Das Hildesheimer Theaterhaus blickt nach einem schwierigen Jahr 2020 mit vorsichtigem Optimismus nach vorne. Man starte mit neuen Strukturen und einer verbesserten finanziellen Situation ins Jahr 2021, heißt es in einer Mitteilung. Man wolle das Haus nun stabilisieren und als Spielstätte sichern.
Nach dem Weggang der bisherigen Geschäftsführerin und dem anschließenden Brandbrief an die hiesige Politik soll nun die Geschäftsführung erneut ausgeschrieben werden. Bis dahin übernimmt das Vorstandsmitglied Joachim von Burchard das Amt. Der Vorstand selbst wurde neu gewählt und umfasst nun fünf Personen.
Auch die Rückmeldungen zu angemeldeten Projekten seien frühzeitig gekommen und positiv ausgefallen. So habe man nun die Möglichkeit, sich räumlich zu erweitern und ein flexibles Buchungssystem einzuführen. In der Hildesheimer Politik gebe es Bestrebungen, die Förderung um 10.000 Euro zu erhöhen, von der Landesregierung gebe es weitere Fördergelder, und auch Einzelspenden seien beim Theaterhaus eingegangen.
Derzeit gibt es wegen Corona keinen Spielbetrieb, heißt es weiter - man überlege deshalb, den Sommer zur Spielzeit zu machen.
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Der Beschluss, Schulen und Kitas wegen der Corona-Pandemie bis Mitte Februar geschlossen zu halten, ist auf geteilte Reaktionen gestoßen.
So sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hans-Peter Meidinger, Schulen seien Teil des Infektionsgeschehens. Es sei notwendig, auch dort auf die hohen Infektionszahlen zu reagieren. An den Schulen jetzt zu lockern und sie dann innerhalb kürzester Zeit wieder dichtzumachen, wäre das verkehrteste, was man tun kann, betonte er in der "Augsburger Allgemeinen Zeitung".
Auch die Lehrergewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte den Schritt, kritisierte jedoch zugleich, dass weiterhin die Länder entscheiden könnten, wie sie die Vereinbarung umsetzen - somit bleibe es bei einem "föderalen Flickenteppich in der Bildung", sagte die Vorsitzende Marlis Tepe dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland".
Scharfe Kritik kam dagegen vom Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, Hans-Iko Huppertz. Er sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", man wisse mit Sicherheit, dass eine ganze Generation von SchülerInnen infolge der jetzigen Beschlüsse ein Leben lang Nachteile erfahren werde. Ihr derzeit entstehendes Bildungsdefizit werde dazu führen, dass sie im späteren Leben ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen und dauerhaft ein signifikant niedrigeres Einkommensniveau erreichen. Ebenso bedeutend seien die psychosozialen und motorischen Defizite, die sich derzeit aufbauten.
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Der in Hannover stationierte Rettungshubschrauber Christoph 4 hat im letzten Jahr 1.273 Einsätze absolviert - über 200 weniger als in 2019. Das teilen die Johanniter als Betreiber mit. Der Rückgang falle in die Zeit der ersten Pandemiephase, sagte der ärztliche Leiter Dr. Christian Macke - das entspreche auch dem Geschehen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser. Wegen Corona seien die Besatzungen in der ersten Jahreshälfte wöchentlich in festen Dreierteams geflogen, und die ohnehin hohen Hygienestandards seien coronakonform erhöht und angepasst worden.
Christoph 4 ist einer von insgesamt 18 zivilen Rettungshubschraubern in Deutschland und auf dem Dach der Zentralen Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover beheimatet. Er fliegt mit bis zu 260 Kilometern pro Stunde Einsätze in Hannover und den umliegenden Landkreisen, darunter auch Hildesheim. 40 Prozent seiner Einsätze waren laut Mitteilung internistischer Art wie Herzinfarkte und Herz-Kreislauf-Probleme. Dazu kamen 40 Prozent chirurgische Notfälle – Auto-, Haus- und Arbeitsunfälle – sowie 20 Prozent sonstiger Fälle.
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Die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen für Kitas und Schulen werden bis zum 14. Februar verlängert. Das teilt heute das Kultusministerium in Hannover mit als Reaktion auf die gestrigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin. Demnach bleiben drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler im Distanzlernen, geteilte Lerngruppen gelten in Grundschulen und Abschlussklassen bei Aufhebung der Präsenzpflicht, und Kita-Gruppen gibt es nur in Notbetreuung in halber Größe.
