Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat anlässlich eines landesweiten Aktionstages Verständnis für die Verunsicherung vieler Menschen beim Thema Wölfe gezeigt. Weil Wölfe Nutztiere töteten und sich vereinzelt auch Menschen näherten, sei dies nachvollziehbar, sagte er am Sonntag in Hannover. Allerdings sei durch geltendes Recht klar, dass es derzeit keine wolfsfreien Zonen oder vorsorgliche regulierende Abschüsse geben könne.
In der kommenden Legislaturperiode müsste z.B. über das "französische Modell" verhandelt werden, sagte Lies. Dieses sehe eine Obergrenze von 500 Tieren vor. Derzeit leben in Niedersachsen 36 Wolfsrudel und zwei Wolfspaare in freier Wildbahn, was in etwa einer Zahl von 300 Tieren entspricht. Man müsse im Umgang mit dem Wolf zu einer neuen Normalität kommen, sagte der Minister weiter. Da er eine streng geschützte Art ist, müsse am Anfang immer der Herdenschutz und die Vergrämung stehen. Wo das nicht helfe, würden Wölfe allerdings auch konsequent erschossen.
fx
Aktualisiert 16.07. abends: Einer der Jugendlichen ist gefunden worden.
Die ursprüngliche Meldung:
Zwei seit Ende Juni vermisste Jugendliche aus Schierschwende in Thüringen halten sich möglicherweise im Raum Hildesheim/Hannover auf. Das meldet die Polizei. Es handelt sich um den 16 Jahre alten Danny Voges und den 15-jährigen Jan Luca Reinhardt.
Voges ist bis 1,75 Meter groß, schlank und trägt mittelblonde, kurze Haare. Zuletzt war er mit einer schwarzen Jogginghose, einem T-Shirt und Turnschuhen bekleidet. Reinhardt ist 1.85 Meter groß, sportlich schlank und trägt ebenfalls dunkelblonde, kurze Haare. Bekleidet war er zuletzt mit einer schwarzen Adidas Jacke, einer schwarzen Jogginghose sowie weißen Nike Turnschuhen.
Wer die Jungen gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Mühlhausen unter der Telefonnummer 03601/4510 oder auch in jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
fx
Die Stadt Hildesheim nimmt an dem Ad Hoc-Förderprogramm "React EU" teil. Das hat der Rat gestern beschlossen. In diesem Programm werden bis zu 90 Prozent der Kosten für Maßnahmen übernommen, die Innenstädte attraktiver machen sollen. Die Stadt hält dafür einen Eigenanteil von bis zu 140.000 Euro vor.
Besonders diskutiert wurde dabei der Vorschlag der Verwaltung, den Parkplatz Rosenhagen/Hinter dem Schilde zunächst zeitweise zu einem kleinen innerstädtischen Park zu machen - solch klimarelevante Projekte seien explizit teil der Ausschreibung für "React EU". Von Teilen des Rats, insbesondere aus der CDU, wurden jedoch Bedenken angesichts so wegfallender Parkplätze geäußert. Als Alternative wurde der Angoulêmeplatz ins Gespräch gebracht. Die Stadt hat zugesagt, diesen Punkt in weiterer enger Abstimmung mit dem Rat weiter zu verfolgen.
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In Groß Düngen ist gestern am späten Nachmittag bei einem Verkehrsunfall ein Radfahrer schwer verletzt worden. Der 22-Jährige wollte laut Polizeibericht von der B243 auf den Geh- und Radweg an der Klein-Düngener-Straße auffahren und wurde dabei vom Fahrer eines abbiegenden Muldenkippers übersehen. Der Radfahrer wurde beim Zusammenstoß schwerverletzt und blieb liegen, woraufhin diverse Verkehrsteilnehmer sofort anhielten und sich um ihn kümmerten. Nach dem Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen wurde wegen der Schwere der Verletzungen auch der Rettungshubschrauber angefordert, der ihn zur MHH nach Hannover brachte.
Die Kreuzung wurde vollgesperrt, was zwischenzeitlich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Das Mountainbike des Mannes im Wert von etwa 800 Euro wurde durch den Unfall zerstört, am Lkw entstand kein Schaden.
fx
Die schnelle Reaktion eines Dachdeckerbetriebs in Lamspringe hat gestern zu einer Festnahme mutmaßlicher gewerbsmäßiger Metalldiebe geführt. Laut Bericht hatte mittags der Eigentümer des Betriebs ein verdächtiges Fahrzeug beim Verlassen seines Grundstücks beobachtet und direkt danach festgestellt, dass aus einem Container alte Dachrinnen im Wert von etwa 1.000 Euro verschwunden waren. Er rief sofort Schrott- und Recyclinghöfe im Umkreis an und bat darum, auf verdächtige Fahrzeug zu achten.
Kurz darauf meldete sich ein Schrott- und Recyclinghof aus Salzgitter, der die Verdächtigen zuvor abgewiesen hatte. Daraufhin wurde die Polizei Bad Salzdetfurth informiert, und deren Kollegen aus Salzgitter konnten den roten Transporter auffinden und anhalten - seine Ladefläche war bis oben mit Dachrinnen angefüllt. Die 19- und 25-jährigen Wageninsassen, beide aus Salzgitter, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Diebstahl eingeleitet. Dabei wird auch geprüft, ob sie für weitere, frühere Taten in Frage kommen.
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