute eine neue Verhandlungsrunde über die künftige Bezahlung der Beschäftigten. Im Vorfeld dieser Verhandlungen hatten die Busfahrerinnen und -fahrer letzte Woche von Mittwoch bis Freitag die Arbeit niedergelegt, um den Druck auf die Unternehmensleitung zu erhöhen. Bei einer Kundgebung am Freitag waren auch die Bundestagsabgeordneten Brigitte Pothmer (Grüne) und Bernd Westphal (SPD) anwesend und sprachen der Belegschaft ihre Unterstützung aus. Vom Stadtverkehr hieß es dagegen, man habe angesichts des laufenden Verhandlungsprozesses kein Verständnis für den dreitägigen Streik.
Im September wird bekannt, ob der SVHI auch künftig den Busverkehr in Hildesheim stellen wird: Es gibt ein konkurrierendes, eigenwirtschaftliches Angebot von der Bahntochter DB Regio Bus. Um dieses zu kontern, hat auch der Stadtverkehr ein eigenwirtschaftliches Angebot vorgelegt, mit noch unklaren Auswirkungen auf die Bezahlung der Belegschaft.
fx
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor Betrügern, die derzeit per Telefonanruf beträchtliche Geldgewinne in Aussicht stellen. Laut Mitteilung sollen die "Gewinner" Amazon-Gutscheine für mehrere Hundert Euro kaufen und den Betrügern dann die Codenummern dieser Gutscheine nennen.
So sei etwa einer Frau aus Osnabrück mitgeteilt worden, sie hätte bei einem Gewinnspiel 48.000 Euro gewonnen. Dieser Betrag würde ihr demnächst von einem Sicherheitsbeauftragten bei ihrer Hausbank übergeben. Die Kosten für den Geldtransport müsse sie allerdings bezahlen: Dazu solle sie Amazon-Gutscheine im Wert von 500 Euro kaufen und die entsprechenden Codenummern dann bei der Geldübergabe nennen. Kurz darauf kam jedoch ein weiterer Anruf, und aufgrund der geschickten Gesprächsführung des Anrufers gab die Frau die Codes der Gutscheine durch. Als sie aufgefordert wurde, weitere 5.000 Euro zu überweisen, erkannte die ältere Dame die Abzocke und beendete das Telefonat.
Die Gutschein-Codes waren danach schnell eingelöst und das Geld weg, so die Verbraucherzentrale. In jedem Fall sollte man bei unerbetenen Anrufern mit Gewinnversprechen oder bei Geldgeschäften am Telefon höchste Vorsicht walten lassen und keine sensiblen Daten wie etwa seine Kontonummer herausgeben. Seriöse Unternehmen würden keine Vorkasse oder Gebühren per Gutscheincodes verlangen. Außerdem sollten Verbraucher in solchen Fällen Strafanzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.
fx
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