Kultusminister Grant Hendrik Tonne sagte, diese Schritte seien "abgewogen und verantwortbar in alle Richtungen: als gewichtiger Beitrag zur allgemeinen Kontaktreduktion einerseits, mit Blick auf die Notwendigkeit für ein Mindestmaß an Bildung und Betreuung andererseits". Kinder und Jugendliche hätten bereits seit vielen Wochen alle sozialen Kontakte zurückgefahren. Mit den neuen Beschlüssen würden richtigerweise auch andere gesellschaftliche Bereiche stärker in den Lockdown einbezogen.
Für die Grundschulkinder sagte Tonne, dass sie in vielen Fällen gerade erst Schreiben und Lesen lernen und sich in das neue soziale Umfeld Schule einfügen würden. Das reine Distanzlernen sei deshalb sehr schwierig umzusetzen. Weil die Jüngsten jetzt schon seit Wochen zu Hause seien, sei ein Zurück zu fester Tagesstruktur bei gleichzeitigem Infektionsschutz gut für die Kinder. Daher sei ein zwar deutlich reduzierter, aber dennoch regelmäßiger Schulbesuch unter verschärften Hygienebedingungen nicht nur vertretbar, sondern auch notwendig für die Grundschülerinnen und Grundschüler sowie für die Kinder und Jugendlichen mit Unterstützungsbedarf im Bereich Geistige Entwicklung. Weil es verständlicherweise aber auch Sorgen und Ängste bei allen Beteiligten gibt, ermögliche das Land, dass in einem einfachen Verfahren für eine begrenzte Zeit vom Schulbesuch zurückgetreten werden kann - dann müsse jedoch zu Hause gelernt werden, und die Notbetreuung stehe in diesen Fällen dann selbstverständlich nicht offen.
Für diejenigen, die vor Abschlussprüfungen stehen, seien regelmäßige Prüfungsvorbereitungen in kleinen, festen Lerngruppen wichtig. Sie hätten ihre gesamte Schullaufbahn auf ihre Abschlüsse hingearbeitet und hätten das Recht auf faire Prüfungen und gleichwertige Abschlüsse. Daher habe das Land Niedersachsen sehr frühzeitig einen Rahmen geschaffen, der es ermögliche, sowohl die Abschlüsse des Sekundarbereiches I wie auch die Hochschulreife zu absolvieren. Das Lernen im Szenario B sei dabei eine wichtige Säule.
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Anhang: Eine vom Land gestellte Kurzübersicht der Maßnahmen
1) Die Schülerinnen und Schüler des Primarbereiches sowie alle Schülerinnen und Schüler der Förderschulen GE einschließlich Tagesbildungszentren werden im Wechselunterricht nach Szenario B in geteilten Klassen unterrichtet. Die Pflicht zum Präsenzbesuch wird aufgehoben und die Möglichkeit auf reinen Distanzunterricht eingeräumt.
2) Alle Abitur- und weiteren Abschlussklassen werden in geteilten Klassen nach Szenario B unterrichtet.
3) Die Sekundarbereiche I und II (SJG 5-8 in der Regel, wenn keine Abschlüsse gemacht werden auch 9 und 10 sowie 11 und 12) verbleiben im Distanzlernen nach Szenario C. Für die berufsbildenden Schulen gilt ebenfalls grundsätzlich Distanzlernen nach Szenario C.
4) Notbetreuung wird angeboten für die Kinder der Schuljahrgänge 1-6 in den Szenarien B und C.
5) Die Kindertageseinrichtungen werden weiterhin in Szenario C betrieben. Die Notbetreuung für in der Regel bis zu 50 Prozent der Normalgruppengrößen wird weiterhin angeboten. Die Höchstgrenzen gelten auch für Großtagespflegestellen. Kindertagespersonen können ihr Regelangebot in sehr kleinen Betreuungsgruppen weiterhin ungeschmälert vorhalten.
Die Kaufpreise für Wohnungen in deutschen Großstädten sind auch in der Corona-Pandemie weiter angestiegen. Das zeigt eine Analyse des Portals www.immowelt.de. Dafür wurden die dortigen Angebote für Wohnungen mit 40 - 120 Quadratmeter Größe in 81 Städten ausgewertet. Für Hildesheim zeigt sie einen Anstieg von 1.610 auf 1.870 Euro pro Quadratmeter, oder um 16%. Dabei ist die Stadt im Vergleich zu anderen weiterhin günstig.
Die teuerste Stadt ist demnach München mit jetzt 8.150 €, gefolgt von Frankfurt (5.980 €), Hamburg (5.270 €), Freiburg (4.980 €), Stuttgart (4.800 €)), Berlin (4.640 €) und Ingolstadt (4.630 €). Besonders günstig sind dagegen Chemnitz (1.110 €), Salzgitter (1.140 €) und Gelsenkirchen (1.170 €).
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